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	<title>01/2024 Archive - KinderKinder</title>
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	<description>Sicherheit &#38; Gesundheit in Kindertageseinrichtungen</description>
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		<title>Die Dinge hinterfragen</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/die-dinge-hinterfragen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jan 2024 18:27:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[MINT-Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Worin liegen die Chancen früher MINT-Bildung? Verónica Oelsner: Die Kinder sind neugierig und wollen die Welt verstehen, sie staunen über Dinge und Phänomene, die sie beobachten, sie probieren viele Sachen aus und stellen uns Erwachsenen unzählige Fragen. Warum schwimmt das Boot, aber der Stein nicht? Warum landet mein Hausschuh, wenn ich ihn in die Luft &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/die-dinge-hinterfragen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die Dinge hinterfragen“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Worin liegen die Chancen früher MINT-Bildung?</h3>



<p><br><strong>Verónica Oelsner:</strong> Die Kinder sind neugierig und wollen die Welt verstehen, sie staunen über Dinge und Phänomene, die sie beobachten, sie probieren viele Sachen aus und stellen uns Erwachsenen unzählige Fragen. Warum schwimmt das Boot, aber der Stein nicht? Warum landet mein Hausschuh, wenn ich ihn in die Luft werfe, meistens auf der Sohle? Wie kommt das Bild ins Handy? Die Pädagoginnen können diese Fragen aufgreifen und gemeinsam mit den Kindern nach Antworten suchen. Wenn sie das tun, fördern sie etwas ganz Grundlegendes: eine fragend-forschende Haltung, die wichtig ist für eine konstruktive, offene Auseinandersetzung mit der Welt. Wenn das in den ersten Lebensjahren passiert, legt dies einen sehr wichtigen Grundstein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Geht es darum, den Forschergeist zu wecken und zu erhalten, da &#8211; mit die Kinder später einmal beruflich ‚etwas mit MINT‘ machen?</h3>



<p>Es geht darum, Interesse für MINT zu wecken, aber das ist nicht das einzige Ziel. Es geht auch ganz stark darum, eine Haltung gegenüber der Welt zu entwickeln, ein Verständnis für Zusammenhänge. Diese Haltung fördert die Fähigkeit, Dinge hinterfragen zu können: Wie kommt jemand zu diesem Schluss, woher stammen die Zahlen, wer sagt das auf welcher Grundlage? Das gehört nach meiner Meinung zu einer Mündigkeit im Denken dazu – egal ob jemand Physiker ist oder am Schalter bei der Post arbeitet. Mit früher MINT-Bildung bekommen die Kinder dafür das Werkzeug.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wird deshalb in den Bildungsplänen der Länder die MINT- Bildung für den Elementarbereich herausgehoben?</h3>



<p><br>Ja richtig. Die Verantwortlichen haben die Chancen erkannt und möchten diese forschend-lernende Haltung fördern. Fragen zu stellen, Vermutungen nachzugehen, sich auf den Weg zu machen, Ideen zu entwickeln, einen Plan zu machen, Antworten herauszufinden, natürlich auch gemeinsam mit anderen. Beobachten, dokumentieren, argumentieren … Das ist alles enorm wichtig für die MINT-Fächer, aber auch weit darüber hinaus.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Funktioniert MINT-Bildung im Einklang mit jedem pädagogischen Konzept, zum Beispiel mit offenen Gruppen und einer hohen Partizipation der Kinder?</h3>



<p><br>Ich denke, das kann sich wunderbar ergänzen. Gute MINT-Bildung fördert ja nicht nur MINT-Kompetenzen, sondern auch Sozialkompetenzen, Sprachkompetenzen, Problemlösekompetenzen. Die Kinder lernen sich abzustimmen, Aufgaben zu verteilen, sich auf ein Vorgehen zu einigen. Das lässt sich sehr gut mit einem partizipatorischen Ansatz verbinden. Und ob offene oder geschlossene Gruppen – auch das ist letztlich egal. Ich sehe da keine Hindernisse.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Ich könnte mir vorstellen, dass für manchen Erzieher und manche Erzieherin dieses Themenfeld fremd ist und es Vorbehalte und Ängste gibt. Was benötigen die pädagogischen Fachkräfte für Voraussetzungen, um diesen Bildungsprozess gut begleiten zu können, wie nimmt man ihnen die Befürchtungen?</h3>



<p><br>Ich denke, die zentrale Voraussetzung bei den pädagogischen Fachkräften ist ihre offene Haltung gegenüber den Fragen der Kinder. Dass sie beobachten, womit die Kinder sich beschäftigen, und darüber in den Dialog treten sowie sie beim forschenden Lernen ermuntern und unterstützen. Dazu gibt es im Kita-Alltag unzählige Anlässe. Ganz wesentlich ist auch ein Verständnis von sich selbst als Lernende. Es geht nicht darum, alles von vornherein zu wissen, den Ausgang eines Versuchs zu kennen oder die Antwort auf die Kinderfragen. Ich als Lernende bin bereit, mich ganz offen gemeinsam mit den Kindern mit einer Frage auseinanderzusetzen. Das ist das Konzept der Ko-Konstruktion.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Dem steht gegenüber, dass es zahlreiche Bücher mit Experimenten für Kinder gibt. Auf einer Art Lösungsblatt kann die Fachkraft nachlesen, was da genau passiert und wie sie es den Kindern erklären kann.</h3>



<p><br>Diese Experimente haben durchaus ihre Berechtigung. Sie können die Neugier wecken. Zu einer guten MINT-Bildung gehört aber mehr. Mindestens genauso wichtig wie die wissenschaftlich korrekte Antwort ist nämlich der Prozess, wie es zu dieser Antwort kommt. Die Kinder werden Fragen stellen und Vermutungen äußern. Und dann beginnt es, spannend zu werden. Die Fachkräfte sollten sich darauf einlassen und diesen Weg begleiten. Es kann dabei sogar hinderlich sein, die Erklärung bereits zu kennen, nämlich dann, wenn sich die Fachkraft mit ihrem Wissen nicht zurückhält.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Also ergibt sich alles aus der Situation?</h3>



<p><br>Vieles, aber sicherlich nicht alles. Die Fachkraft kann und soll auch Vorschläge machen. Unsere Aufgabe als Erwachsene und Pädagogen oder Pädagoginnen ist es, bestimmte Interessen zu wecken, sie zu fördern und die Welt der Kinder zu erweitern. Wir können Fragen der Kinder aufgreifen, aber auch Themen und Angebote vorschlagen. Die Kunst besteht darin, dass diese altersgemäß sein und den Interessen der Kinder entsprechen sollten.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Wie ernst muss man die Kritik nehmen, Unternehmen trügen ihre eigenen Interessen in den Elementarbereich, indem sie Fortbildungen und Material finanzieren?</h3>



<p><br>Die Frage haben wir uns zu Beginn der Partnerschaften, von denen ein Teil unternehmensnahe Stiftungen sind, natürlich auch gestellt und deshalb für uns klare Rahmenbedingungen für eine Zusammenarbeit festgelegt. So liegt die inhaltliche Entwicklung der didaktischen Materialien und der Fortbildungen komplett in unseren Händen. Darauf haben die Partner keinen Einfluss. Und die Erfahrungen zeigen zudem, dass es ihnen nicht ausschließlich um die Nachwuchsförderung und Ausbildung zukünftiger Fachkräfte geht, schon gar nicht für ihre eigenen Unternehmen. Es geht unseren Partnern um das Fördern der beschriebenen Haltung und um das Interesse an Bildung und Lernen ganz allgemein. Und das kommt der Gesellschaft als Ganzes zugute.</p>



