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	<title>03/2025 Archive - KinderKinder</title>
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	<description>Sicherheit &#38; Gesundheit in Kindertageseinrichtungen</description>
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		<title>Es wird nicht nur wärmer</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/es-wird-nicht-nur-waermer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 06:39:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2025]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Klimawandel ist längst Realität – einige Folgen sind deutlich sicht- und spürbar: Die Sommer sind heißer, Extremwetterlagen nehmen zu, Allergiegeplagte stöhnen schon im Januar, denn die Pollensaison beginnt früher und dauert länger. Andere Auswirkungen sind weniger offensicht-lich. So nehmen die Luftschadstoffe (etwa bodennahes Ozon) zu und wir bekommen es zunehmend mit für unsere Breiten &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/es-wird-nicht-nur-waermer/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Es wird nicht nur wärmer“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Auch Kitas müssen sich den Herausforderungen stellen, die der Klimawandel mit sich bringt</p>
<p>_Technische und organisatorische Maßnahmen können Belastungen durch Hitze reduzieren</p>
<p>_Mentale Gesundheit stärken: Wir sind nicht hilflos!</p>
<p></div>



<p>Der Klimawandel ist längst Realität – einige Folgen sind deutlich sicht- und spürbar: Die Sommer sind heißer, Extremwetterlagen nehmen zu, Allergiegeplagte stöhnen schon im Januar, denn die Pollensaison beginnt früher und dauert länger. Andere Auswirkungen sind weniger offensicht-lich. So nehmen die Luftschadstoffe (etwa bodennahes Ozon) zu und wir bekommen es zunehmend mit für unsere Breiten ungewohnten Krankheiten zu tun, die durch Mücken oder andere Tiere hervorgerufen werden. Dies sind Herausforderungen, denen sich auch Kitas stellen müssen. </p>



<p>Quasi symbolisch für den Klimawandel steht für den Präventionsexperten der Unfallkasse Nord, Thorsten Vent, die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners. Dieser kleine, unauffällig braune Falter liebt eigentlich wärmere Gefilde, kommt nun aber auch in Norddeutschland vor. Problematisch sind weniger die Falter – die Raupen allerdings sind mit feinsten, giftigen Härchen besetzt, die schwere allergische Reaktionen auslösen können. „Wenn die Raupen in Eichen auf einem Kitagelände sitzen, dürfen die Kinder nicht nach draußen, bevor die Tiere restlos entfernt sind“, klärt Thorsten Vent über die Konsequenzen auf. „Die Nester müssen von speziell ausgebildeten Fachleuten komplett entfernt werden, meistens geschieht das mit einem Spezialsauger.“ Problematisch ist, dass sich die Haare in einem großen Umkreis um das Gespinst befinden können und auch noch monate- bis jahrelang eine potenzielle Gefahrenquelle darstellen. In den südlichen Bundesländern, wo man schon seit einigen Jahren Erfahrung mit den Tieren hat, setzt man eshalb vermehrt auf Prävention: Eichen werden mit einem biologischen Insektenbekämpfungsmittel behandelt, das gezielt die Eier und Raupen bekämpft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Allergien, neue Krankheiten, Hitze</h2>



<p>Nicht nur Raupenhaare sind problematisch. Dr. Julia Schoierer ist Medizinpädagogin am Klinikum der LMU in München und der Agentur ecolo in Bremen und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Folgen des Klimawandels auf verschiedene Personengruppen. Sie macht deutlich: „Die gesamte Allergiesaison hat sich verlängert, außerdem breiten sich Pflanzenarten wie Ambrosia aus, die ein extrem hohes Allergiepotenzial haben. Wir beobachten auch bereits im Januar, Februar erste durch Zecken hervorgerufene FSME-Fälle, sogar im Norden Deutschlands.“ Auch hier verschieben sich die Verbreitungsgebiete. Sie warnt: „Wir müssen sogar damit rechnen, dass mittelfristig Krankheiten wie das Denguefieber deutlich zunehmen werden.“ Der Erreger des Denguefiebers wird durch Mücken übertragen. </p>



<p>Das derzeit drängendste Problem für Kitas sieht die Expertin allerdings in der zunehmenden Hitze. „Das betrifft sowohl die Kinder als auch die Beschäftigten – wobei natürlich Kinder deutlich vulnerabler sind.“ Vulnerabler, also verletzlicher und empfindlicher gegenüber starker Hitze sind Kinder, weil unter anderem ihre Temperaturregulation noch nicht so gut funktioniert wie die von Erwachsenen (siehe KinderKinder 2/24). Hitzeschutzkonzepte sind deshalb unerlässlich – und gleichzeitig schwierig umzusetzen, da wenig Spielraum besteht, was die Verschiebung von Aktivitäten in weniger heiße Tageszeiten angeht. Man kann den Kindern das Toben um die Mittagszeit kaum verbieten. „Aber man kann beispielsweise in einen Park mit großem Baumbestand ausweichen, also ins Grüne gehen, und den kühlen Schatten abseits von größeren Straßen aufsuchen“, schlägt Dr. Schoierer vor. Und selbstverständlich sind Kitaträger gefordert, mit technischen und organisatorischen Maßnahmen Hitzebelastungen vorzubeugen. Als Grundlage dafür sollte eine Gefährdungsbeurteilung herangezogen werden und die Kitas sollten Hitzeschutzkonzepte erstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mentale Gesundheit nicht außer Acht lassen</h2>



<p>Neben all den sicht- und spürbaren Risiken durch die Folgen der zunehmenden Erderwärmung bringt die Medizinpädagogin einen weiteren Aspekt ins Gespräch: „Wir übersehen häufig, dass wir auch die mentale Gesundheit der Kinder im Blick behalten müssen.“ Tatsächlich gibt es inzwischen das Phänomen der „Klimaangst“. „Manche Kinder haben bereits Überschwemmungen erlebt oder zumindest davon gehört. Viele kennen heftige, ja extreme Wetterlagen. Das kann durchaus traumatisieren“, erklärt Julia Schoierer. „Aber es gibt auch eine diffuse Unsicherheit oder Angst, dass den Erwachsenen die Kontrolle entgleitet. Das kann sich an Fragen zeigen, ob bald alle Eisbären sterben müssen.“ </p>



<p>Deshalb sei es wichtig, dass Erwachsene darauf achten, wie sie mit Kindern über die Klimakrise sprechen und wie sie das Thema einordnen. Es mache einen Unterschied, ob eine Erzieherin ein Katastrophenszenario zeichne oder aber dem Ohnmachtsgefühl, das durchaus zulässig sei, Zuversicht entgegensetze: „Ja, es wird sich etwas verändern, aber wir können uns anpassen und wir sind nicht hilflos.“ Deutlich könne das in der Kita etwa durch Projekte und Aktionen werden, die konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen – zur Klimaanpassung, aber auch zum Klimaschutz. Und die sind vielfältig: Müll vermeiden, Upcyclingprojekte, Blühwiesen für Insekten einrichten – oder aber auch organisatorisch-konzeptionell, indem etwa Speisepläne, Energieverbrauch und der Umgang mit Ressourcen genauer unter die Lupe genommen werden. „Kitas können auch Fahrradständer aufstellen und Familien so ermutigen, sich mit dem Rad auf den Weg zur Kita zu machen. Oder bei Kitafesten auf Einmal-Geschirr verzichten.“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Konsequent nachhaltig</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/konsequent-nachhaltig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 06:38:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2025]]></category>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind fester Bestandteil des Kitakonzepts</p>
<p>_Feste Naturtage im Wochenplan</p>
<p>_Kinder lernen durch Vorbilder und Projekte </p>
<p></div>



<p>Jonte steht vor einem „Berg“ und jammert. Er motzt und ist sichtlich aufgebracht, denn er möchte wie die anderen Kinder auf dem Hügel aus aufgeschütteter Muttererde spielen. Doch die Stelle, die er sich für den Aufstieg ausgesucht hat, ist für den Dreijährigen zu steil. „Jonte, krabbel doch auf allen vieren rauf oder suche dir eine Stelle, die weniger steil ist“, schlägt Sabine Pöhler vor, aber Jonte will nicht. Die Leiterin des Kindergartens Rehlingen bleibt gelassen – und Jonte am Fuße des Hügels, bis sich die beiden Vorschulmädchen Mathilda und Pinar erbarmen, ihn an die Hand nehmen und nach oben bugsieren. Von dort lassen sie sich wieder hinunterkullern, während Jonte die Aussicht genießt und dann selig zu buddeln beginnt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1440" height="2162" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-1440x2162.jpg" alt="" class="wp-image-7698" srcset="https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-1440x2162.jpg 1440w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-200x300.jpg 200w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-768x1153.jpg 768w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-1023x1536.jpg 1023w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-1364x2048.jpg 1364w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-250x375.jpg 250w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-1392x2090.jpg 1392w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-245x368.jpg 245w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-240x360.jpg 240w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-580x871.jpg 580w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-170x255.jpg 170w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-222x334.jpg 222w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch-201x302.jpg 201w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Kind_kraxelt_Berg_hoch.jpg 1684w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gemeinsam klappt es. Endlich kann Jonte den Berg hinaufkraxeln.</figcaption></figure>



