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	<title>01/2020 Archive - KinderKinder</title>
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	<description>Sicherheit &#38; Gesundheit in Kindertageseinrichtungen</description>
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		<title>Guter Start für alle</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/guter-start-fuer-alle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2020 10:31:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2020]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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			</item>
		<item>
		<title>Lia gehört dazu</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/lia-gehoert-dazu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 14:35:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2020]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lia ist eine Kämpferin. Und blitzgescheit. Da sind sich Erzieherinnen, Eltern und Integrationskraft einig. Gerade jetzt ist das fünf-jährige Mädchen gemeinsam mit den anderen Wackelzähnen unterwegs zum Bach. Die Vorschulgruppe der Kita Pusteblume nutzt den sonnigen Tag für einen Abstecher ans Wasser. Paarweise folgen die Kinder dem Feldweg, als Lia ihren Partner fragt: „David, können &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/lia-gehoert-dazu/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Lia gehört dazu“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Lia ist eine Kämpferin. Und blitzgescheit. Da sind sich Erzieherinnen, Eltern und Integrationskraft einig. Gerade jetzt ist das fünf-jährige Mädchen gemeinsam mit den anderen Wackelzähnen unterwegs zum Bach. Die Vorschulgruppe der Kita Pusteblume nutzt den sonnigen Tag für einen Abstecher ans Wasser. Paarweise folgen die Kinder dem Feldweg, als Lia ihren Partner fragt: „David, können wir mal langsam machen?“ Dem Mädchen steckt der Ausflug vom Vortag noch in den Gliedern, das linke Bein schmerzt. Kein Thema für David. Die letzten der Gruppe sind sie noch lange nicht – ganz hinten widmen sich zwei Kinder intensiv den Kieseln auf dem Weg und fallen immer weiter zurück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2><strong>KURZ GESAGT!</strong></h2>
<ul>
<li>Inklusive Kitas als Gewinn für alle</li>
<li>Offen über Ängste, Unklarheiten und Chancen im Team diskutieren</li>
<li>Externe Hilfe holen, Netzwerke aufbauen</li>
<li>Team, Eltern und Träger müssen an einem Strang ziehen</li>
</ul>
<p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Inklusives Angebot</h2>
<p>Seit zwei Jahren besucht Lia das Kinderhaus Pusteblume. Das ist nicht selbstverständlich. Lia ist mit einem seltenen Genfehler auf die Welt gekommen. Sie kann nicht schlucken. Deshalb erhält sie Essen und Trinken über eine Sonde im Bauch. Weil Hüfte und Knie nicht richtig ausgebildet sind, trägt Lia außerdem Orthesen. Diese medizinischen Hilfsmittel stabilisieren ihre Hüfte und Beine. Doch weiter als 500 Meter am Stück zu laufen, strengt das Mädchen an.</p>
<p>„Wir hatten große Angst“, erzählt die Kita-Leiterin Margot Koblitz von der Zeit, kurz vor Lias Start in der Kita. Denn nicht schlucken können bedeutet auch: Möglicherweise läuft Speichel in die Lunge und Lia bekommt keine Luft mehr. Das Mädchen könnte in der Kita sterben – das stand für die pädagogischen Fachkräfte im Raum.</p>
<p>Das Kinderhaus Pusteblume steht in Windesheim, einem kleinen Dorf mit 2.000 Einwohnern in Rheinland-Pfalz. Für Margot Koblitz war immer klar, dass die Einrichtung jedes Kind aus dem Ort aufnimmt. „Wir verstehen unsere Kita als inklusives Angebot.“ Das ist auch entsprechend im Konzept der Einrichtung verankert. 2016 kam die Anfrage von gleich drei Familien, die ein Kind mit einer Behinderung haben. Bei allen drei gab es erhöhten und medizinischen Unterstützungsbedarf durch die Erzieherinnen. Eines der Kinder ist Lia.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Alle einbeziehen</h2>