<p><strong><em>UNSERE GESPRÄCHSPARTNERIN</em></strong><br><em>Als Fachleiterin bei der Stiftung Kinder forschen begleitet die Erziehungswissenschaftlerin <strong>Dr. Verónica Oelsner</strong> die Entwicklung von Materialien und Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte im Bereich der frühen Bildung für nachhaltige Entwicklung.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>So viel Bildung steckt in Mais</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/so-viel-bildung-steckt-in-mais/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2024 09:51:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagsphänomene]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsprozesse]]></category>
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		<category><![CDATA[Mais]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeden Mittwoch steht im Kinderzentrum Hügelstraße in Frankfurt „Kochen mit Alex“ auf dem Programm. Bevor es losgeht, flitzen die Kinder zum Händewaschen, Schürzen werden angezogen, der Tisch abgewischt. Heute hat der pädagogische Mitarbeiter Alexander Franke den Kindern eine mit hellgelbem Pulver gefüllte Glasflasche mitgebracht, eine weitere mit gelben Krümeln, dann gibt es eine Schüssel mit &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/so-viel-bildung-steckt-in-mais/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„So viel Bildung steckt in Mais“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><p style="font-weight: 400;"><div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2 style="font-weight: 400;">KURZ GESAGT!</h2>
<p style="font-weight: 400;">_MINT-Bildung ist mehr als Experimentieren</p>
<p style="font-weight: 400;">_Fachkräfte verstehen sich als Lernbegleiter</p>
<p style="font-weight: 400;">_Der Träger unterstützt Kitas mit Fortbildungen und einem Netzwerk von Trainern und Trainerinnen</p>
<p style="font-weight: 400;">&nbsp;</p>
<p style="font-weight: 400;"></div></p></p>



<p><p>Jeden Mittwoch steht im Kinderzentrum Hügelstraße in Frankfurt „Kochen mit Alex“ auf dem Programm. Bevor es losgeht, flitzen die Kinder zum Händewaschen, Schürzen werden angezogen, der Tisch abgewischt. Heute hat der pädagogische Mitarbeiter Alexander Franke den Kindern eine mit hellgelbem Pulver gefüllte Glasflasche mitgebracht, eine weitere mit gelben Krümeln, dann gibt es eine Schüssel mit Cornflakes und eine Packung eingeschweißten Zuckermais. „Kennt ihr das?“, fragt er und hält die Packung hoch. Maryam weiß natürlich, dass es Mais ist. „Wisst ihr auch, wie Mais wächst?“ Die Jungen und Mädchen überlegen: „Auf Bäumen?“, mutmaßt Oscar. „Nein, das sind so Stangen!“, weiß Aneeq. Der Pädagoge nickt: „Richtig – ich habe ein paar Maispflanzen vom Feld dabei. Die gucken wir uns mal genauer an.“</p>
<p>Kurze Zeit später tragen die Kinder drei riesige Maispflanzen herein. „Wie groß sind die denn?“, staunt Raven. „Miss doch mal nach“, schlägt Alex vor. Maryam, Raven und Stefan müssen den Zollstock zweimal anlegen. Einmal messen sie zwei Meter und noch einmal ungefähr 80 Zentimeter. „Das sind 2,80 Meter. Mehr als doppelt so groß wie du, Raven!“, rechnet Alex vor. Die Kinder sind beeindruckt, sie vergleichen, welche der Maispflanzen die längste ist, ob an ihr die meisten Maiskolben wachsen und wie groß diese sind. Oscar schält einen der Maiskolben aus den Hüllblättern. Blatt für Blatt zieht er nach unten und wundert sich: „Warum ist der Mais denn so oft in Folie gepackt?“ „Das ist keine Folie, sondern die eigene Verpackung vom Mais“, erklärt ihm Alexander Franke, „kennst du noch andere Pflanzen, die du zuerst auspacken musst, bevor du sie essen kannst?“ Oscar braucht nicht lange, bis ihm die Banane einfällt.</p></p>



<p>„All das ist MINT“, erläutert die Pädagogin Claudia Walter. „Messen, vergleichen, Fragen stellen. Dieses forschende Lernen fördern wir hier.“ Das Team des Kinderzentrums versteht sich als Lernbegleiter und Impulsgeber, die die (Selbst-)Bildungsprozesse der Kinder unterstützen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1440" height="724" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-1440x724.jpg" alt="" class="wp-image-5857" srcset="https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-1440x724.jpg 1440w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-300x151.jpg 300w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-768x386.jpg 768w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-1536x773.jpg 1536w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-2048x1030.jpg 2048w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-250x126.jpg 250w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-1392x700.jpg 1392w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-263x132.jpg 263w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-716x360.jpg 716w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-580x292.jpg 580w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-379x191.jpg 379w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-238x120.jpg 238w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Zwei_Kinder_messen_einen_Maiskolben-214x108.jpg 214w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wie lang ist ein Maiskolben? Wie lang die ganze Pflanze? Wo lege ich das Metermaß an? Gemeinsam finden die Kinder es heraus.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Bildungsprozesse begleiten</h2>



<p><p><br>Claudia Walter hat 2012 eine Trainerausbildung bei der „Stiftung Kinder forschen“ gemacht, die damals noch „Haus der kleinen Forscher“ hieß. Seitdem war sie Trainerin für das lokale Netzwerk Kita Frankfurt und hat pädagogische Fachkräfte zu der ganzen Palette an MINT-Themen geschult. Das Kinderzentrum Hügelstraße, wo sie außerdem als stellvertretende Leiterin tätig ist, wurde kürzlich zum sechsten Mal als MINT-Kita zertifiziert. Wer nun aber erwartet, überall Forscherecken mit Lupen, Mini-Robotern und Experimentierkästen zu finden, wird enttäuscht. Zwar gibt es ein großes Regal mit allerlei Dingen, die das Herz kleiner Forscherinnen und Entdecker höherschlagen lassen, viel Konstruktionsspielzeug zum Erfahren von mathematischen und technischen Grundprinzipien und Material, das keine eindeutige Spiel- und Nutzungsfunktion hat, sondern viel Freiraum und Kreativität zulässt. Aber das eigentliche Erforschen und Entdecken passiert ganz „en passant“. Denn die Kinder gestalten ihre eigenen Lernwege, begleitet von den Fachkräften.</p>
<p>Die Pädagogin verdeutlicht das an einem Beispiel. „Im Frühjahr beginnen immer die Diskussionen, ob die Jacken draußen noch angezogen werden müssen oder nicht. Dann heißt es von den Erwachsenen: Jacke an! Es sind nur 15 Grad! Die Kinder wollten wissen: Was bedeutet das eigentlich? So haben wir mit den Kindern über Temperatur, das Thermometer und das Wetter geforscht. Die Kinder hatten viele Fragen. Zum Beispiel: Warum gibt es die Zahlen auf dem Thermometer doppelt? Was bedeuten das C und das F? Was ist kalt, was warm und warum? Da steckt überall ganz viel MINT-Bildung drin. Die Kinder geben die Themen vor und wir Fachkräfte begleiten sie bei ihrem Lernprozess.“</p></p>



<p>Die Einrichtung arbeitet nach einem offenen Konzept und ist inklusiv. Partizipation und demokratische Prozesse gehören zum Alltag. „Die Kinder mit besonderen Bedürfnissen profitieren von unserer Grundhaltung der Lernbegleitung vielleicht besonders, da sie ihre Interessen und ihr Tempo weitgehend selbst bestimmen können“, ist die erfahrene Pädagogin überzeugt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Michi mag keinen Mais</h2>



<p><br>Inzwischen sitzen die Kinder um den Tisch und haben den Mais geschält, mithilfe des Erziehers klein geschnitten und in einen Topf mit Wasser gelegt, damit er gar wird. „Das Wasser ist schon warm“, stellt Maryam fest. „Woran merkst du das?“, erkundigt sich Alex. „Es dampft und da sind so kleine Bläschen!“ „Super beobachtet! Ihr seid richtige Detektive!“</p>