<p>Heute ist Freitag, und zwar Black Friday. Am Black Friday wissen die Eltern: Heute holen wir glückliche, aber vermutlich ziemlich schmutzige Kinder aus der Kita ab, denn sie haben stundenlang auf dem „Berg“ gespielt. „Eigentlich hätte der Erdaushub, der nach dem Neubau angefallen war, abtransportiert oder eingeebnet werden sollen“, erzählt Sabine Pöhler. „Aber die Kinder haben den Hügel als großartigen Naturspielplatz entdeckt.“ Und deshalb darf der „Berg“ bleiben. Der Kindergarten liegt in dem ruhigen Örtchen Rehlingen, das zur Gemeinde Amelinghausen gehört – eingebettet in die Natur der Lüneburger Heide. Ringsum sind Wiesen, Weiden, Wälder. Die Umgebung lädt zum Entdecken ein. „Wir nutzen diese schöne Lage intensiv“, berichtet Pöhler. „Jeden Dienstag machen wir einen Ausflug in die Umgebung.“ Dabei geht es zu einem von fünf Lieblingsorten der Kinder – etwa in den „Wippwald“, eine Stelle im Wald mit wippenden Baumstämmen, die von den Kindern liebevoll so benannt wurde. Wohin der Ausflug führt, entscheiden die Kinder im Vorfeld selbst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Umweltschutz als Kernelement</h2>



<p>Da die allermeisten Kinder ohnehin nicht direkt aus dem Ort kommen, sei es logistisch auch relativ unproblematisch, manchmal zu etwas weiter entfernten Zielen aufzubrechen. „Wir regen die Eltern aber immer an, Fahrgemeinschaften zu bilden“, macht Sabine Pöhler deutlich. Denn der Umweltgedanke zieht sich durch alle Bereiche der Einrichtung – weit über das reine Erleben von Natur oder die bewusste Wahrnehmung der Jahres-zeiten hinaus. „Natur ist sicher einer unserer Schwerpunkte, zwei Kolleginnen sind auch ausgebildete Naturpädagoginnen. Aber uns geht es um Nachhaltigkeit – insgesamt.“ Deshalb nimmt das Team regelmäßig an Fortbildungen teil. </p>



<p>Ein mittelfristiges Ziel: die Auszeichnung als Naturpark-Kita. Der bewusste Umgang mit Ressourcen ist fest im Alltag verankert – in jeder Hinsicht. Wie in vielen Kitas ist der Papierverbrauch in der Malecke auch hier hoch. Deshalb werden die Papierbögen doppelseitig bemalt, und auch die Rückseiten bedruckter Blätter dienen noch als Unterlage für Kunstwerke und Kritzeleien. „Wir haben außerdem die Menge an Bastelmaterial drastisch heruntergefahren, nutzen erst mal, was wir noch im Bestand haben oder auch Alltagsgegenstände wie Verpackungen, Eierkartons und so weiter.“ Glitzerpapier, Bügelperlen, Goldfolie – Fehlanzeige. Auch Büromaterial wird nur in Maßen gekauft, die Stifte sind nachfüllbar, Papier aus recyceltem Material. „Es sind nur Kleinigkeiten“, meint Sabine Pöhler, „aber es ist konsequent.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1440" height="2157" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-1440x2157.jpg" alt="" class="wp-image-7699" srcset="https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-1440x2157.jpg 1440w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-200x300.jpg 200w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-768x1151.jpg 768w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-1025x1536.jpg 1025w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-1367x2048.jpg 1367w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-250x375.jpg 250w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-1392x2086.jpg 1392w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-246x368.jpg 246w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-240x360.jpg 240w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-580x869.jpg 580w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-170x255.jpg 170w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-223x334.jpg 223w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell-202x302.jpg 202w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Roboter_Verpackungsmuell.jpg 1690w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wann immer möglich und sinnvoll wird auf Neuanschaffungen verzichtet, auch bei Verbrauchsmaterial. Aus leeren Verpackungen lassen sich die tollsten Roboter basteln.</figcaption></figure>



<p>Auch mit den Kindern werden Themen wie Plastikvermeidung oder saisonale und regionale Ernährung immer wieder aufgegriffen – oft ganz nebenbei, etwa beim gemeinsamen Frühstück.  Ständig im Einsatz seien die Kinder als „Energiedetektive“, die darauf achten, dass das Licht ausgemacht und Wasser nur in Maßen verbraucht wird. „Wir erklären den Kindern auch, warum es bei der Toilettenspülung zwei Tasten gibt oder warum man beim Händewaschen das Wasser nicht durchlaufen lässt“, sagt Pöhler. Um Energie zu sparen, wurden die Heizungen konsequent heruntergeregelt. Wunsch des Teams: eine elektronische Steuerung zur intelligenten Heizungsregulierung. Gewaschen wird möglichst nur einmal pro Woche, der Trockner läuft nur noch in Ausnahmefällen. All das ist letztlich auch gelebter Klimaschutz. Ob regionaler Caterer, konsequente Müllvermeidung und -trennung, Spielsachen und Verbrauchsmaterial – der Anspruch auf Schonung der Ressourcen zieht sich wie ein roter Faden durch den Kita-Alltag. </p>



<p>Überall, wo es möglich ist, wird auf nachhaltige Alternativen umgestellt und bei Spielzeug oder Kleinmöbeln erst mal der Hausmeister oder Eltern um Hilfe bei der Reparatur gebeten, statt direkt etwas Neues anzuschaffen. Das Ziel: so umwelt- und klimafreundlich wie möglich handeln. „Wir kaufen auch mal Dinge auf dem Flohmarkt“, erzählt Sabine Pöhler. Überhaupt, findet sie, seien viele Dinge wie Spielzeug, Kinderwagen oder Kleidung beim Aussortieren durch die Familien oft in so gutem Zustand, dass sich andere darüber noch freuen können. Der Versuch, eine Tausch- oder Verkaufsbörse über ein Schwarzes Brett zu organisieren, verlief zwar wenig erfolgreich – doch nun plant sie ein festes Tauschregal und hofft auf mehr Zuspruch. Die Eltern werden an vielen Stellen einbezogen, etwa bei der Abschlussveranstaltung des jährlichen Umweltprojekts.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von Eichhörnchen, dem Umweltmonster und Wölfen</h2>



<p>Denn neben den vielen ganz alltäglichen Dingen gibt es auch einmal im Jahr ein sich über mehrere Wochen erstreckendes Projekt. Mal geht es um Eichhörnchen, mal berichtet ein kleines, freundliches Umweltmonster namens Knud über Müllvermeidung und Umweltschutz. „Ein tolles, aber sehr aufwendiges Projekt, denn Knud ist eine Puppe, die von den Kolleginnen gespielt und gesprochen wird und die dann an vielen Stellen im Kita-Alltag auftaucht und mit den Kindern interagiert. Das muss gut vorbereitet werden, macht aber allen großen Spaß. Die Kinder finden es toll, dass sie diejenigen sind, die Knud etwas beibringen können, denn der ist ein bisschen unbedarft.“ </p>