<p>Margot Koblitz arbeitet seit über 40 Jahren in der Kita. Sie hat viel Erfahrung – auch damit, was man falsch machen kann. Sie erinnert sich gut an das erste Kind mit Behinderung in der Einrichtung. Wie sie sich damals entschied, es aufzunehmen. Und dass sie versäumte, das Team mitzunehmen. „Das gab viele Probleme.“</p>
<p>Für die Kita-Leitung war deshalb klar: Alle müssen einbezogen werden und an einem Strang ziehen. Das Team, die Eltern und der Träger. An zwei pädagogischen Tagen diskutierte das Team offen über Ängste, Unklarheiten, aber auch über Chancen. Nur wenn ohne Tabus über alles gesprochen wird, können Probleme ausgeräumt werden, so die Überzeugung von Margot Koblitz. Tina Krämer, heute Lias Bezugserzieherin bei den Wackelzähnen, erinnert sich: „Ich habe mich nicht getraut, Lia über die Magensonde Wasser zu geben.“ Nur zwei Erzieherinnen aus dem Team trauten sich das damals zu. Damit war klar: Nur diese beiden versorgen das Mädchen am Vormittag mit der erforderlichen Flüssigkeit. Niemand sollte überfordert werden. Für die Nahrung wurde eine andere Lösung gesucht. Lia besucht die Kita nur von 8 bis 12 Uhr, zum Mittagessen wird sie abgeholt.</p>
<figure id="attachment_1841" aria-describedby="caption-attachment-1841" style="width: 2000px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-1841 size-full" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07.jpg" alt="" width="2000" height="1290" srcset="https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07.jpg 2000w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07-263x170.jpg 263w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07-300x194.jpg 300w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07-768x495.jpg 768w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07-1440x929.jpg 1440w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07-250x161.jpg 250w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07-1392x898.jpg 1392w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07-580x374.jpg 580w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07-379x244.jpg 379w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07-238x154.jpg 238w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07-214x138.jpg 214w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_07-368x237.jpg 368w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption id="caption-attachment-1841" class="wp-caption-text">Im Austausch: Lias Mutter Carina Seibold bespricht sich mit der Leiterin Margot Koblitz.</figcaption></figure>
<h2>Notfallplan erarbeiten</h2>
<p>Bei den pädagogischen Tagen waren auch der Träger, eine Supervisorin und Lias Mutter Carina Seibold dabei. Der Träger stand voll hinter der Inklusion. Für die Kita-Leitung war aber auch zentral, dass Eltern und pädagogische Fachkräfte offen zueinander sind – einander vertrauen. „Es kann passieren, dass Lia blau anläuft“, erklärte Carina Seibold den Erzieherinnen. Gemeinsam wurde ein Notfallplan für diesen Fall erarbeitet. Darin ist zum Beispiel festgehalten, dass zuerst der Notarzt und dann die Mutter informiert wird. Außerdem hat die Kita sich externe Hilfe gesucht. „Man braucht Menschen, die einen unterstützen“, sagt Margot Koblitz. Einer ihrer ersten Anrufe galt Stefanie Kuhn von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. „Ich habe versucht, Frau Koblitz die Angst zu nehmen“, erinnert sich Stefanie Kuhn an das Telefonat und erklärt: „Wenn etwas passiert, ist das Kind bei uns versichert.“ Die Aufsichtsperson empfahl außerdem, die Gefährdungsbeurteilungen anzupassen.</p>
<p>Jugendamt und Ärzte wurden einbezogen. „Im Umgang mit den Behörden braucht man ein dickes Fell und einen langen Atem“, sagt Margot Koblitz. Zu Lias Unterstützung in der Kita wurde eine Inklusionskraft genehmigt – damals mit 20 Stunden pro Woche. Außerdem tauschte sich die Leitung mit anderen Kitas über deren Erfahrungen mit Inklusion aus. Das gesamte Team besuchte extra einen zusätzlichen Erste-Hilfe-Kurs. Und vier Wochen vor Lias Eingewöhnung kurzfristig einen weiteren. „Wir haben kalte Füße bekommen. Deshalb haben wir an Puppen nochmal die Wiederbelebung geübt“, erinnert sich Margot Koblitz. Ängste ansprechen und gemeinsam Lösungen suchen – das zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Inklusion in dieser Kita.</p>