<p>Jetzt ist es an der Zeit, in Augenschein zu nehmen, was Alex heute noch dabeihat. Michi mag zwar keinen Mais, aber die Cornflakes schmecken ihm gut und er knuspert drauflos. Während alle Cornflakes kennen und mögen, sind die Kinder beim Inhalt der beiden Flaschen ratlos. Alex schüttet ein wenig davon in Glasschälchen. Oscar stellt fest: „Das ist ein Pulver!“ und Aneeq vermutet: „Ist das Mehl?“ Der Pädagoge bestätigt: „Ja richtig, und kannst du dir vorstellen, woraus das gemacht ist?“ „Aus Mais, es ist ja gelb.“ Alex nickt: „Richtig! Das ist Maismehl und das andere ist Polenta, so etwas Ähnliches wie Grieß. Der wird auch aus Mais gemacht und man kann daraus Brei kochen.“ Die Jungen und Mädchen kosten vorsichtig – aber mit Cornflakes können Maismehl und Polenta nicht mithalten. „Cornflakes ist englisch und das bedeutet übersetzt Maisflocken“, erklärt Alex. Erstaunte Gesichter. So viele Lebensmittel gibt es, die man aus Mais machen kann! Aber wie wird aus einem Maiskolben eine Maisflocke? Da das eine Frage ist, die sich nicht so einfach beantworten lässt, holt der pädagogische Mitarbeiter ein Tablet und zeigt einen Videoclip der Sendung mit der Maus, in dem genau das erklärt wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1440" height="724" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-1440x724.jpg" alt="" class="wp-image-5858" srcset="https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-1440x724.jpg 1440w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-300x151.jpg 300w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-768x386.jpg 768w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-1536x772.jpg 1536w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-2048x1030.jpg 2048w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-250x126.jpg 250w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-1392x700.jpg 1392w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-263x132.jpg 263w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-716x360.jpg 716w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-580x292.jpg 580w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-379x191.jpg 379w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-238x120.jpg 238w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/01/Mais_als_Conflakes_Mehl_Polenta-214x108.jpg 214w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Kinder entdecken, dass es unterschiedliche Formen von Mais gibt: als Kolben, Cornflakes, Polenta oder Mehl.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Netzwerk für MINT-Bildung der Fachkräfte</h2>



<p><br>Alexander Franke hat wie die anderen Erzieher des Kinderzentrums eine Fortbildung für frühe MINT-Bildung gemacht. Der Träger Kita Frankfurt ermöglicht dies den pädagogischen Fachkräften über ein engmaschiges Netz aus speziell geschulten Trainerinnen und Trainern. Die Fachkräfte werden dazu ermuntert, auch darüber hinaus an Webinaren, Workshops und Selbstlernkursen teilzunehmen – was gut angenommen wird. Fast die Hälfte aller Kitas in der Trägerschaft der Stadt sind MINT-Kitas. Alle vier Jahre gibt es für die Teams eine Dienstbesprechung gezielt zu MINT und alle Kitas, die das Zertifikat neu erhalten haben, bekommen im ersten Jahr eine eintägige Inhouse-Schulung dazu. So wird die frühe MINT-Bildung als Bestandteil des pädagogischen Konzepts in den Teams verankert. „Der Aufbau der Fortbildungen ist fast identisch mit dem, wie wir auch mit den Kindern arbeiten. Niemand muss naturwissenschaftliches oder technisches Vorwissen mitbringen. Die Fachkräfte können viel ausprobieren, bekommen aber natürlich auch die Hintergründe vermittelt. Alle, die an diesen Workshops teilnehmen, sind hinterher fasziniert und begeistert“, führt Claudia Walter aus.</p>



<p><br />Währenddessen ist der Mais gar. Rasch decken die Kinder den Tisch: Für jedes gibt es einen Teller – also werden sieben Teller abgezählt. Wer möchte, bekommt nun ein Stück Mais aufgespießt, kann sich Kräuterbutter nehmen und vergleichen, ob Zuckermais und der vom Feld unterschiedlich schmecken. Michi hat zwar mit Ausdauer die Kräuterbutter gerührt, aber den Mais möchte er trotzdem nicht probieren. Auch Maryam ist nicht begeistert, während Stefan es sich schmecken lässt. „Popcorn!“, sagt er plötzlich nach eingehender Betrachtung eines heruntergefallenen Maiskorns. „Popcorn ist auch aus Mais.“ Und darin sind sich dann wieder alle einig: Das ist wirklich lecker.</p>
<h2>Tipp!</h2>
<p>Zwölf goldene Regeln zum Forschen mit Kinder unter <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/mais">www.kinderkinder.dguv.de/mais</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>


</p>
<div class="box-infos-gruen"></p>
<h3 style="text-align: center;">Rahmenbedingungen für sicheres Experimentieren</h3>
<ol>
<li>Das Material ist übersichtlich in geeigneten, kippsicheren Regalen oder Schränken verstaut.</li>
<li>Das Material ist altersgerecht.</li>
<li>Die Fachkräfte haben die Kinder im Blick (proaktives Aufsichtsverhalten).</li>
<li>Die Anzahl der Kinder bei Aktivitäten ist sinnvoll beschränkt.</li>
<li>Die Kinder kennen die Verhaltensregeln zum Umgang miteinander und zur Handhabung der Geräte und Materialien.</li>
<li>Es besteht im Team ein gemeinsames Verständnis zu Aufsichtsführung, Gefährdungen und Risiken.</li>
</ol>
<p></div>
<p>


<p></p>
<p>&nbsp;</p><p>Der Beitrag <a href="https://dguv-kinderkinder.de/so-viel-bildung-steckt-in-mais/">So viel Bildung steckt in Mais</a> erschien zuerst auf <a href="https://dguv-kinderkinder.de">KinderKinder</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Im Kita-Alltag MINT-Themen setzen</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/im-kita-alltag-mint-themen-setzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jan 2024 19:10:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>&nbsp;</p>


<!-- div class="rechte-spalte"><div class="box-infos-green"></p>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2024/01/Dr_Veronica_Oelsner.png" alt="" width="218" height="300"></p>
<p style="text-align: justify;">Foto: Stiftung Kinder forschen</p>
<p style="font-weight: 400;">Dr. Verónica Oelsner hat viel Erfahrung darin Fachkräfte aus Kitas und Grundschulen für MINT zu begeistern, denn sie hat über Jahre Fortbildungen bei der Stiftung Kinder forschen (ehemals „Haus der kleinen Forscher“) entwickelt und gegeben.</p>
<p style="font-weight: 400;"></div></div -->