<p>Dieses Jahr wird es jedoch um den Wolf gehen. Und ja, es gibt eine Menge Wölfe in der Lüneburger Heide. Grund genug, mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen. Sabine Pöhler freut sich sichtlich auf das bevorstehende Projekt. Begleitet wird es auch durch eine Reihe guter (Bilder-)Bücher in der kitaeigenen Kinderbibliothek. Zum Ende des Projekts werden die Eltern zu einem Präsentationsnachmittag eingeladen. Gibt es etwas zu feiern, bringen die Familien übrigens ihr eigenes Geschirr und Besteck mit. „Einweg- oder Plastikgeschirr gibt es bei uns schon lange nicht mehr.“ Außerdem, meint die Kitaleiterin schmunzelnd, spare man sich so auch das Abwaschen.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>Gemeinsam mit Eltern habe man auch das Außengelände bepflanzt und eine Blühwiese für Insekten angelegt – die jetzt im April noch brach liegt, ebenso wie die Hochbeete, in denen später im Jahr Tomaten, Paprika, Spinat und anderes leckeres Gemüse reifen wird. Jetzt erwacht der Garten erst langsam zu neuem Leben. Für die Kinder ist das kein Problem, denn sie finden bei ihren Abenteuern auf dem Berg, einem tollen Kletterbaum und dem Gelände des benachbarten Spielplatzes rund ums Jahr genügend Abwechslung. Jetzt haben sie Bonbonpapier entdeckt, das jemand achtlos hat fallen lassen. Schnell flitzt die kleine Gretje zu einer Erzieherin und lässt sich die Müllzange und zwei Eimerchen geben. Reihum sammeln die Kinder Einwickelpapier und anderen Abfall auf. „Ich will auch!“, ruft Mattis. Nach 20 Minuten sind beide Eimer gut gefüllt – und der Spielplatz wieder sauber. „Das ist übrigens auch so, wenn die Kinder mit ihren Eltern unterwegs sind“, erzählt Sabine Pöhler lachend. „Da wird genauso fleißig Müll gesammelt.“ Mit Jonte, Gretje, Mattis, Mathilda, Pinar und ihren Spielkameradinnen und -kameraden wächst in Rehlingen eine Generation heran, für die Umwelt- und Klimaschutz selbstverständlich ist – und die sich demnächst auch bestens mit Wölfen auskennen wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1440" height="2163" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-1440x2163.jpg" alt="" class="wp-image-7700" srcset="https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-1440x2163.jpg 1440w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-200x300.jpg 200w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-768x1153.jpg 768w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-1023x1536.jpg 1023w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-1364x2048.jpg 1364w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-250x375.jpg 250w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-1392x2090.jpg 1392w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-245x368.jpg 245w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-240x360.jpg 240w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-580x871.jpg 580w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-170x255.jpg 170w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-222x334.jpg 222w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell-201x302.jpg 201w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2025/07/Vier_Kinder_sammeln_Muell.jpg 1698w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Müllzange ist begehrt. Wenn Pinar das Bonbonpapier damit aufgesammelt hat, ist Mathilda an der Reihe.</figcaption></figure>
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		<title>Nachhaltigkeit als Herzensangelegenheit</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/nachhaltigkeit-als-herzensangelegenheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 06:38:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ökologische Bildung betrachtet die städtische inklusive Kita Steinbüchel nicht nur als eine Pflichtaufgabe, die im Bildungsplan Nordrhein-Westfalen steht. „Ich habe ein offenes und begeisterungsfähiges Team, für dieses Thema war keine Überredungskunst nötig“, sagt Kitaleiterin Simone Kerz. Zunächst beschäftigte sich in der Kita nur eine Gruppe mit Artenvielfalt, dann bauten alle drei Gruppen zusammen ein Insektenhotel. &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/nachhaltigkeit-als-herzensangelegenheit/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Nachhaltigkeit als Herzensangelegenheit“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Kleine Projekte können in großen Erfolgen münden </p>
<p>_Leitung und Träger schaffen Rahmenbedingungen für Team- und Organisationsentwicklung</p>
<p>_Kita geht beim Thema Energiesparen mit gutem Beispiel voran</p>
<p></div>



<p>Ökologische Bildung betrachtet die städtische inklusive Kita Steinbüchel nicht nur als eine Pflichtaufgabe, die im Bildungsplan Nordrhein-Westfalen steht. „Ich habe ein offenes und begeisterungsfähiges Team, für dieses Thema war keine Überredungskunst nötig“, sagt Kitaleiterin Simone Kerz.<br><br>Zunächst beschäftigte sich in der Kita nur eine Gruppe mit Artenvielfalt, dann bauten alle drei Gruppen zusammen ein Insektenhotel. Zunächst war nur eine gesunde Woche geplant, dann wurde daraus ein halbes Jahr. Zwei Beispiele, die zeigen: Aus kleinen Projekten kann Großes entstehen. Das Insektenhotel gibt es immer noch, dazu kommen zwei Wildblumenwiesen, Kräuterbeete, ein Kirschbaum, Johannisbeersträucher, ein Vogelhäuschen und ein Futterhäuschen für Eichhörnchen. Und für die gesunde Ernährung beliefern inzwischen ein Caterer sowie ein Gemüsehof die Einrichtung in Meckenheim bei Bonn mit nachhaltigen, regionalen und saisonalen Produkten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erst Flut, dann Waldbrandgefahr</h2>



<p>Die Folgen des Klimawandels schärften noch einmal die Sinne. Da war die Flutkatastrophe im Jahr 2021. Die Ahr fließt nicht weit entfernt, in Meckenheim selbst überschwemmte die Swist Teile des Stadtgebiets.&nbsp;&nbsp;Da war der nahe gelegene Wald, bei dem sich die Auswirkungen des Klimawandels durch Sturm und auch die zerstörerische Kraft des Borkenkäfers zeigten. Der Wald war dadurch mehrere Wochen gesperrt. Keine Ausflüge mehr dorthin, dafür enttäuschte, aber auch neugierige und fragende Kinder.</p>



<p>Das Thema wurde mehr und mehr zur Herzensangelegenheit. „Wir haben überlegt, was wir im Kleinen zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen können“, sagt Simone Kerz. An Konzeptionstagen setzte sich das Kitateam damit auseinander, beschäftigte sich mit dem eigenen ökologischen Fußabdruck und pädagogischen Ansätzen. Eine Reihe von Fachkräften hat sich dazu fortbilden lassen. „Mittlerweile ist der Punkt ‚Nachhaltigkeit und Klimaschutz‘ ein fester Bestandteil jeder Teamsitzung“, unterstreicht die Kitaleiterin.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kita orientiert sich an BNE-Konzept</h2>



<p>Sichtbar wird der Schwerpunkt auch in der Außendarstellung: Die Kita Steinbüchel ist als „KlimaKita.NRW“ und „nachhaltige Kita“ zertifiziert. Bei der pädagogischen Arbeit orientieren sich die Fachkräfte am Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE), das die Zusammenhänge von ökonomischen, sozialen und ökologischen Fragen beleuchtet. „Mir gefällt daran, dass es uns hilft, globale Themen lokal aufzubereiten“, erklärt Simone Kerz. „BNE ist darauf ausgerichtet, dass Kinder selbst aktiv werden.“</p>



<p>Bei den Jahresthemen wird das deutlich. Die Kita Steinbüchel widmet sich im Laufe des Kitajahres einem übergeordneten Schwerpunkt. „Konsum“ war bereits an der Reihe, die Kinder machten im „Repair Café“ kaputte Spielzeuge wieder flott, stellten Taschen aus alten Klamotten her oder hübschten eigentlich ausgediente T-Shirts mit der Batik-Färbetechnik auf. Jetzt dreht sich alles um „Energie“. Die Kinder bastelten schon kleine Windräder und ließen einen Solarzeppelin schweben. Sie identifizierten die „Stromfresser“ in der Kita und fragten: Muss das wirklich alles angeschlossen sein?</p>



<p>Über die Fragen der Kinder gelangt das Thema Nachhaltigkeit praktisch nebenbei in die Elternhäuser. Beim Müllsammeln während des „Cleanup-Days“ wollten die Kinder von den Erzieherinnen wissen, warum die Leute so viel wegwerfen. Beim Abholen fragte ein Mädchen dann ihre Mutter: „Mama, warum kaufst du Paprika in Plastikfolie?“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Energieeffizienz und Ressourcenschonung</h2>



<p>Die pädagogische Seite ist das eine, die technisch-organisatorische das andere. Denn die Kita Steinbüchel und die Stadt Meckenheim als Träger gehen mit gutem Beispiel voran, sparen Energie und Ressourcen:</p>



<div style="height:7px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der neue Wärmepumpentrockner ist besonders energieeffizient.</li>



<li>Die Lampen werden nach und nach durch LED-Leuchten ersetzt.</li>



<li>Die Wasserhähne in den Gruppenküchen funktionieren über Sensoren.</li>



<li>Das Team verwendet aufladbare Akkus statt Batterien.</li>



<li>Vorbereitetes Obst und Gemüse wird nicht mehr mit Frischhaltefolie abgedeckt, sondern mit wiederverwendbaren Bienenwachstüchern oder angefeuchteten Papiertüchern.</li>



<li>In die Jahre gekommene Spiel- und Spielplatzgeräte aus Naturmaterialien sollen im Sinne der Ressourcenschonung erhalten bleiben. Eltern und Kinder halfen zuletzt dabei mit, sie abzuschleifen und zu lasieren.</li>



<li>Transportwege, Herstellungsbedingungen sowie Materialien werden bei Anschaffungen kritisch hinterfragt.</li>
</ul>



<p>Simone Kerz rät Einrichtungen, die beim Thema Nachhaltigkeit noch am Anfang stehen: „Macht euch einfach auf den Weg. Meistens bekommt man mehr hin, als man denkt.“ Angst vor Mehrarbeit solle man ablegen. „Wenn die Projekte erst einmal gestartet sind, sind das Selbstläufer, weil die Kinder sich mit eigenen Ideen einbringen. Uns hat das nicht belastet, sondern bereichert.“</p>
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		<title>Echt praktisch</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/echt-praktisch-6/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 06:37:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Echt praktisch]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaanpassung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt eine Vielzahl an Leitfäden und Anleitungen speziell für Kitas zur Klimaanpassung. „Klimaschutz und Klima­anpassung in Kindertageseinrichtungen“ vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband:https://kurzelinks.de/9wlo Die Alice Salomon Hochschule stellt die Broschüre „Wege zu einer nachhaltigen Kita“ zur Verfügung (PDF):https://kurzelinks.de/xz6h Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat ebenfalls Informationen (PDF): „Umwelt­ und Klimaschutz in Kinder­tageseinrichtungen“:https://kurzelinks.de/ealx Wie lässt sich ein nachhaltiges Konzept &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/echt-praktisch-6/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Echt praktisch“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es gibt eine Vielzahl an Leitfäden und Anleitungen speziell für Kitas zur Klimaanpassung. <strong>„Klimaschutz und Klima­anpassung in Kindertageseinrichtungen“</strong> vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband:<br><a href="https://kurzelinks.de/9wlo" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kurzelinks.de/9wlo</a><br><br>Die Alice Salomon Hochschule stellt die Broschüre <strong>„Wege zu einer nachhaltigen Kita“</strong> zur Verfügung (PDF):<br><a href="https://kurzelinks.de/xz6h" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kurzelinks.de/xz6h</a><br><br>Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat ebenfalls Informationen (PDF): <strong>„Umwelt­ und Klimaschutz in Kinder­tageseinrichtungen“</strong>:<br><a href="https://kurzelinks.de/ealx" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kurzelinks.de/ealx</a><br><br>Wie lässt sich ein nachhaltiges Konzept in der Kitapraxis umsetzen? Hier gibt es wertvolle Anregungen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>„Mehr, mehr, mehr! Ein Leitfaden für mehr Klimaschutz in Kindertageseinrichtungen“</strong>: <br><a href="https://kurzelinks.de/ldc5" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kurzelinks.de/ldc5</a></li>