<p>Die anderen Kinder haben sich anfangs für Lias Besonderheiten interessiert. Mit Lias Einverständnis durften sie zuschauen, wie ihr Wasser in die Sonde gespritzt wird. Heute ist das für alle Normalität – auch für Bezugserzieherin Tina Krämer. Im Morgenkreis hat Lia den anderen Kindern ihre Orthesen, die normalerweise unter ihrer Hose verborgen sind, gezeigt und ihre Funktion erklärt. Die anderen Kinder wissen, dass Lia leichter umfällt. „Die Kinder sind sehr empathisch. Sie gehen aufmerksam miteinander um“, sagt Tina Krämer. Ständige Rücksichtnahme wird von ihnen aber nicht gefordert. Als zwei Wackelzähne einen Spaßkampf auf dem Boden starten, geht Lia einfach zur Seite.</p>
<figure id="attachment_1898" aria-describedby="caption-attachment-1898" style="width: 2000px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-1898 size-full" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804.jpg" alt="" width="2000" height="1440" srcset="https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804.jpg 2000w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804-263x189.jpg 263w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804-300x216.jpg 300w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804-768x553.jpg 768w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804-1440x1037.jpg 1440w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804-250x180.jpg 250w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804-1392x1002.jpg 1392w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804-580x418.jpg 580w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804-354x255.jpg 354w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804-238x171.jpg 238w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804-214x154.jpg 214w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Schwerpunkt_Detail_K40B2804-365x263.jpg 365w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption id="caption-attachment-1898" class="wp-caption-text">Lia kann nicht schlucken und erhält Essen und Trinken über eine Sonde im Bauch.</figcaption></figure>
<h2>Mut machen</h2>
<p>Mit der Inklusion hat sich vor allem für die Erzieherinnen viel verändert. „Ich bin offener geworden“, sagt Tina Krämer. „Es macht einen stark, wenn man seine Ängste überwindet.“ Die pädagogischen Fachkräfte sprechen viel miteinander, die Herausforderung hat das Team zusammengeschweißt. „Wir haben alle zusammen viel gewonnen. Kinder mit Beeinträchtigung sind eine Bereicherung“, sagt Margot Koblitz. Sie möchte anderen Einrichtungen Mut machen, Inklusion zu wagen.</p>
<p>Und Lia? Die steht lachend auf einer Brücke und lässt Papierboote zu David in den Bach fallen. Der fischt sie eifrig aus dem Wasser. Lia gehört dazu. Sie ist ein Wackelzahn, wie alle anderen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="box-infos-green"></p>
<h2>MATERIALIEN</h2>
<ul>
<li>„Inklusion in Kindertageseinrichtungen“; DGUV Information<br />
202- 099, Download und Bestellung unter: <a href="https://publikationen.dguv.de" target="_blank" rel="noopener">publikationen.dguv.de</a></li>
<li>„Medikamentengabe in Kindertageseinrichtungen“; DGUV Information 202-092, Download und Bestellung unter: <a href="https://publikationen.dguv.de" target="_blank" rel="noopener">publikationen.dguv.de</a></li>
<li>„Kinder mit chronischen Erkrankungen und gesundheitlichen Problemen“, Information der UK RLP; Download unter:<br />
<a href="https://www.ukrlp.de/" target="_blank" rel="noopener">ukrlp.de</a>; Webcode: b475</li>
</ul>
<p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Eine Kita für alle</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/eine-kita-fuer-alle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 14:34:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2020]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor welchen Herausforderungen stehen Kitas bei der Inklusion? Inklusion bedeutet, dass jedes einzelne Kind an gemeinschaftlichen Aktivitäten teilhaben und diese mitgestalten kann. Als Pädagogin muss ich also offen dafür sein, wirklich alle Kinder in meiner Einrichtung willkommen zu heißen. Das klingt zunächst selbstverständlich, im Alltag kann es mir aber zum Beispiel leichter fallen, ein Kind &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/eine-kita-fuer-alle/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Eine Kita für alle“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Vor welchen Herausforderungen stehen Kitas bei der Inklusion?</h3>