<p>&nbsp;</p>
<h3>Was lernen Kitafachkräfte auf den Fortbildungen der Stiftung Kinder forschen?</h3>
<p>Es geht zentral um die Lernbegleitung: Wie kann die Fachkraft die Fragen der Kinder aufgreifen, wie das Interesse für ein bestimmtes Thema wecken, wie lassen sich Themen didaktisch gut strukturieren? Es ist sehr praxisnah, vermittelt aber auch Hintergrundwissen. Wir haben Selbstlernkurse, Webinare, Online-Workshops und auch Angebote in Präsenz wie regionale Fortbildungen und Fachtage <br />(<a href="https://www.stiftung-kinder-forschen.de">www.stiftung-kinder-forschen.de</a>).</p>
<h3>Wie kann eine Fachkraft, die solche Fortbildungen gemacht hat, das Thema erfolgreich in ihr Team tragen? Wie gelingt der Transfer?</h3>
<p>Das ist eine spannende Frage. Mir fallen einige Möglichkeiten ein: Bei der nächsten Teambesprechung könnte sie ganz praktisch zeigen, was sie gelernt hat, und damit das Interesse anderer wecken und auch den Ansatz der Lernbegleitung verständlich machen. Die Fachkraft könnte auch bei der nächsten Gelegenheit eine Kollegin in die eigene Gruppe einladen, sie also durchs „Tun“ begeistern und so Verbündete in der Einrichtung finden. Und es hilft auch immer, solche Prozesse zu dokumentieren, vielleicht Plakate mit Fotos zu erstellen und so auch Eltern zu zeigen, was man macht. Auch über kleine Aktionen etwa bei einem Forscherfest kann man das Interesse von anderen wecken und den Ansatz greifbar machen: Es geht bei unserem Ansatz nicht einfach ums Rechnenlernen, sondern vielmehr um das Fördern einer forschend-lernenden Haltung.</p>
<h3>Funktioniert frühe MINT-Bildung in Zeiten von Personalmangel oder muss es doch bei einem gelegentlichen Experiment in der Forscherecke bleiben?</h3>
<p>Ich bin überzeugt davon, dass das es trotzdem geht. Wenn wir MINT-Bildung nur als Forschen in der Forscherecke begreifen, ja, dann kann unter den aktuellen Bedingungen die Zeit dafür fehlen. Aber MINT ist mehr als nur Experimente machen. Gute MINT-Bildung begegnet uns in ganz alltäglichen Situationen. Es bedeutet, sich auf die Fragen der Kinder einzulassen und in einen Dialog zu treten. Es braucht ein Bewusstsein dafür, wo sich in kleinen, alltäglichen Situationen Gelegenheiten dazu bieten und was man fördern möchte.</p>
<h3>MINT-Bildung ist demnach mehr als die reine fachliche Auseinandersetzung mit einem Phänomen.</h3>
<p>Absolut! Mindestens genauso wichtig, wenn nicht wichtiger ist all das, was das Kind dazu befähigt, selbstständig zu lernen, gemeinsam mit anderen Wissen zu konstruieren. Fachkräfte können niederschwellig anfangen, es braucht vor allem diese Haltung und Bereitschaft, sich auf die Fragen der Kinder einzulassen und mit ihnen gemeinsam zu lernen. Darin liegt so viel Potenzial.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Die Fragen stellte Stefanie Richter</em></p>


<!-- div class="rechte-spalte"></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4003 size-medium" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/04/Wenning_frei.png" alt="" width="231" height="300">&nbsp;</strong></p>
<p><sup>Die Diplom­Psychologin Dr. Nadja Knauthe leitet beim Präventionszentrum des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden das Projekt „Clever in Sonne und Schatten“: www.cleverinsonne.de. Ziel des Programms ist es, Kinder frühzeitig für UV­Schutz zu sensibilisieren und mit der Kita eine Umgebung zu schaffen, die sie vor UV­ Strahlung schützt.</sup><br />
</div -->




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		<item>
		<title>Mädchen machen MINT</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/maedchen-machen-mint/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Feb 2024 07:17:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Haupt-Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[News-Kategorien]]></category>
		<category><![CDATA[gendersensible Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[MINT-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenklischees]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenvorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Erst im Laufe ihrer Bildungsbiografie fühlen sich Mädchen von MINT-Themen immer weniger angesprochen und schätzen ihre Kompetenzen deutlich geringer ein als Jungen. Zum überwiegenden Teil sind Rollenklischees und Stereotypisierung dafür verantwortlich – es kommt zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Kitafachkräfte können über gendersensible MINT-Bildung schon früh dazu beitragen, dem entgegenzuwirken. MINT ist überall &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/maedchen-machen-mint/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Mädchen machen MINT“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><p style="font-weight: 400;"><div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2 style="font-weight: 400;">&nbsp;KURZ GESAGT!</h2>
<p style="font-weight: 400;">_Rollenklischees tragen dazu bei, dass MINT als Männerdomäne wahrgenommen wird</p>
<p style="font-weight: 400;">_Kitakinder sind unabhängig vom Geschlecht an MINT-Themen interessiert</p>
<p style="font-weight: 400;">_Positive weibliche Rollenvorbilder können Mädchen motivieren</p>
<p style="font-weight: 400;"></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Erst im Laufe ihrer Bildungsbiografie fühlen sich Mädchen von MINT-Themen immer weniger angesprochen und schätzen ihre Kompetenzen deutlich geringer ein als Jungen. Zum überwiegenden Teil sind Rollenklischees und Stereotypisierung dafür verantwortlich – es kommt zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Kitafachkräfte können über gendersensible MINT-Bildung schon früh dazu beitragen, dem entgegenzuwirken.</p></p>



<h2 class="wp-block-heading">MINT ist überall</h2>



<p><br>Mädchen und Jungen profitieren in der Kita gleichermaßen von MINT-Bildung, da es keine Phänomene gibt, die Mädchen weniger interessieren als Jungen. Das betonen zwei Wissenschaftlerinnen in einem Forschungsüberblick zum Thema „Geschlechtsunterschiede in der frühen MINT-Bildung“ (s. Link). Erst ab dem Grundschulalter lässt sich eine Stereotypisierung des MINT-Bereichs feststellen. Zum Beispiel assoziieren Kinder ab der 2. Klasse Mathematik oft mit Männlichkeit. „Studien zeigen, dass die Zuschreibung ‚MINT ist gleich männlich‘ negative Auswirkungen auf das Vertrauen von Mädchen in die eigenen Fähigkeiten hat“, so Lena Keller, eine der Autorinnen. Denn nach wie vor vermitteln Umwelt und Medien Mädchen und Jungen von klein auf zahlreiche stereotype Verhaltensmuster und Vorstellungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><br>Von Pilotinnen und Astronautinnen</h2>



<p><br>Von Vorteil für Mädchen sei es deshalb, wenn Erzieherinnen und Erzieher auf geschlechtssensible Sprache achten, unterstreicht Keller. Die Verwendung von weiblichen Formen in männlich konnotierten Berufen wie „Pilotin“, „Astronautin“ trage dazu bei, dass Mädchen ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass die Berufe auch von Frauen ausgeübt werden können.</p>



<p><br>Außerdem kommt es darauf an, dass Erzieherinnen und Erzieher allen Kindern MINT-Lerngelegenheiten ermöglichen. „Studien deuten darauf hin, dass Fachkräfte mit einer positiven Einstellung zu MINT-Themen mehr solche Angebote für Kinder machen“, sagt Autorin Elisa Oppermann. Daher sollten Kitafachkräfte regelmäßig mit Fortbildungen in MINT-Themen geschult werden.</p>



<p><br>Eine Möglichkeit, MINT-Lerngelegenheiten und Interessen der Mädchen und Jungen im Alltag zu erkennen, besteht darin, auf das Tun der Kinder genauer zu achten: Womit beschäftigen sie sich gerade? Was machen sie konkret? Was beobachten sie gebannt? Dann geht es um das spielerische Aufgreifen und fantasievolle Erforschen von Alltagsphänomenen. Das kann eine kleine Beobachtung sein, etwa dass man einen Wasserstrahl nicht mit der Hand festhalten kann. Zudem ist der Kontext von Bedeutung: Die Lernsituationen sollten sich unmittelbar auf das Erleben der Kinder beziehen. „So können Kinder unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Geschlecht frei explorieren und vor allem Spaß an MINT finden“, erklären die Wissenschaftlerinnen.</p>



<p>Übrigens: Das Bundesbildungsministerium hat 2021 ein Programm in Höhe von 45 Millionen Euro vorgestellt, in dem explizit die Förderung von Mädchen sowie die Ausweitung der MINT-Bildung auf das Kita-Alter als Ziele benannt sind. Denn die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft wie Digitalisierung, Dekarbonisierung und Demografie lassen sich nur meistern, wenn auch Mädchen und Frauen für diese Aufgaben gewonnen werden können.</p>
<p>



</p>
<div class="wp-block-spacer" style="height: 47px;" aria-hidden="true"> </div>
<p>