<li>Das Praxisheft <strong>„KlimaGesundheit, Aktiv für Kitas“</strong> findet man auf:<br><a href="https://www.kosmos-b.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.kosmos-b.de</a></li>



<li><strong>„Nachhaltig durchs Kitajahr“</strong> – eine Broschüre des Klima- Kita-Netzwerks: <br><a href="https://kurzelinks.de/ehd5" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kurzelinks.de/ehd5</a></li>
</ul>



<p>Wie kann Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kitas gestaltet werden? Eine Antwort liefert die Publikation <strong>„Kitas auf dem Weg in die Zukunft“</strong> (PDF):<br><a href="https://kurzelinks.de/wvf4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kurzelinks.de/wvf4</a><br><br>Ein guter Startpunkt für Kitas in Sachen Klima- und Umweltschutz ist dieses Papier aus Schleswig-Holstein:<br><a href="https://kurzelinks.de/24s7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kurzelinks.de/24s7</a><br><br>Eine umfassende Übersicht dazu, wie Kitas konkret auf Klimaveränderungen reagieren können, bietet die Webseite <strong>„Klima Mensch Gesundheit – Tipps für Kitas und Schulen“</strong> unter dem Suchbegriff Kita:<br><a href="https://www.klima-mensch-gesundheit.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.klima-mensch-gesundheit.de</a><a href="https://www.klima-mensch-gesundheit.de"><br></a><br>Weitere hilfreiche Broschüren und Materialien sind hier gebündelt:<br><a href="https://www.saveourfuture.de/aktuelles/kita-paket" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.saveourfuture.de/aktuelles/kita-paket</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong><u>Fortbildungsangebote</u></strong>:</h3>



<p><strong>Stiftung Kinder forschen</strong></p>



<p><a href="https://www.stiftung-kinder-forschen.de/fortbildungen/nachhaltige-entwicklung/">Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) | Fortbildungen für Kita, Hort und Grundschule &#8211; Stiftung Kinder forschen</a></p>



<p><strong>Klima Kita Netzwerk, Innowego – Forum Bildung &amp; Nachhaltigkeit eG</strong></p>



<p><a href="https://klima-kita-netzwerk.de/veranstaltungen">https://klima-kita-netzwerk.de/veranstaltungen</a></p>



<p><strong>Klimakita.NRW</strong></p>



<p><a href="https://www.energy4climate.nrw/fileadmin/Themen/Klimabildung/2025_KlimaKita.NRW_Fortbildungen.pdf">2025_KlimaKita.NRW_Fortbildungen.pdf</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><u><strong>Weiterführendes Informations- und Bildungsmaterial</strong></u></h3>



<p><strong>Bildungscent e.V., „KlimaGesundheit – Aktiv für Kitas“</strong></p>



<p><a href="https://klimagesundheit.bildungscent.de">https://klimagesundheit.bildungscent.de</a></p>



<p>Innowego – Forum Bildung &amp; Nachhaltigkeit eG, „Klima Kita Netzwerk“</p>



<p><a href="https://klima-kita-netzwerk.de">https://klima-kita-netzwerk.de</a></p>



<p>Bund für Bildung e.V., „Extremwetterfibel“</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-bund-f-r-bildung-e-v wp-block-embed-bund-f-r-bildung-e-v"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="17pOVZctKy"><a href="https://bundfuerbildung.de/extrem-wetter-fibel-was-tun-bei-hitze-regen-sturm/">Extremwetter Fibel: Was ist zu tun bei Hitze, Regen, Sturm?</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Extremwetter Fibel: Was ist zu tun bei Hitze, Regen, Sturm?&#8220; &#8212; Bund für Bildung e. V." src="https://bundfuerbildung.de/extrem-wetter-fibel-was-tun-bei-hitze-regen-sturm/embed/#?secret=urDgrW2KNS#?secret=17pOVZctKy" data-secret="17pOVZctKy" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p></p>



<p><strong>S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung „KlimaFuchs“</strong></p>



<p><a href="https://www.klimafuchs-kita.de">https://www.klimafuchs-kita.de</a></p>



<p><strong>EPiZ – Entwicklungspädagogisches Informationszentrum Reutlingen</strong>, Buch „Prima Klima von Anfang an, Kitas für Future“</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-kita-global wp-block-embed-kita-global"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="lRSUuKXCM7"><a href="https://kita-global.de/prima-klima-von-anfang-an/">Prima Klima von Anfang an</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Prima Klima von Anfang an&#8220; &#8212; KiTA GLOBAL" src="https://kita-global.de/prima-klima-von-anfang-an/embed/#?secret=RqjMx8XJED#?secret=lRSUuKXCM7" data-secret="lRSUuKXCM7" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p><strong>Bundesministerium für Bildung und Forschung, „Bildung für nachhaltige Entwicklung &#8211; Frühkindliche Bildung“</strong></p>



<p><a href="https://www.bne-portal.de/bne/de/einstieg/bildungsbereiche/fruehkindliche-bildung/fruehkindliche-bildung.html">Frühkindliche Bildung &#8211; BNE-Portal Kampagne</a></p>



<p></p>
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		<title>Klimawandel-Ängste</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/klima-expertin-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2025 12:01:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps vom Profi]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum ist es wichtig, dass sich Kitas auch mit den psychischen Folgen des Klimawandels auseinandersetzen? Kinder lernen gerade erst, sich selbst zu regulieren. Sie brauchen also Erwachsene, die ihnen bei der Benennung und Verarbeitung von Gefühlen helfen. Deshalb ist es wichtig, dass sich Kitas damit beschäftigen, wie es Kindern im Zusammenhang mit dem Klimawandel geht. &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/klima-expertin-2/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Klimawandel-Ängste“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<!-- div class="rechte-spalte"></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4003 size-medium" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/07/Katharina-van-Bronswijk.png" alt="" width="222" height="300">&nbsp;</strong></p>
<p><sup>Die Psychologin und Psychotherapeutin Katharina van Bronswijk ist ausgebildet für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Sie engagiert sich im Verein „Psychologists/Psychotherapists for Future“ für den Klimaschutz. Zum Thema Klimawandel hat sie eine Vielzahl von Beiträgen und Büchern veröffentlicht.</sup></p>
<p></div -->




<h3 class="wp-block-heading">Warum ist es wichtig, dass sich Kitas auch mit den psychischen Folgen des Klimawandels auseinandersetzen?</h3>



<p>Kinder lernen gerade erst, sich selbst zu regulieren. Sie brauchen also Erwachsene, die ihnen bei der Benennung und Verarbeitung von Gefühlen helfen. Deshalb ist es wichtig, dass sich Kitas damit beschäftigen, wie es Kindern im Zusammenhang mit dem Klimawandel geht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Machen sich Kitakinder denn überhaupt schon Gedanken darüber?</h3>



<p>Das hängt davon ab, wie viel sie von ihrem Umfeld mitbekommen, also ob sie zum Beispiel mit ihren Eltern Kinderbücher zum Thema lesen oder ob sie gemeinsam Bildungsformate ansehen, die Umweltzerstörung und Tierschutz behandeln. Sie nehmen aber auch wahr, wenn Erwachsene in ihrem Umfeld belastet sind. Kinder bekommen also bereits mit, dass Klimawandel unangenehm und gefährlich ist – wenngleich nicht auf dem Abstraktionslevel von Erwachsenen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie zeigen sich diese Ängste und Sorgen?</h3>



<p>Das kindliche Gehirn macht sich vereinfachte Vorstellungen von abstrakten Themen. Wenn sich die Kinder Erderwärmung erklären wollen, stellen sie sich vielleicht vor, dass die Erde schmilzt. Auf jeden Fall merken sie aber, dass etwas mit der Umwelt nicht in Ordnung ist, und machen sich Gedanken über andere Kinder oder über Tiere. Dann fragen sie schon mal: Warum geht es den Eisbären nicht gut? Sterben die Schmetterlinge aus? Mit diesen Gefühlen kommen sie in die Kita. Und dann ist es gut, wenn man weiß, wie man das auffangen kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist dabei zu beachten?</h3>