<p>Inklusion bedeutet, dass jedes einzelne Kind an gemeinschaftlichen Aktivitäten teilhaben und diese mitgestalten kann. Als Pädagogin muss ich also offen dafür sein, wirklich alle Kinder in meiner Einrichtung willkommen zu heißen. Das klingt zunächst selbstverständlich, im Alltag kann es mir aber zum Beispiel leichter fallen, ein Kind mit einem Hörgerät aufzunehmen als ein Kind mit einer Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung.</p>
<h3>Was, wenn pädagogische Fachkräfte vor dieser Aufgabe zurückschrecken?</h3>
<p>Es ist normal, sich zu fragen: Kann ich mir das überhaupt vorstellen? Selbstreflexion gehört zu jeder Pädagogin und jedem Pädagogen als wichtige Ressource dazu. Erstaunlich viele haben bereits persönliche – gute und weniger gute – Erfahrungen mit verschiedenen Formen der Behinderung gemacht. Diese Erfahrungen müssen im Team diskutiert werden. Und wenn jemand noch nicht so weit ist, muss er das benennen dürfen. Man darf zur Inklusion auch Nein sagen. Inklusion funktioniert nicht, wenn sie übergestülpt wird. Eine inklusive Kindertagesstätte zu werden, ist ein Prozess. Es braucht eine erfahrene Leitung, die das Thema gemeinsam mit dem Team erarbeitet.</p>
<h3>Wie verändert sich die pädagogische Arbeit?</h3>
<p>Wenn man bereits zuvor den Anspruch hatte, individuell auf jedes Kind einzugehen, dürfte sich die Arbeit nicht grundsätzlich ändern. Aber je nachdem, welches Kind ich aufnehme, muss ich den Raum anpassen, zum Beispiel damit das Kind die Spielsachen erreichen oder alleine auf die Toilette gehen kann. Insgesamt gilt, das Kind nicht überzubehüten, sondern es genauso zu fördern und zu fordern wie alle anderen. Meine Erfahrung zeigt: Inklusion ist eine Herausforderung, aber auch eine große Bereicherung.</p>
<h3>Wie genau profitiert denn die Krippe oder Kita?</h3>
<p>Kinder leben uns vor, ganz selbstverständlich miteinander umzugehen. Gerade habe ich es wieder erfahren: Ein kleines Mädchen in einer Krippe brauchte viel Hilfe beim Laufen. Als sich die Pädagoginnen und Pädagogen noch fragten, wie sie ihre Betreuung gestalten sollten, haben die anderen Krippenkinder das Mädchen einfach mitgenommen, ihm Sachen gebracht oder auch klar gesagt: „Das kann die noch nicht.“ Kinder nehmen uns Erwachsenen die Scheu. Ich persönlich habe gelernt, mich viel mehr zu trauen und den Kindern viel mehr zuzumuten. Auch den Eltern wird oft ein anderer Blickwinkel aufgezeigt.</p>
<h3>Wann stößt Inklusion an Grenzen?</h3>
<p>Zum einen, wenn der Personal-Kind-Schlüssel oder die räumlichen Bedingungen nicht ausreichen. Die übergeordnete Verantwortung dafür liegt beim Träger. Es bedarf jedoch auch eines hohen Engagements der Leitung, die dem Träger die Situation und den Bedarf ganz offen darstellen sollte.</p>
<p>Zum anderen kann eine Grenze entstehen, wenn die Eltern des Kindes mit besonderen Bedürfnissen nicht offen sind, einem also nicht alle Informationen geben, die man für eine gute Erziehungspartnerschaft braucht. Die Einrichtung muss wissen, auf was sie sich einlässt. Wichtig ist auch, die Erwartungen der Eltern abzuklären, die oft sehr hoch sind.</p>
<h3>Auch die Eltern der anderen Kinder haben Erwartungen.</h3>
<p>Richtig. Und sie können Vorurteile oder Ängste haben, dass die Erzieherinnen und Erzieher zum Beispiel weniger Zeit für das eigene Kind haben werden.</p>
<h3>Wie kann man diesen Ängsten begegnen?</h3>
<p>Durch Transparenz. Indem man ins Gespräch kommt. Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht, dass sich die Eltern des Kindes mit besonderen Bedürfnissen den anderen Eltern vorstellen. Das kann zu mehr Verständnis beitragen. Man darf aber nicht vergessen: Es gibt aber auch viele Eltern, die sich ganz bewusst für eine inklusive Einrichtung entscheiden.</p>