</p>
<p style="font-weight: 400;"><div class="box-infos-blau"></p>
<h2 style="text-align: center;">Mädchen früh fördern</h2>
<ul style="font-weight: 400;">
<li>
<div>Kinder unabhängig vom Geschlecht zum Forschen ermuntern</div>
</li>
<li>
<div>Rollenklischees in der Sprache vermeiden</div>
</li>
<li>Positive weibliche Rollenvorbilder präsentieren</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="font-weight: 400;"><div class="box-infos-orange"></p>
<h2 style="text-align: center;">Weitere Informationen zu gendersensibler MINT-Bildung</h2>
<div>Geschlechtsunterschiede in der frühen MINT-Bildung (PDF)<br /><a href="https://kurzelinks.de/blkn">https://kurzelinks.de/blkn </a></div>
<div> </div>
<div>Rollenvorbilder für Mädchen in MINT (PDF)</div>
<div><a href="https://kurzelinks.de/ng8f">https://kurzelinks.de/ng8f </a></div>
<div> </div>
<div>Poster mit in MINT erfolgreichen Frauen zum kostenlosen Download <br /><a href="https://kurzelinks.de/fqqr">https://kurzelinks.de/fqqr </a></div>
<div> </div>
<div>Mädchen können kein MINT?<br /><a href="https://kurzelinks.de/5odl">https://kurzelinks.de/5odl</a></div>
<div> </div>
<div></div></div>
<p>



</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>


<p></p>
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		<item>
		<title>12 Goldene Regeln zum Forschen mit Kids</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/mais/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2024 10:28:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[News-Kategorien]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[Experimentieren]]></category>
		<category><![CDATA[Forschen]]></category>
		<category><![CDATA[MINT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderkinder.dguv.de/?p=5790</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aus: Kinder erforschen Sicherheit und Gesundheit (DGUV/UK Rheinland-Pfalz)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dguv-kinderkinder.de/mais/">12 Goldene Regeln zum Forschen mit Kids</a> erschien zuerst auf <a href="https://dguv-kinderkinder.de">KinderKinder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<ol class="wp-block-list">
<li>Das Kind steht im Mittelpunkt.</li>



<li>Wecken Sie die Freude am Forschen – schaffen Sie eine angstfreie, zum Forschen anregende Atmosphäre.</li>



<li>Gestalten Sie den Forschungsprozess gemeinsam mit den Kindern. Überlassen Sie den Kindern – soweit möglich – die Führung.</li>



<li>Kinder lernen leichter voneinander als von Erwachsenen.</li>



<li>Seien Sie Vorbild: Sie müssen nicht alles erklären können. Aber Sie wissen, wie Sie gemeinsam mit den Kindern Antworten finden können.</li>



<li>Lassen Sie Fehler zu, denn jeder Fehler trägt zum späteren Erfolg bei.</li>



<li>Machen Sie sich ein Bild von den Vorerfahrungen der Kinder.</li>



<li>Helfen Sie den Kindern, den nächsten Schritt zu tun, um ihren Erfahrungshorizont zu erweitern.</li>



<li>Reflektieren Sie mit den Kindern, was sie aus dem Versuch gelernt haben. Machen Sie den Kindern bewusst, dass und wie sie dazugelernt haben.</li>



<li>Stärken Sie das Selbstbewusstsein der Kinder: „Wie können wir uns unsere Frage selbst beantworten?“</li>



<li>Begeistern oder verblüffen Sie die Kinder, sorgen Sie für Motivation.</li>



<li>Ermöglichen Sie den Kindern, eigene Erfahrungen zu machen.</li>
</ol>
</div></div>



<p>Aus: <a href="https://bildung.ukrlp.de/sicherheit-gesundheitsschutz/gesundheit-in-bildungseinrichtungen/kinder-erforschen-sicherheit-und-gesundheit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kinder erforschen Sicherheit und Gesundheit (DGUV/UK Rheinland-Pfalz)</a></p>
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		<item>
		<title>echt praktisch</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/echtpraktisch1-24/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jan 2024 13:55:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Echt praktisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[News-Kategorien]]></category>
		<category><![CDATA[echt praktisch]]></category>
		<category><![CDATA[MINT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderkinder.dguv.de/?p=5806</guid>

					<description><![CDATA[<p>Experimente, die wichtige Erkenntnisse zu Sicherheit, Unfallverhütung und Gesundheit vermitteln, sind in dieser Broschüre zusammengestellt (PDF). Sie enthält auch wichtige grundlegende Gedanken zum Forschen mit Kindern: &#8222;Kinder erforschen Sicherheit und Gesundheit – Experimente zur Prävention“. Mehr dazu auch auf der Projektseite der Unfallkasse RLP: https://kurzelinks.de/9h5x Außerdem bietet die DGUV zwei kostenfreie Multiplikatorenworkshopsfür pädagogische Fachkräfte im &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/echtpraktisch1-24/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„echt praktisch“ </span>weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dguv-kinderkinder.de/echtpraktisch1-24/">echt praktisch</a> erschien zuerst auf <a href="https://dguv-kinderkinder.de">KinderKinder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Experimente, die wichtige Erkenntnisse zu Sicherheit, Unfallverhütung und  Gesundheit vermitteln, sind in dieser <strong><a href="https://bildung.ukrlp.de/fileadmin/ukrlp/daten/pdf/bildungseinrichtung_portal/sicherheit_gesundheitsschutz/themen/Gesundheit_in_Bildungseinrichtungen/Experimentierkarten/Begleitbroschuere_Kinder_erforschen_Sicherheit_und_Gesundheit.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Broschüre</a> </strong>zusammengestellt (PDF). Sie enthält auch wichtige grundlegende Gedanken zum Forschen mit Kindern:<strong> &#8222;Kinder erforschen Sicherheit und Gesundheit – Experimente zur Prävention“</strong>. Mehr dazu auch auf der Projektseite der Unfallkasse RLP: <a href="https://kurzelinks.de/9h5x" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kurzelinks.de/9h5x</a><br></p>



<p>Außerdem bietet die DGUV zwei kostenfreie <strong>Multiplikatorenworkshops</strong><br>für pädagogische Fachkräfte im Institut für Arbeitsschutz (IFA) in Sankt Augustin an:<br><a href="https://kurzelinks.de/k4yg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kurzelinks.de/k4yg</a><br></p>



<p>In Sachen frühkindlicher MINT-Bildung führt kein Weg an der <strong>Stiftung Kinder forschen</strong> vorbei. Für Fachkräfte besonders interessant ist der Campus mit vielen kostenlosen Online-Fortbildungen:<br><a href="https://campus.stiftung-kinder-forschen.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://campus.stiftung-kinder-forschen.de</a><br></p>



<p>Das <strong>MINT-Stimmungsbarometer 2023</strong> zeigt, wie es um die MINT-Bildung in Deutschland bestellt ist. Für 2023 ist das Ergebnis eher ernüchternd. Mehr als Dreiviertel der Befragten bewerten die vorschulische MINT-Bildung als schlecht oder eher schlecht. Die gut lesbare Zusammenfassung der Untersuchung<br>finden Sie hier (PDF): <a href="https://kurzelinks.de/s1kp" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kurzelinks.de/s1kp</a><br></p>



<p>Fachbeiträge zu MINT fasst das <strong>Niedersächsische Institut für<br>frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe)</strong> auf folgender Seite zusammen: <a href="https://kurzelinks.de/nifbe-mint" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kurzelinks.de/nifbe-mint</a><br></p>



<p><strong>Forscher Füchse</strong> ist ein Förderprogramm einer privaten Stiftung für Kitas, die im Rahmen ihres bestehenden Profils den MINT-Bereich stärken möchten. Ab Juni 2024 können sich Kitas erneut bewerben. <br>Infos unter: <a href="https://www.forscher-fuechse.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.forscher-fuechse.com/</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Miteinander reden – statt übereinander</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/miteinander-reden-statt-uebereinander/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jan 2024 19:13:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsklima]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Konfliktmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektivwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Teamregeln]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderkinder.dguv.de/?p=5924</guid>