<p>Vor allem jüngere Kinder beziehen viel auf sich. Sie verarbeiten Dinge wie die Umweltverschmutzung schuldhaft und fühlen sich verantwortlich: Was habe ich falsch gemacht? Es ist wichtig, ihnen zu vermitteln, dass sie nicht daran schuld sind, dass es den Eisbären schlecht geht. Und dass sie auch nicht dafür verantwortlich sind, die Eisbären zu retten. Das ist die Aufgabe von uns Erwachsenen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie gehen pädagogische Fachkräfte am besten dabei vor?</h3>



<p>Den Fokus der Kinder auf die eigenen Handlungen können die Fachkräfte positiv nutzen. Kinder erleben auch mit kleinen Beiträgen viel Selbstwirksamkeit, wenn sie zum Beispiel bei Projekten Müll trennen oder Insektenhotels bauen. Das hilft ihnen beim Umgang mit ihren Gefühlen, weil sie merken, dass sie etwas zur Lösung beitragen<br>können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie erlangen Fachkräfte im Umgang mit dem Thema Sicherheit?</h3>



<p>Viele Kompetenzen, die es im Umgang mit dem Klimawandel braucht, bringen die Fachkräfte den Kindern ohnehin bei. Da geht es um lösungsorientiertes Denken. Einfache Beispiele: Kinder lernen, an heißen Tagen besonders viel zu trinken, sich mit Sonnenschutz einzucremen, sich im Schatten und nicht zu lange in der Hitze aufzuhalten. Oder es geht um den Umgang mit Gefühlen. Um beim Eisbär-Beispiel zu bleiben: Die Kinder müssen sich verstanden fühlen, es muss nicht immer eine Lösung geben. Das gelingt, indem man ihnen zeigt, dass man ihre Eindrücke und Sorgen nachvollziehen kann: „Ja, es ist wirklich doof, dass es den Eisbären nicht so gut geht.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Für die Fachkräfte selbst kann der Klimawandel auch mit Unsicherheiten verbunden sein.</h3>



<p>Wir als Erwachsene müssen uns erst einmal selbst darüber klar werden, was das Thema mit uns macht, damit wir den Kindern einen stützenden Rahmen bieten können. Wir müssen unsere eigenen Klimagefühle sortieren, Klimatrauer verarbeiten und mit Klimaangst umgehen, damit wir nicht überfordert sind, wenn Kinder das Thema ansprechen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das ist wahrscheinlich einfacher gesagt als getan. Wie gelingt es mir, mit dem Thema selbst gut umzugehen?</h3>



<p>Wir wissen, dass es bei globalen Krisen in Bezug auf das eigene Ohnmachtserleben hilft, wieder handlungsfähig zu werden. Für Fachkräfte kann das im Kleinen bedeuten, mit den Kindern ein Insektenhotel zu bauen. Das hält zwar das Artensterben nicht auf, aber es ist mein Beitrag und passt zu meinen Werten. Erwachsene haben außerdem die Fähigkeit zum abstrakten Denken. Ich kann auf der kollektiven Ebene denken und verstehe deshalb auch, dass die Welt nicht davon gerettet ist, dass ich auf mein Schnitzel verzichte. Also schaue ich auf der systemischen, auf der gesellschaftlichen Ebene, wie ich meinen Teil dazu beitragen kann, positive Veränderungen zu bewirken. Das kann in der Kita zum Beispiel darin bestehen, der Kitaleitung oder dem Träger das Programm Bildung für nachhaltige Entwicklung – kurz: BNE – näherzubringen und es in der Kita einzuführen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das setzt viel Engagement voraus. Nicht alle können diese Energie aufbringen.</h3>



<p>Wir müssen unsere eigenen Grenzen anerkennen. Manchmal sind die kleinen Alltagssorgen wichtiger als globale Probleme. Also ganz banal: Erst kaufe ich ein und koche mir etwas; wenn ich dann noch Zeit und Energie habe, engagiere ich mich für den Klimaschutz. Man muss die Balance finden zwischen kollektiver Wirksamkeit und Selbstfürsorge, ansonsten hält man es langfristig nicht durch. Hinzu kommt, dass ich lernen muss, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann. Bei der Verarbeitung ist es hilfreich, darüber zu sprechen und sich verstanden zu fühlen. Mit den Klimawandel-Ängsten verhält es sich so ähnlich wie bei Liebeskummer: Man muss da halt durch.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was kann ich tun, wenn Kolleginnen und Kollegen den Klimawandel nicht ernst nehmen und Gespräche deshalb schwierig sind?</h3>



<p>Die Menschen dürfen nicht den Eindruck haben, dass man ihnen Schuldgefühle machen will oder ihnen etwas vorschreiben möchte. Darauf reagieren sie reaktant: Sie reagieren also trotzig, weil sie sich in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen. Es geht darum, nicht moralisierend aufzutreten, sondern offen zu sein und mit einer neugierigen Haltung zu versuchen, den Standpunkt und Werte der anderen Person zu verstehen. Dann lassen sich Argumente finden, warum dem Gegenüber Klimaschutz wichtig sein sollte – sei es aus Gründen des Gesundheitsschutzes, des Gerechtigkeitsempfindens oder der wirtschaftlichen Stabilität des Landes. Es gibt auch Menschen, die bei dem Thema überreagieren oder gar nicht mehr zuhören. Dann ist es sinnvoll, das Wort „Klima“ zu vermeiden: „Findest du nicht, dass unser Außengelände mit Begrünung und einem Insektenhotel schöner aussehen würde?“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Haben Sie Tipps für Kitas, die sich mit dem Klimawandel auseinandersetzen wollen?</h3>



<p>Die Bewegung „Parents for Future“ hat sich das „Klimamonster Kit“ ausgedacht. Auf dieser <a href="https://www.klima-kit.de/kita/">Webseite</a> sind viele Ideen für Projekte und Materialien wie Bücher zusammengestellt, mit denen auch Fachkräfte in Kitas arbeiten können. Es gibt auch ein Klima-Projekt ganz konkret für Kitas, den <a href="https://www.klimafuchs-kita.de/">Klimafuchs</a>.</p>



<p class="has-text-align-right"><em>Die Fragen stellte Holger Toth</em></p>



<p></p>
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		<title>Ethik für pädagogisches Handeln</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/ethik-fur-padagogisches-handeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 06:37:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[pädagogisches Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Reckahner Reflexionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beziehungen sind das Herzstück pädagogischer Arbeit. Im Alltag mit Kindern kommt es auf Feinfühligkeit, Sprache und Haltung an – oft in herausfordernden Situationen. So kann es trotz bester Absichten passieren, dass der Ton zu scharf, der Kommentar verletzend ist. Dies geschieht zumeist aus einem Affekt heraus, weniger aus der Absicht, das Kind herabzuwürdigen. Für das &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/ethik-fur-padagogisches-handeln/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ethik für pädagogisches Handeln“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Gewaltfreie Erziehung ist ein Kinderrecht</p>
<p>_Die Reckahner Reflexionen laden ein, den Umgang mit Kindern selbstkritisch zu hinterfragen</p>
<p>_In Morbach ist das Konzept in der pädagogischen Fachberatung verankert</p>
<p></div>



<p>Beziehungen sind das Herzstück pädagogischer Arbeit. Im Alltag mit Kindern kommt es auf Feinfühligkeit, Sprache und Haltung an – oft in herausfordernden Situationen. So kann es trotz bester Absichten passieren, dass der Ton zu scharf, der Kommentar verletzend ist. Dies geschieht zumeist aus einem Affekt heraus, weniger aus der Absicht, das Kind herabzuwürdigen. Für das betroffene Kind macht dies jedoch keinen Unterschied. Grund genug, das eigenen Handeln und Tun zu hinterfragen. Anregungen dazu geben die sogenannten Reckahner Reflexionen, die von der Erziehungswissenschaftlerin Annedore Prengel gemeinsam mit Mitstreiterinnen und Mitstreitern anderer Professionen entwickelt wurden. </p>



<p>Diese ethischen Leitlinien für Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und verantwortliche Erwachsene in allen Bereichen des Bildungswesens formulieren in nur zehn kurzen Absätzen, was in der Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern ethisch begründet beziehungsweise ethisch unzulässig ist. „Diese Leitlinien geben eine Möglichkeit der Haltung im pädagogischen Miteinander vor“, erklärt Jasmin Kühl, KIR-FAM-Fachkraft der Gemeinde Morbach. KIRFAM steht für Kinderrechte, Resilienzorientierung, Familienunterstützung.</p>



<p>„Gewalt wird bis heute eher auf einer körperlichen Ebene wahrgenommen. Seelische Verletzungen stehen viel weniger im Fokus. Die Leitlinien sollen pädagogische Fachkräfte anregen, darüber nachzudenken, was ihre Sprache oder ihre Haltung bei den ihnen Anvertrauten bewirken kann – im negativen wie auch im positiven Sinn“, fasst sie zusammen. Sie hat die Fortbildung „Train the Trainer“ zu den ethisch-pädagogischen Orientierungshilfen absolviert. Jasmin Kühl und ihre Kollegin Miriam Vogt arbeiten gemeinsam als Fachberaterinnen für die Gemeinde Morbach und sind für den Bereich Kinderschutz und Kinderrechte Ansprech-partnerinnen. Beide Pädagoginnen stehen den acht Einrichtungen des Trägers beratend zur Seite.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Leitbild entwickeln und leben</h2>