<h3>Wo finden Einrichtungen Unterstützung bei dem Prozess der Inklusion?</h3>
<p>In vielen Städten gibt es Fachberatungen und sonderpädagogische Beratungsstellen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten sich laufend fortbilden. Dazu gehören Supervision und ein Austausch unter Kolleginnen und Kollegen. Man kann auch Kontakt zu anderen Einrichtungen aufnehmen, die Inklusion bereits leben. Ein Netzwerk aufzubauen, ist eine wichtige Grundlage. Ich muss wissen, wer ein Kind medizinisch und therapeutisch behandelt und betreut, um mich bei Fragen und Verunsicherung austauschen und abstimmen zu können. Schon ein paar Tipps können die tägliche Arbeit erleichtern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1855" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_11_Interview-mit.jpeg" alt="" width="240" height="320" srcset="https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_11_Interview-mit.jpeg 240w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_11_Interview-mit-225x300.jpeg 225w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_11_Interview-mit-197x263.jpeg 197w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_11_Interview-mit-191x255.jpeg 191w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_11_Interview-mit-238x317.jpeg 238w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_11_Interview-mit-214x285.jpeg 214w" sizes="auto, (max-width: 240px) 85vw, 240px" /></p>
<p>Interview mit Anne Groschwald. Sie ist Erzieherin, systemische Beraterin, Supervisorin und Autorin des Sachbuches „Inklusion in Krippe und Kita“.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wir leben Inklusion</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/wir-leben-inklusion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 14:35:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2020]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor einigen Jahren sagte jemand zu Daniela Koffmane: „Erzieherin ist kein geeigneter Beruf für eine Person im Rollstuhl.“ Für sie kein Grund, sich entmutigen zu lassen. Seit einem Schulunfall sitzt sie im Rollstuhl. Nach dem Abitur stand für sie fest: Ich werde Erzieherin. Daran hat sie festgehalten. Seit drei Jahren arbeitet sie in der Protestantischen Kindertagesstätte Turnerstraße &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/wir-leben-inklusion/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wir leben Inklusion“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Jahren sagte jemand zu Daniela Koffmane: „Erzieherin ist kein geeigneter Beruf für eine Person im Rollstuhl.“ Für sie kein Grund, sich entmutigen zu lassen. Seit einem Schulunfall sitzt sie im Rollstuhl. Nach dem Abitur stand für sie fest: Ich werde Erzieherin. Daran hat sie festgehalten.</p>
<p>Seit drei Jahren arbeitet sie in der Protestantischen Kindertagesstätte Turnerstraße in Kaiserslautern. Dort ist die 36-Jährige ein wichtiger Teil des Teams, wie Kita-Leiterin Nadine Krämer-Bernhard erklärt. Ihr Rollstuhl? Fällt hier nicht auf. „Für die Kinder ist das völlig normal. Sie sehen keinen Unterschied zwischen meinem Rollstuhl und der Brille einer Kollegin“, sagt Daniela Koffmane.</p>
<p>Auch für die Arbeit im Team ist das nicht von Belang. Der Tagesablauf ist für alle pädagogischen Fachkräfte derselbe, die Aufgaben sowieso. „Alle sind hier sehr offen, nehmen Rücksicht aufeinander und unterstützen sich gegen-seitig“, erklärt die Erzieherin. Ihr Rollstuhl wird dabei schon gar nicht mehr wahrgenommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2><strong>KURZ GESAGT!</strong></h2>
<ul>
<li>Auch Menschen im Rollstuhl können als Erzieher oder Erzieherin arbeiten</li>
<li>Kinder lernen Vielfalt kennen</li>
<li>Berührungsängste werden genommen</li>
<li>Neubauten sollten barrierefrei geplant werden</li>
</ul>
<p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Zugang ermöglichen</h2>