					<description><![CDATA[<p>Manuela ist genervt. Die Erzieherin stört es enorm, dass ihr Kollege Michael regelmäßig zu spät in die Kita kommt. Das Problem ist aber nicht nur Michaels Unpünktlichkeit, sondern auch, dass Manuela es ihm nicht sagt. „Einige Konflikte werden erst dadurch groß und immer größer, weil kleinere Unstimmigkeiten nicht angesprochen werden“, weiß Kathrin Hohmann. „Pädagogische Fachkräfte &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/miteinander-reden-statt-uebereinander/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Miteinander reden – statt übereinander“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2 style="font-weight: 400;">KURZ GESAGT!</h2>
<p style="font-weight: 400;">_Werte und Teamregeln bieten Orientierung</p>
<p style="font-weight: 400;">_Perspektivenwechsel erleichtert gegenseitiges Verständnis</p>
<p style="font-weight: 400;">_Kritik nach „WHWW“ vorbringen: Wahrnehmen, Hinhören, Wirkung, Wunsch</p>
<p style="font-weight: 400;"></div></p>
<p>Manuela ist genervt. Die Erzieherin stört es enorm, dass ihr Kollege Michael regelmäßig zu spät in die Kita kommt. Das Problem ist aber nicht nur Michaels Unpünktlichkeit, sondern auch, dass Manuela es ihm nicht sagt. „Einige Konflikte werden erst dadurch groß und immer größer, weil kleinere Unstimmigkeiten nicht angesprochen werden“, weiß Kathrin Hohmann. „Pädagogische Fachkräfte möchten oft die Harmonie wahren und unterdrücken daher Störungen, bis sich diese nicht mehr verbergen lassen. Der Ärger kann dann etwa in passiver Aggression münden.“ Also: Manuela ignoriert Michael absichtlich oder rollt hinter seinem Rücken genervt mit den Augen.</p>
<p>Es sind Unterschiede im Denken, Handeln und Fühlen, die zu Spannungen führen. Das können beispielsweise unterschiedliche Auffassungen über die pädagogische Arbeit sein. Zum Problem werden die Differenzen, wenn sie nicht oder nicht richtig angesprochen werden. Schlechte Kommunikation setzt Hergen Sasse mit verletzender Kommunikation gleich: „Immer, wenn wir uns verletzt fühlen, reagieren wir mit einem Abwehrimpuls.“ Das bedeutet: Der oder die Verletzte wägt nicht rational ab, sondern reagiert reflexartig mit Kampf oder Flucht. „Wir finden uns dann oft auf einem ‚Kriegsschauplatz‘ wieder, wo wir mit Worten um uns schießen und uns gegenseitig verletzen.“</p>
<h2>Klare Strukturen geben Fachkräften Sicherheit</h2>
<p>Um gut mit Konflikten umzugehen oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen, sind die Orientierung an grundlegenden Werten und das Aufstellen klarer Teamregeln wichtig. Sie könnten etwa lauten: „Wenn niemand etwas sagt, ist alles gut“ oder „Wir reden nicht (schlecht) über andere, wenn sie nicht da sind“. Die Kitaleitung sollte diese Werte vorleben und klare Strukturen schaffen: „Das gibt den Fachkräften Sicherheit“, sagt Hergen Sasse. „Sie dürfen zum Beispiel in Teamsitzungen keine Angst haben, durch Kritik bloßgestellt zu werden.“ Im konkreten Konfliktfall rät der Kommunikationscoach, zu versuchen, die Perspektive des Gegenübers einzunehmen. Also Verständnis für die andere Position zu entwickeln – ohne dass man mit der Position einverstanden sein muss. Beim Gespräch sollte man nicht mit der Tür ins Haus fallen, sondern das Thema kurz anreißen, damit sich das Gegenüber darauf einstellen kann. Außerdem sollte geklärt sein, ob er oder sie in dem Moment überhaupt bereit ist, darüber zu sprechen.</p>
<p>Sind die Voraussetzungen erfüllt, hat sich die Kritik nach dem Muster „WHWW“ bewährt: Wahrnehmen, Hinhören, Wirkung, Wunsch. Ein Beispiel: <span style="color: #1f8c94;"><strong>_WAHRNEHMEN</strong></span> Ich habe bemerkt, dass du Tobias heute Morgen die Spielecke verboten hast. <strong><span style="color: #1f8c94;">_HINHÖREN</span></strong> Was war denn da los? Was ist passiert? <span style="color: #1f8c94;"><strong>_WIRKUNG</strong></span> Wir haben uns im Team dar auf geeinigt, die Kinder auf Augenhöhe und ohne Strafen zu begleiten. <span style="color: #1f8c94;"><strong>_WUNSCH</strong></span> Ich wünsche mir, dass du die Konflikte mit den Kindern ohne Strafe löst. Oder dass du den Konflikt an jemand anderen abgibst, wenn du merkst, dass du gestresst oder genervt bist. Können wir uns darauf einigen oder hast du eine bessere Idee? Mediation als letzter Ausweg Viele Konflikte lassen sich im Team lösen. Sind die Fronten allzu verhärtet, hilft eine Mediation/Konfliktbegleitung durch eine neutrale Person. „Meiner Erfahrung nach ist neben einer punktuellen Mediation die Entwicklung einer Konflikt- und Teamkultur notwendig, damit Teams auch künftig präventiv und aus eigener Kraft mit Konflikten umgehen lernen“, erklärt Hergen Sasse.</p>
<h2>Die Fachleute</h2>
<p><strong>Hergen Sasse</strong> ist Konflikt- und Kommunikationscoach, Autor des Buches „Konflikte lösen“, Fortbildner und Berater im Bereich Konfliktmanagement und Kommunikation – auch für Kitas: <a href="https://sozialundstark.com">www.sozialundstark.com </a> <strong>Kathrin Hohmann</strong> ist Kindheitspädagogin (M. A.), Doktorandin, Podcasterin („Auf die ersten Jahre kommt es an“), Autorin (u. a. „Gemeinsam durch die Wut“ und „Augenhöhe statt Strafen“) und Fortbildnerin und setzt sich für eine achtsame sowie bedürfnisorientierte Pädagogik ein: <a href="https://www.kathrinhohmann.de">www.kathrinhohmann.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="font-weight: 400;"><div class="box-infos-orange"></p>
<p style="text-align: center;"><!-- /wp:post-content -->

<!-- wp:paragraph --></p>
<h2>Konfliktpotenzial in der Teamentwicklung</h2>
<p>„Wenn sich Teammitglieder als aktive Mitgestalter verstehen und ihre Ideen einbringen können, fördert dies eine positive Identifikation mit der Arbeit und dem Team“, sagt Kathrin Hohmann. „Allerdings können strukturelle Probleme – wie unklare Rollen und Entscheidungsbefugnisse – Konflikte verursachen.“ Man unterscheidet vier Phasen der Teamentwicklung, in denen unterschiedliche Konflikte auftreten können.</p>
<ol>
<li><strong>Forming:</strong> das Kennenlernen</li>
<li><strong>Storming:</strong> das Aushandeln von Rollen</li>
<li><strong>Norming:</strong> das Festlegen von Teamvereinbarungen und Gesprächsregeln</li>
<li><strong>Performing:</strong> die produktive Zusammenarbeit</li>
</ol>
<p>„In diesen Phasen müssen die Konflikte angemessen angegangen werden, um das Team in Richtung einer effektiven Zusammenarbeit zu führen“, fasst Kathrin Hohmann zusammen.</p>
<div> </div>
<div></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://dguv-kinderkinder.de/miteinander-reden-statt-uebereinander/">Miteinander reden – statt übereinander</a> erschien zuerst auf <a href="https://dguv-kinderkinder.de">KinderKinder</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rituale geben Orientierung</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/rituale-geben-orientierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2024 18:42:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Rituale]]></category>
		<category><![CDATA[sicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderkinder.dguv.de/?p=5935</guid>