<p>Orientiert eine Einrichtung ihr Leitbild an den Kinderrechten, erfordert dies eine fortlaufende Auseinandersetzung damit, da das Thema den Kita-Alltag auf vielfältige Weise und auf zahlreichen Ebenen prägt. Darum ermöglichte der Kitaträger allen acht Kitateams, die Grundsätze ethisch-pädagogischer Haltung nach Reckahn im Rahmen einer Inhouse-Fortbildung kennenzulernen, was die Basis für ein gemeinsames Verständnis geschaffen hat. Trotzdem ist die Expertise von Jasmin Kühl und Miriam Vogt im Kita-Alltag gefragt, denn die Leitbilder müssen in die Praxis übertragen, also gelebt und womöglich angepasst werden. </p>



<p>„Konkret sieht das so aus, dass wir beispielsweise die Kitateams bei der Erarbeitung und Überprüfung ihrer Schutzkonzepte beraten“, erklärt Jasmin Kühl ihre Aufgabe. „Oder wir schauen uns Schlüsselsituationen wie das Mittagessen an: Was könnte hier verbessert werden? Wann fällt es den Kolleginnen und Kollegen schwer, gegenüber den Kindern eine positive Haltung zu bewahren?“ Die Teams oder die Leitungen können die Beraterinnen natürlich auch unkompliziert kontaktieren, wenn es ganz akuten Bedarf gibt. „Manchen fällt es schwer, offen anzusprechen, wenn sie das Verhalten einer Kollegin oder eines Kollegen als problematisch empfinden. In solchen Fällen unterstützen wir mit Impulsen für eine wertschätzende und konstruktive Feedbackkultur im Team“, nennen die Pädagoginnen ein Beispiel. Darüber hinaus gibt es Präsenzzeiten in den Einrichtungen, in denen sie und ihre Kollegin direkt vor Ort sind. „Es ist ein lebendiger Austausch“, fasst Miriam Vogt zusammen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Herausforderungen meistern</h2>



<p>Wollen sich Kindertageseinrichtungen mit den Reckahner Reflexionen beschäftigen und diese in ein Leitbild gießen, müssen sie dafür die nötigen personellen und zeitlichen Ressourcen einplanen. Neben diesen strukturellen Herausforderungen sieht Miriam Vogt eine weitere in der Bereitschaft der einzelnen Teammitglieder, sich mit der eigenen Biografie auseinanderzusetzen. </p>



<p>„Wie gelingt es, die Mitarbeitenden zum Nachdenken zu bringen, sodass sie an die eigenen internalisierten Überzeugungen und Werte herangehen und daran arbeiten? Wir bemerken hier oft eine große Verunsicherung“, verdeutlicht Jasmin Kühl und ergänzt: „Institutionen sind noch nicht lange gesetzlich dazu verpflichtet, sich mit gewaltfreier Erziehung zu befassen und sie umzusetzen.“ Es sei deshalb für so manche Fachkraft eine große Veränderung, viele kennen diesen Ansatz aus der eigenen Ausbildung nicht. „Dann kommen Fragen auf wie: ‚Darf ich denn jetzt gar nichts mehr? Nichts mehr sagen, bestimmen, entscheiden?‘“ Leitungen müssten gerade diese verunsicherten Teammitglieder gut mitnehmen. Denn gewaltfreie Erziehung ist nicht gleichbedeutend mit „Kuschelpädagogik“. Kühl: „Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung Sicherheit und Klarheit von Erwachsenen, die diese Verantwortung in einer wertschätzenden Weise wahrnehmen.“ Das sind neben den Kitafachkräften natürlich auch die Eltern.</p>



<p>Um auch diese für das Thema Kinderrechte zu sensibilisieren, finden in den Einrichtungen, für die Jasmin Kühl und Miriam Vogt zuständig sind, jährlich Projektwochen oder -tage statt. Die Kinder erarbeiten dazu an jedem Tag auf unterschiedlichste Weise ein Kinderrecht – und berichten davon natürlich ihren Eltern. Diese werden außerdem zu einem Präsentationsnachmittag eingeladen, der regelmäßig gut besucht ist. Eine gute Gelegenheit, ganz niederschwellig zu Kinderrechten ins Gespräch zu kommen. Klassische Elternabende haben sich als weniger erfolgreich erwiesen. „Die Kitaleitung kann das Thema auch bei den Aufnahmegesprächen anbringen, wenn den Eltern das Konzept und Leitbild der Einrichtung erklärt wird“, schlägt Kühl außerdem vor. Das fördere eine gemeinsame Verständigung auf die Grundhaltung: Keine Gewalt!&nbsp;&nbsp;</p>



<div style="height:42px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-gruen"> </p>
<h2 style="text-align: center;">Weitere Informationen</h2>
<p>Die Reckahner Reflexionen zum Nachlesen:<br />
<a href="https://paedagogische-beziehungen.eu"target="_blank">www.paedagogische-beziehungen.eu </a><br />
</div>
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		<item>
		<title>Rollenklarheit und Transparenz sind Schlüsselfaktoren</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/rollenklarheit-und-transparenz-sind-schluesselfaktoren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 06:36:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frau Dr. Gregersen, warum reicht es nicht aus, wenn Kitaleitungen oder Kitaträger den Beschäftigten zum Beispiel Zuschüsse zu Fitnesskursen gewähren und das Thema Gesundheit damit abhaken? Die Einflussfaktoren auf die Gesundheit sind vielfältig. Es ist mehrfach belegt, dass die Gesundheit der Beschäftigten in Zusammenhang mit ihrer Arbeit steht. Natürlich ist „Arbeit“ nur ein Faktor unter &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/rollenklarheit-und-transparenz-sind-schluesselfaktoren/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Rollenklarheit und Transparenz sind Schlüsselfaktoren“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<!-- div class="rechte-spalte"></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4003 size-medium" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/08/Dr_Sabine_Gregersen.png" alt="" width="222" height="300">&nbsp;</strong></p>
<p><sup>Dr. Sabine Gregersen beschäftigt sich bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) unter anderem mit der Frage, wie eine gesunde Führung im Gesundheits- und Sozialwesen, also auch in Kitas, aussehen sollte.</sup></p>
<p></div -->




<h3 class="wp-block-heading">Frau Dr. Gregersen, warum reicht es nicht aus, wenn Kitaleitungen oder Kitaträger den Beschäftigten zum Beispiel Zuschüsse zu Fitnesskursen gewähren und das Thema Gesundheit damit abhaken?</h3>



<p>Die Einflussfaktoren auf die Gesundheit sind vielfältig. Es ist mehrfach belegt, dass die Gesundheit der Beschäftigten in Zusammenhang mit ihrer Arbeit steht. Natürlich ist „Arbeit“ nur ein Faktor unter mehreren, aber durchaus ein zentraler. Führungskräfte sind Gestalter von Arbeitsbedingungen und stellen selbst eine Arbeitsbedingung dar. Letztlich kann eine Führungskraft auch nur an dieser Stelle Einfluss nehmen; sie sollte diese Chance und ihren Spielraum auf jeden Fall nutzen. Es geht also darum, im Hinblick auf Gesundheit diejenigen Aspekte, die sich gestalten lassen, positiv zu gestalten.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das klingt einleuchtend. Worin bestehen die Schwierigkeiten in der Umsetzung dieses Gedankens?</h3>



<p>Es ist gut möglich, dass Personen mit Leitungsfunktion in einem Rollenkonflikt stecken: Sie sind nicht mehr Teil des normalen Kitateams, fühlen sich aber auch in ihrer Führungsposition nicht zu Hause. Das bringt Herausforderungen mit sich, die diese neuen Führungskräfte annehmen und akzeptieren müssen. Um diese Rolle auszufüllen, sind oft weitere und andere Qualifikationen notwendig. Zudem ist die Situation in den Kitas selbst schwierig, wenn man den Fachkräftemangel, die Pandemiefolgen sowie die gestiegenen Erwartungen der Politik und nicht zuletzt der Eltern an die Fachkräfte bedenkt. Das sind viele Baustellen, um die sich eine Kitaleitung kümmern muss.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sind Kitaleitungen demnach stärker belastet als die übrigen pädagogischen Fachkräfte, weil zu den ohnehin bestehenden Belastungen noch der Rollenkonflikt hinzukommt?</h3>