					<description><![CDATA[<p>Frau Kowarz, welche Rituale gibt es in Ihrer Kita? Unsere Kita verfügt über Hort, Kindergarten und Krippe. Jeder dieser Bereiche gestaltet seine Rituale selbstverständlich je nach Altersstufe und auch Gruppe individuell. Im Kindergarten ist etwa der Morgenkreis ritualisiert: Die Gruppen beginnen mit einem Guten-Morgen-Lied, danach verschaffen sich die Kinder und ErzieherInnen gemeinsam einen Überblick über &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/rituale-geben-orientierung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Rituale geben Orientierung“ </span>weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dguv-kinderkinder.de/rituale-geben-orientierung/">Rituale geben Orientierung</a> erschien zuerst auf <a href="https://dguv-kinderkinder.de">KinderKinder</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Frau Kowarz, welche Rituale gibt es in Ihrer Kita?</h3>
<p>Unsere Kita verfügt über Hort, Kindergarten und Krippe. Jeder dieser Bereiche gestaltet seine Rituale selbstverständlich je nach Altersstufe und auch Gruppe individuell. Im Kindergarten ist etwa der Morgenkreis ritualisiert: Die Gruppen beginnen mit einem Guten-Morgen-Lied, danach verschaffen sich die Kinder und ErzieherInnen gemeinsam einen Überblick über die anwesenden Gruppenmitglieder und anschließend über den heutigen Tagesablauf, dargestellt an einer Tafel. Da wir eine katholische Einrichtung sind, haben wir einen christlichen Bildungsauftrag, weshalb das Ritual des Tischgebets vor der Brotzeit und dem Mittag essen fester Bestandteil in allen Bereichen und Gruppen der Kita ist. Im Kindergarten kommt hierfür der Gebetswürfel zum Einsatz, sodass die Kinder verschiedene Gebete kennenlernen und zugleich in Form von Partizipation miteinbezogen werden.</p>
<p>Auch die Geburtstagsfeiern sind von Ritualen geprägt. So wird immer „viel Glück und viel Segen“ gesungen und das Geburtstagskind erhält einen besonderen Platz. Außerdem gibt es an jedem Tag ein „Tageskind“, das die Kinder zählt, das Gebet würfelt oder auch das Spiel im Stuhlkreis aussuchen darf. In allen Kindergartengruppen wird zudem die Klangschale bei Übergängen eingesetzt, während wir in der Krippe hierfür Lieder singen wie „1, 2, 3 – das Spielen ist vorbei“.</p>
<h3>Haben die Kinder ein Lieblingsritual?</h3>
<p>In unserer Kinderkrippe lieben die Kleinen besonders das Austeilen der Trinkflaschen vor der Brotzeit. Zwei Kinder dürfen den anderen Kindern ihre Flasche an den Platz bringen. Dabei strahlen sie über das ganze Gesicht, was uns zeigt, dass sie sich in diesem Moment als selbstwirksam erleben und zudem mächtig stolz darauf sind zu wissen, wem die Flasche gehört und wo das jeweilige Kind sitzt.</p>
<h3>Werden die Eltern einbezogen, zum Beispiel indem Rituale von zu Hause integriert werden?</h3>
<p>Der Austausch und die Offenheit gegenüber den Eltern und deren Vorschläge sind die Grundlage für eine harmonische Zusammenarbeit. Gerade in der Eingewöhnung integrieren wir Rituale wie etwa das Singen zum Einschlafen oder das Einführen einer individuellen Verabschiedung an der Tür. Diese Rituale machen es den Kindern einfacher, sich schnell bei uns wohlzufühlen.</p>
<h3>Gibt es auch manchmal Probleme bei der Umsetzung von Ritualen?</h3>
<p>Die Coronapandemie stellte uns vor neue Herausforderungen. Es wurde zum Ritual,<br />
dass die Kinder nach Ankunft in der Gruppe direkt zum Händewaschen gingen, so lauteten die Hygienevorschriften. Einige Kinder haben deutlich gezeigt, dass es ihnen schwerfällt, dies umzusetzen, da jedes Kind in der Regel seinen eigenen Start in den Tag und die Gruppe hat – so manch eines beginnt sofort zu spielen, ein anderes möchte zunächst seine Freunde begrüßen. All dies war zu der Zeit nicht möglich, da alle den Tag mit dem Händewaschen beginnen sollten. Das haben wir zu Beginn dieses Kitajahres wieder geändert. Nun waschen sich alle Kinder wieder nach dem Morgenkreis die Hände, sodass sie unmittelbar vor der Brotzeit sauber sind. Es gehört zum Qualitätsmanagement und unserer professionellen Einstellung, den Tagesablauf stetig zu reflektieren und wo nötig anzupassen, auch die Rituale.</p>
<h3>Kann es Ihrer Erfahrung nach auch ein „Zuviel“ an Ritualen geben?</h3>
<p>Man sollte die Häufigkeit der Rituale im Blick haben. Gerade in der Krippe hat sich jedoch in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass viele Rituale für eine klare Struktur im Tagesablauf sorgen und den Kindern Halt geben.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Die Fragen stellte Sabine Biskup</em></p>
<div></div>
<div>
<p>&nbsp;</p>
<p style="font-weight: 400;"><div class="box-infos-gruen"></p>
<p style="text-align: center;">Wenn Sie „Rituale“ in der Teamsitzung thematisieren möchten, finden Sie eine Übersicht hilfreicher Online-Publikationen über Rituale sowie eine Karte mit Reflexionsfragen unter<br />
<a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/rituale_fragen">www.kinderkinder.dguv.de/rituale_fragen</a></p>
<div></div>
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<div></div></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://dguv-kinderkinder.de/rituale-geben-orientierung/">Rituale geben Orientierung</a> erschien zuerst auf <a href="https://dguv-kinderkinder.de">KinderKinder</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rituale &#8211; Reflexionsfragen für die Teamsitzung</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/rituale_fragen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2024 18:46:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[News-Kategorien]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionsfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Rituale]]></category>
		<category><![CDATA[Teamsitzung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderkinder.dguv.de/?p=5811</guid>

					<description><![CDATA[<p>Reflexionsfragen „Rituale“ Die Fragen als Impuls für Ihre Teamsitzung herunterladen? Na klar! Hier geht´s zum PDF. &#160; &#160; &#160;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Reflexionsfragen „Rituale“</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Welche Rituale oder ritualisierte Handlungen gibt es in unserer Einrichtung? (täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich etc.)</li>



<li>Welche Rolle spielen unsere Rituale im Kita-Alltag?</li>



<li>Woher kommen sie?</li>



<li>Welche davon gefallen mir besonders?</li>



<li>Mit welchen Ritualen kann ich persönlich nichts anfangen?</li>



<li>Welches Ritual ist in unserem Kita-Alltag ganz besonders hilfreich? Woran kann das liegen?</li>



<li>Welches Ritual kommt bei den Kindern besonders gut an, welches langweilt sie?</li>



<li>Welche Rituale oder regelmäßigen Aktivitäten kosten Kraft und Energie, bringen aber nur wenig Mehrwert?</li>



<li>Empfinde ich ein Ritual als Bremsklotz? Warum?</li>



<li>Welches Ritual entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Regel?</li>



<li>Haben die Kinder Einfluss auf die Gestaltung der Rituale?</li>



<li>Erklären wir den Eltern unsere Rituale ausreichend gut?</li>



<li>Bekommen Rituale der Familien – auch aus anderen Herkunftsländern – ausreichend Raum?</li>
</ul>



<p>Die Fragen als Impuls für Ihre Teamsitzung herunterladen? Na klar!</p>



<p><a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2024/01/Rituale_Reflexionsfragen.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier geht´s zum PDF.</a></p>



<p>&nbsp;</p>



<div class="wp-block-group">
<p>&nbsp;</p>
<p style="font-weight: 400;"><div class="box-infos-gruen"></p>
<h3>Weitere hilfreiche Publikationen und Links zum Thema:</h3>
<p style="text-align: center;">