<p>Ganz allgemein stehen Führungskräfte unter einem erhöhten Zeitdruck und haben eine höhere Arbeitsintensität als die Beschäftigten ohne Leitungsfunktion. Das ist ein Stressor. Auf die positive Seite zahlt ein, dass sie mehr Spielraum haben und eigene Prioritäten setzen können, etwa den Ablauf ihres Arbeitstages freier gestalten können. Wir wissen allerdings, dass die Balance zwischen Stressoren und Ressourcen bei vielen Kitaleitungen nicht stimmt. Sie befinden sich oft in einer Zwickmühle, da sie häufig nicht ausreichend Zeitressourcen für ihre Leitungsaufgaben zur Verfügung gestellt bekommen, zudem im Gruppendienst tätig sind und auch die durch den Träger an sie herangetragenen Aufgaben bewältigen müssen. Da sind gute Entscheidungen schwierig.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was meinen Sie damit?</h3>



<p>Die Kitaleitung befindet sich häufig in einem Dilemma. Ganz typisch: Eine Krankmeldung kommt rein, die Gruppe ist unterbesetzt. Was jetzt? Schließe ich die Gruppe? Dann sind die Eltern verärgert. Springe ich selbst ein? Die Ressourcen habe ich eigentlich nicht. Ziehe ich eine Erzieherin aus der anderen Gruppe ab mit der Konsequenz, dass deren Ausflug nicht stattfinden kann und die Kinder enttäuscht sind? Dann trägt der Träger vielleicht noch Ideen an die Leitung heran, die sie umsetzen soll, wozu sie jedoch das ohnehin überlastete Team gewinnen müsste. Solange eine Kitaleitung versucht, es allen recht zu machen, kann es ihr selbst nicht richtig gut gehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Welchen Ausweg sehen Sie?</h3>



<p>Ein zentraler Punkt ist, den Kitaleitungen ausreichende Zeitressourcen für Leitungstätigkeiten einzuräumen. Außerdem muss die Leitungskraft akzeptieren, dass es häufig keine gute Entscheidung geben kann, die alle zufriedenstellt. Man kann nicht immer allen gerecht werden. Das anzuerkennen hilft ungemein und entlastet auch. Wichtig ist, allen Betroffenen gegenüber transparent zu machen, warum eine Entscheidung so ausfällt, wie sie ausfällt. Das alles klingt in der Theorie vielleicht einfach, ist es in der Praxis aber nicht. Es gibt dennoch Wege, die nötigen Kompetenzen zu trainieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gehen wir davon aus, dass die Kitaleitung für sich Strategien gefunden hat, gut mit ihren eigenen Belastungen umzugehen – wie kann dann eine gesundheitsförderliche Führung aussehen?</h3>



<p>Der Dreh- und Angelpunkt ist Kommunikation: die Besprechungskultur überdenken und überlegen, wie das Team und die Leitung in einen Austausch zur Gesundheits- und Arbeitssituation kommen können. Etwa, welches Format sich anbietet, um darüber zu sprechen, was gut und weniger gut läuft, was die Beschäftigten brauchen, wie es ihnen geht. Das geht im Alltag oft unter. Deshalb sollte es Bestandteil jeder Dienstbesprechung sein – das muss nicht bedeuten, dass man lange darüber redet, sondern effektiv. Es genügen Fragen wie: Was funktioniert gut, was nicht? Was braucht ihr, damit Dinge besser laufen können? Die Zeit sollte man sich nehmen – und dann auch weiterverfolgen, was daraus wird, und am Ball bleiben.&nbsp;&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das heißt, Aktionen wie ein Kurs zu rückengerechtem Arbeiten sind eher ein „Nice-to-have“ für die Gesundheit der Beschäftigten, zuerst muss als Basis eine gemeinsame Teamkultur geschaffen werden?</h3>



<p>Das würde ich so nicht sagen. Es gibt durchaus unterschiedliche Herangehensweisen, aber leider kein Patentrezept, das man für jede Einrichtung und jedes Team anwenden kann. Allerdings: In dem Moment, in dem ich als Beschäftigte merke, dass meine Leitung meine Gesundheit in den Mittelpunkt stellt, weil sie möchte, dass es mir bei der Arbeit besser geht und dass meine Arbeitsbedingungen so gestaltet sind, dass ich gesund arbeiten kann, dann ist das ein Türöffner für eine Verbesserung. Habe ich aber den Eindruck, jetzt machen „die da oben“ wieder nur ein Projekt, weil es vorgeschrieben ist, dann kann dies die Situation verschlechtern. Ein guter Einstieg könnte die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen sein. Kitaleitungen sollten zudem lernen, gut für sich selbst zu sorgen, für ihre Gesundheit achtsam zu sein und Gesundheit als Wert zu erkennen. Dahinter steht der Gedanke: „Wie kann ich achtsam sein für andere, wenn ich es nicht für mich selbst bin?“&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Raten Sie dazu, dass sich Kitaleitungen gerade im Bereich der gesunden Führung zusätzlich qualifizieren?</h3>



<p>Das wäre sehr wichtig. Hier sehe ich auch die Träger in der Verantwortung, ein Führungsleitbild als Grundlage für die Organisations- und Personalentwicklung zu entwerfen. In Bezug auf die Gesundheitsförderung der Beschäftigten, die Leitungen ein-geschlossen, besteht zudem die Möglichkeit, sich durch ihren zuständigen Unfallversicherungsträger oder auch eine Krankenkasse Unterstützung zu holen.</p>



<p class="has-text-align-right"></p>



<p class="has-text-align-right"><em>Die Fragen stellte Stefanie Richter</em></p>



<div style="height:42px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-orange"> </p>
<h2 style="text-align: center;">Weitere Informationen</h2>
<p>Gefährdungsbeurteilung psychischer Gesundheit:  Wie Sie psychischen Belastungen entgegenwirken;  Beitrag in KinderKinder 1/2022:<br />
<a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/wie-sie-psychischen-belastungen-entgegenwirken/">kurzelinks.de/7ex1</a></p>
<p></div>
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		<title>Vernetzt ist nicht immer smart</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/vernetzt-ist-nicht-immer-smart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 06:37:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Cybersicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei Cybersicherheit denken Sie an Back-ups, sichere Passwörter und regelmäßige Software-Updates? Und sagen vielleicht: „Machen wir bei uns in der Kita doch alles! Und wir sensibilisieren die pädagogischen Fachkräfte dafür, vorsichtig zu sein beim Öffnen von E-Mails.“ Sehr gut! Doch Cybersicherheit geht über die Arbeit am Computer hinaus. Denn Hackerangriffe zielen nicht nur auf die &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/vernetzt-ist-nicht-immer-smart/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Vernetzt ist nicht immer smart“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Vernetzung bietet potenzielle Angriffsfläche für Cyberkriminelle</p>
<p>_Geräte nur mit dem Internet verbinden, wenn es unbedingt nötig ist</p>
<p>_Umgang mit Cybersicherheit systematisieren und Notfallpläne entwickeln</p>
<p></div>



<p>Bei Cybersicherheit denken Sie an Back-ups, sichere Passwörter und regelmäßige Software-Updates? Und sagen vielleicht: „Machen wir bei uns in der Kita doch alles! Und wir sensibilisieren die pädagogischen Fachkräfte dafür, vorsichtig zu sein beim Öffnen von E-Mails.“ Sehr gut! Doch Cybersicherheit geht über die Arbeit am Computer hinaus. Denn Hackerangriffe zielen nicht nur auf die Erbeutung sensibler Daten ab. Sie können auch ganz direkt den Arbeitsschutz betreffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vernetzung erhöht Komfort, Effizienz – und das Risiko</h2>



<p>Die Zahl der vernetzten Geräte steigt auch in Kitas. Smarte Türen öffnen und schließen sich auf Knopfdruck oder sogar wie von Geisterhand, wenn sich zugangsberechtigte Personen nähern. Heizungs- und Klimaanlagen registrieren über Sensoren, ob sie sich einschalten müssen, und sorgen automatisch für eine angenehme Raumtemperatur. Gesteuert wird das alles über Funk- oder drahtlose Internetverbindungen.</p>



<p>Das erhöht zwar Komfort und Effizienz, birgt bei Fehlfunktionen aber auch Risiken. „Jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, bietet eine mögliche Angriffsfläche“, erklärt IT-Experte Jonas Stein: „Wenn Geräte dann gehackt werden, können sie ausfallen oder im schlimmsten Fall sogar zur Gefahr werden.“&nbsp;</p>



<p>Stein leitet beim Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) das Sachgebiet für Industrial Security. Dort untersucht er mit seinem Team Schwachstellen in Produkten, die bei einem Angriff Menschen gefährden könnten. Ein Beispiel: Aus dem Wasserhahn darf zum Schutz der Kinder maximal 43 Grad Celsius warmes Wasser kommen. Das lässt sich bei einigen modernen Warmwasseranlagen mithilfe von Apps einstellen, die sich über ein Smartphone steuern lassen. „Eine manipulierte Steuerung kann dazu führen, dass das Wasser über die zulässige Temperatur hinaus erhitzt wird“, sagt Jonas Stein. Plötzlich besteht die Gefahr, dass sich die Kinder verbrühen. Einfache Lösung: Das Anbringen eines mechanischen Ventils mit Verbrühschutz. Selbst bei einer Fehlfunktion der App wird das Wasser damit nicht mehr zu heiß – allerdings ist eine Vernetzung des Geräts dann auch gar nicht mehr nötig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Funksteckdosen sind aus der Entfernung angreifbar</h2>