</p>
<p><a href="http://bsimgx.schluetersche.de/upload3411932491774231211.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kinder brauchen Rituale: So unterstützen Sie Ihr Kind in der Entwicklung</a> &#8211; PDF</p>
<p style="text-align: center;">



</p>
<p><a href="https://www.kita-fachtexte.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/FT_kleemissII_rhythmus_2011.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kita-Fachtexte: Rhythmus, Konstanz, Rituale und ihre Bedeutung für die pädagogische Arbeit mit Kindern in den ersten drei Lebensjahren</a> &#8211; PDF<br /><a href="Anker im Tagesablauf. Rituale in der Krippe" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><br /></a><a href="https://www.nifbe.de/component/themensammlung?view=item&amp;id=757:anker-im-tagesablauf&amp;catid=24:paedagogische-querschnitts-aufgaben" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nifbe: Anker im Tagesablauf. Rituale in der Krippe</a></p>
<p style="text-align: center;">



</p>
<p><a href="https://www.betrifftkinder.eu/zeitschrift/betrifft-kinder/betrifft-kinder-2014/bk-08092014/1172-rituale-regeln-und-der-morgenkreis.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">betrifft: Kinder: Rituale sind kein Selbstzweck</a></p>
<div> </div>
<div> </div>
<div></div></div>



<h3 class="wp-block-heading">&nbsp;</h3>


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		<item>
		<title>Ob Türcode oder Klingel – Hauptsache sicher</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/ob-tuercode-oder-klingel-hauptsache-sicher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2024 18:03:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Abholberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufsichtspflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Bring- und Abholsituation]]></category>
		<category><![CDATA[Türcode]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderkinder.dguv.de/?p=5918</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#160; Acht Kinder sind schon da, die nächsten drei im Anmarsch. Mitsamt ihren Eltern, die die Erzieherinnen und Erzieher in Tür-und-Angel-Gespräche verwickeln. Es ist hektisch, es ist stressig – und bei der Ablenkung huscht ein Kind unbemerkt nach draußen. Ein Albtraum für die pädagogischen Fachkräfte und Eltern! Damit das nicht passiert, fängt eine sichere Bring- &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/ob-tuercode-oder-klingel-hauptsache-sicher/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ob Türcode oder Klingel – Hauptsache sicher“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2 style="font-weight: 400;">KURZ GESAGT!</h2>
<p style="font-weight: 400;">_Klare Kommunikation mit den Eltern ist die Basis</p>
<p style="font-weight: 400;">_Abholberechtigungen im Vorfeld regeln und dokumentieren</p>
<p style="font-weight: 400;">_Technische Lösungen ersetzen nicht die Aufsichtspflicht</p>
<p style="font-weight: 400;"></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Acht Kinder sind schon da, die nächsten drei im Anmarsch. Mitsamt ihren Eltern, die die Erzieherinnen und Erzieher in Tür-und-Angel-Gespräche verwickeln. Es ist hektisch, es ist stressig – und bei der Ablenkung huscht ein Kind unbemerkt nach draußen. Ein Albtraum für die pädagogischen Fachkräfte und Eltern! Damit das nicht passiert, fängt eine sichere Bring- und Abholsituation schon mit der klaren Kommunikation gegenüber den Eltern an. Die Kita sollte ihnen den zeitlichen und organisatorischen Ablauf erklären. Für längere Gespräche bietet es sich an, andere Termine zu vereinbaren.</p>
<p>Wichtig ist, dass die Aufsichtspflicht während der Bring- und Abholsituation geregelt und durch genügend Personal gewährleistet ist. „Bewährt hat sich in einigen Einrichtungen eine Rezeption“, sagt Oliver Patschula, Aufsichtsperson von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. „In dieser Phase des Tages überwacht und kontrolliert jemand im Eingangsbereich die Zugänge“, führt der Präventionsexperte aus.</p>
<h2>Dokumentation der Abholberechtigungen</h2>
<p>Beim Abholen müssen die Fachkräfte darauf achten, dass sie die Kinder nur abholberechtigten Personen übergeben. Dafür sollten die Eltern oder Erziehungsberechtigten zu Beginn des Kitajahres angeben, wer abholberechtigt ist. Die Kita sollte das schriftlich festhalten und das Dokument auf dem neuesten Stand halten. Auch Apps, die einige Kitas zur Verwaltung nutzen, können über eine solche Dokumentationsfunktion verfügen.</p>
<p>„Wenn jemand Fremdes kommt, kann es für die Kita natürlich schwierig werden“, sagt Patschula. In dem Fall müssen die Eltern dies im Vorfeld in schriftlicher Form so mitteilen, dass die Kita die Identität des „Ersatzabholenden“ zweifelsfrei feststellen kann. Ist das – beispielsweise wegen einer kurzfristigen Erkrankung der Eltern – schriftlich nicht möglich, können die Eltern mit der Kita zum Beispiel ein geheimes Codewort vereinbaren, das ansonsten nur die abholberechtigte Person kennt.</p>
<p>In jedem Fall sollte die Kita ausführlich dokumentieren: Wer hat das Kind wann gebracht? Wer soll es abholen? Wer hat es wann abgeholt?</p>
<h2>Konzeptionelle Überlegungen der Kitas entscheidend</h2>
<p>Die technischen Vorkehrungen hängen von den individuellen konzeptionellen Überlegungen und den baulichen Rahmenbedingungen der Kita ab. Sollen Eltern selbstständig Zugang zur Einrichtung haben, kann dies über Türsysteme mit Schlüsselkarten oder Codeeingabe geschehen – allerdings müssen die Kitas darauf achten, dass wirklich nur Abholberechtigte Zugang haben. Andere Kitas dürften den Zugang zum Gebäude stärker kontrollieren wollen. Naheliegend ist eine Klingel mit Gegensprechfunktion. Wer sie bedient, ist wiederum Sache der Kita. Gibt es ein Sekretariat oder eine Rezeption? Kümmert sich die Kitaleitung aus ihrem Büro darum? Oder gibt es vielleicht sogar Klingeln und Gegensprechanlagen für jeden Gruppenraum?</p>
<p>Damit Kinder nicht unbemerkt die Kita verlassen können, dürfen sie die Ein- und Ausgangstür nicht selbstständig öffnen können. Die Türdrücker beziehungsweise Türklinken oder bei elektrischen Türen die Betätigungstasten sollten deshalb außerhalb ihrer Reichweite angebracht sein. Im Gefahrenfall, beispielsweise wenn es brennt, führen die Fachkräfte die Kinder unter Aufsicht nach draußen.</p>
<h2>Videoüberwachung nur in Ausnahmefällen erlaubt</h2>
<p>Das Kitagelände per Video zu überwachen, ist ein heikles Thema und grundsätzlich nur außerhalb der Öffnungszeiten erlaubt, etwa zur Vorbeugung von Vandalismus. Kitas müssen prüfen (lassen), ob die Installation von Videokameras gestattet ist. In einem konkreten Fall aus dem Jahr 2021 erklärte der Thüringer Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (TLfDI) die geplante Videoüberwachung einer Kita für unzulässig. Begründung: Die Überwachung könne zum einen im Vorfeld nicht verhindern, dass Kinder das Grundstück verlassen. Zum anderen gebe es „mildere Mittel“, die nicht in die Grundrechte eingreifen würden – etwa ein verbessertes Schließsystem mit Gegensprechanlage.</p>
<p>Für eine sichere Bring- und Abholsituation gibt es „keine 100-prozentige Lösung durch technische Vorkehrungen“, lautet das Fazit von Oliver Patschula. „Durch eine bedarfsorientierte technische Ausstattung und gute Organisation lässt sich aber die Stresssituation reduzieren.“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dguv-kinderkinder.de/ob-tuercode-oder-klingel-hauptsache-sicher/">Ob Türcode oder Klingel – Hauptsache sicher</a> erschien zuerst auf <a href="https://dguv-kinderkinder.de">KinderKinder</a>.</p>
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