<p>Ein ähnlich gelagerter Fall sind Steckdosen, die sich über eine Fernbedienung ein- und ausschalten lassen. „Diese Steckdosen sind leicht angreifbar. Manche kann man noch aus einer Entfernung von 100 Metern mit einer kopierten Fernbedienung steuern“, weiß Jonas Stein. Im harmlosen Fall sei daran nur eine LED-Lichterkette angeschlossen. „Wenn aber die Kaffeemaschine eingesteckt ist und das ganze Wochenende durchgehend läuft, wird es kritisch.“</p>



<p>Der Sachgebietsleiter Industrial Security empfiehlt Kitaleitungen, eine Liste zu erstellen mit Geräten, die über Funkfernbedienungen, Internet oder Sensoren gesteuert werden. „Zu dieser Liste überlege ich mir dann für jedes einzelne Gerät: Muss ich es wirklich mit dem Internet verbinden? Denn der einfachste Schutz besteht darin, es gar nicht erst zu vernetzen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Notfallpläne für wichtige Systeme</h2>



<p>Was tun, wenn wichtige vernetzte Systeme ausfallen? Recht simpel ist das, falls die Anlage für Internettelefonie (Voice over IP) ausfällt: Die Kitaleitung sollte ein Notfallhandy parat haben und die wichtigsten Rufnummern bereithalten. Aber wenn die smarte Schrankenanlage oder die intelligenten Türen nicht mehr reagieren? Dann muss es einen Plan B geben, um sie manuell bedienen zu können. Denn Fluchtwege müssen immer frei und Notausgänge immer zu öffnen sein.</p>



<p>Immerhin: Durch europäisches Recht sind Kitas gut geschützt, Hersteller haften für Sicherheitslücken. „Hacker zerstören keine Barrieren und verschaffen sich dadurch Zugang. Es ist nicht so, dass sie im übertragenen Sinne nur lange genug auf eine stabile Mauer einhämmern müssten“, räumt Stein mit einem Missverständnis auf. „Hacker können nur dann eindringen, wenn es bereits eine Schwachstelle gab, wenn die Mauer also schon ein Loch hatte und durchlässig war.“ Deshalb sind die Hersteller verpflichtet, diese Schwachstellen zu beseitigen und dadurch die Fehler in ihren Produkten beispielsweise mit Updates zu beheben.</p>



<p>Aber darauf sollten es die Kitas nicht ankommen lassen. Besser ist es, vorsichtig mit der Vernetzung umzugehen und nur Geräte mit dem Internet zu verbinden, bei denen es wirklich notwendig ist.</p>



<div style="height:46px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-orange"> </p>
<h2 style="text-align: center;">Notfallkontakt hinterlegen</h2>
<p>Tauchen sensible Daten im Internet auf oder streamt die gekaperte Überwachungskamera Livebilder aus dem laufenden Betrieb, müssen Kitas schnell reagieren. Für solche Cybersicherheitsnotfälle sollte die Zuständigkeit klar geregelt sein. Sinnvoll ist es, auf der eigenen Internetseite einen Notfallkontakt für die IT-Sicherheit nach einem internationalen Standard (RFC 9116) zu hinterlegen. Das klingt komplizierter, als es ist. Die Erstellung dauert für die IT-Abteilung oder IT-Dienstleister nur ein paar Minuten. Wie es geht, zeigt ein kurzes Erklärvideo auf der Seite des IFA: <br />
<a href="https://www.dguv.de/ifa/fachinfos/industrial-security/kontaktstandard-security-txt/index.jsp"target="_blank">www.dguv.de/securitytxt_DE</a></p>
<p></div>



<p></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unterwegs abgesichert</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/unterwegs-abgesichert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 06:36:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherungsschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kita macht einen Ausflug und bittet einige Eltern, die Gruppe zu begleiten. Spielt es eine Rolle, wohin der Ausflug geht? Sind die Eltern versichert? Für den Versicherungsschutz der Eltern sind das Ausflugsziel und auch die Dauer nicht entscheidend. Wichtig ist, dass die Veranstaltung in der organisatorischen Verantwortung der Kita statt-findet. Was bedeutet das? Das &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/unterwegs-abgesichert/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Unterwegs abgesichert“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Die Kita macht einen Ausflug und bittet einige Eltern, die Gruppe zu begleiten. Spielt es eine Rolle, wohin der Ausflug geht? Sind die Eltern versichert?</h3>



<p>Für den Versicherungsschutz der Eltern sind das Ausflugsziel und auch die Dauer nicht entscheidend. Wichtig ist, dass die Veranstaltung in der organisatorischen Verantwortung der Kita statt-findet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was bedeutet das?</h3>



<p>Das heißt im Grunde so viel, dass die Kita maßgeblichen Einfluss auf die Form und den Inhalt der Veranstaltung hat, sie also organisiert. Würde es sich um einen rein privat von den Eltern organisierten Ausflug für eine Kitagruppe handeln, dann bestünde kein gesetzlicher Versicherungsschutz – weder für die Kinder noch die Eltern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ist es von Bedeutung, ob Eltern, Großeltern oder auch der Babysitter zur Unterstützung dabei sind?</h3>



<p>Nein, das spielt für den Versicherungsschutz zunächst keine Rolle. Die Personen nehmen im Auftrag der Einrichtung teil, das heißt, sie bekommen in der Regel auch die Aufsichtspflicht übertragen. Sie agieren wie eine reguläre pädagogische Fachkraft. Deshalb ist es wichtig, dass die Personen geeignet sind. Wenn ein Elternteil den Waldausflug begleitet, um dort beispielsweise Pilze sammeln zu gehen, aber die Kinder nicht im Blick hat, dann wäre dies definitiv nicht die geeignete Person. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Müssen die Begleitpersonen explizit auf ihre Pflichten aufmerksam gemacht werden und ist es ratsam, das schriftlich festzuhalten?</h3>



<p>Die Begleitpersonen müssen konkret wissen, was von ihnen erwartet wird, etwa auch, dass sie sich nicht nur um ihre eigenen Kinder, sondern um die Gruppe kümmern müssen. Rein rechtlich ist es nicht notwendig, die Beauftragung schriftlich zu fixieren, aber es kann sicherlich nicht schaden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sind auch Geschwisterkinder versichert, die mitkommen müssen, weil sonst ein Elternteil die Gruppe nicht begleiten könnte?</h3>



<p>Das ist keine einfache Frage. Sofern sie während des Ausflugs in das pädagogische Konzept der Einrichtung eingebunden sind, könnte der gesetzliche Unfallversicherungsschutz greifen. Das muss man im Einzelfall prüfen. Auf jeden Fall sind die Geschwisterkinder aber immer über die Krankenversicherung abgesichert, falls etwas passieren sollte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Besteht der Versicherungsschutz für Eltern und Kinder auch nach dem offiziellen Ende des Ausflugs, beispielsweise während eines ungezwungenen Beisammenseins auf dem Kitagelände?</h3>



<p>Nein, das liegt nicht länger in der organisatorischen Verantwortung der Einrichtung. Deshalb ist dann bei einem Unfall nicht die gesetzliche Unfallversicherung, sondern die Krankenversicherung zuständig.</p>



<p><em>Die Fragen beantwortete Judith Häusler, Leiterin der Abteilung Recht der Unfallkasse Berlin</em></p>



<p></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Küchenfee“ versüßt den Schulstart</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/kuechenfee-versuesst-den-schulstart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 06:36:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Küchenfee]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderkinder.dguv.de/?p=7755</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mir gefällt es, den Kindern bei besonderen Anlässen wie Ostern oder Weihnachten eine Freude zu bereiten. Dafür horche ich in die Gruppen hinein und frage die Fachkräfte, was sinnvoll wäre. Beim Zuckertütenfest habe ich jetzt 19 Kindern aus der „Eichhörnchengruppe“ zur Einschulung einen Luftballon, Bunt- und Bleistifte, Radiergummi und Lineal geschenkt. Ein paar Süßigkeiten waren &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/kuechenfee-versuesst-den-schulstart/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„„Küchenfee“ versüßt den Schulstart“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Mir gefällt es, den Kindern bei besonderen Anlässen wie Ostern oder Weihnachten eine Freude zu bereiten. Dafür horche ich in die Gruppen hinein und frage die Fachkräfte, was sinnvoll wäre. Beim Zuckertütenfest habe ich jetzt 19 Kindern aus der „Eichhörnchengruppe“ zur Einschulung einen Luftballon, Bunt- und Bleistifte, Radiergummi und Lineal geschenkt. Ein paar Süßigkeiten waren natürlich auch in der Tüte. Bei meiner täglichen Arbeit achte ich aber auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Unsere Kinder lieben zum Beispiel Gurken – die dürfen bei unseren Zwischenmahlzeiten nie fehlen. Die Speisepläne machen die Erzieherinnen und Erzieher mit den Kindern, bei der Bestellung beim Lieferanten richte ich.</p>



<p>&#8211; Diana Rautenhaus</p>
</blockquote>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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	</channel>
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