<p>Die Kita ist barrierefrei. Darauf wurde beim Neubau viel Wert gelegt. „Das ist uns sehr wichtig bei Sanierungen und Neubauten. So können wir allen den Zugang zu unseren Kitas ermöglichen“, sagt Michael Sattel, Geschäftsführer der Gesamtkirchengemeinde Kaiserslautern, dem Träger der Kita. In der Turnerstraße ließ man zu Beginn der Tätigkeit von Daniela Koffmane zusätzliche Rampen installieren. So kann sie das Außengelände von jedem Gruppenraum aus problemlos erreichen. Überhaupt gelangt sie bis in den letzten Winkel der Kita. „Ich habe einen sehr schmalen Rollstuhl. Deshalb kann ich beispielsweise auch in die Kindertoiletten fahren.“</p>
<h2>Keine Berührungsängste</h2>
<p>Vorurteile gegen Behinderungen? In dieser Kita Fehlanzeige. Auch die Eltern sind aufgeschlossen. Hier war sofort klar, dass die Kinder von der gelebten Inklusion profitieren. Sie lernen Vielfalt kennen, Rücksicht zu nehmen, und bauen erst gar keine Berührungsängste auf. „So sammeln sie Erfahrungen, die sie für den Rest ihres Lebens prägen“, erklärt Nadine Krämer-Bernhard. Das äußert sich schon im Kita-Alltag. Die Kinder denken mit, wissen, was mit Rollstuhl geht und was nicht. Einmal fragte eine Mutter ihr Kind, wieso es vor ihr immer wegläuft, aber vor Daniela Koffmane nicht. „Das Kind antwortete nur: Na weil sie mir nicht hinterherrennen kann“, sagt die Erzieherin und lacht.</p>
<p>Auch die sprachliche Entwicklung wird so gefördert. „Ich muss viel über Worte regeln“, erzählt Daniela Koffmane. Beispielsweise wenn tatkräftige Hilfestellung durch einen Erwachsenen gefragt ist. Dann erklärt die Erzieherin, wie die Kinder die Situation selbst lösen können. So werden auch Motorik und Resilienz gestärkt.</p>
<p>Viele Kinder sind neugierig auf den Rollstuhl. Immer wieder fragen sie, ob sie auch einmal fahren dürfen. „In meiner Gruppe kann jedes Kind Rollstuhl fahren. Sie lernen das schneller als Erwachsene.“ Dann setzt sich Daniela Koffmane auf das Sofa ihres Gruppenraumes, gibt Tipps und schaut dabei zu, wie die Kinder mit dem Rollstuhl herumsausen. Natürlich ist immer eine zweite Erzieherin dabei. Das eingespielte Kita-Team unterstützt sich gegenseitig, wo es kann. Wenn Daniela Koffmane doch mal an ihre körperlichen Grenzen kommt, ist immer eine Kollegin oder ein Kollege da und springt ein.</p>
<p>Ein paar kleine Schwierigkeiten gibt es dennoch: zum Beispiel die sehr hohe Klinke der Eingangstür. „Da ich mich auf derselben Ebene bewege wie die Kinder, komme ich da nicht dran“, erklärt die Erzieherin. Durch die richtigen baulichen Maßnahmen lässt sich sowas aber schon beim Neubau einer Kita vermeiden. An anderer Stelle hat ihre Perspektive Vorteile. Denn mit den Kindern bewegt sie sich auf Augenhöhe. Daniela Koffmane ist überzeugt: „Die Kita ist genau der richtige Arbeitsplatz für mich.“</p>
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		<title>Hochbeet statt Hollandtomate</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/hochbeet-statt-hollandtomate/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 14:35:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2020]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Gesunde Kita]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kartoffel, Kohlrabi, Kürbis &#38; Co – dafür braucht es keinen üppigen Garten mit Gemüsebeet, es reicht eine kleine Ecke mit etwas Sonne. „Denn Hochbeete benötigen nicht viel Platz und sie sind ratzfatz angelegt“, sagt Michael Markowski vom NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen in Bingen. Ob in der Stadt oder auf dem Land: Der Umweltpädagoge ist überzeugt, dass Hochbeete für &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/hochbeet-statt-hollandtomate/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Hochbeet statt Hollandtomate“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kartoffel, Kohlrabi, Kürbis &amp; Co – dafür braucht es keinen üppigen Garten mit Gemüsebeet, es reicht eine kleine Ecke mit etwas Sonne. „Denn Hochbeete benötigen nicht viel Platz und sie sind ratzfatz angelegt“, sagt Michael Markowski vom NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen in Bingen. Ob in der Stadt oder auf dem Land: Der Umweltpädagoge ist überzeugt, dass Hochbeete für alle Kitas eine Bereicherung sind. So können die Kinder hautnah miterleben, wie aus einem winzigen Samenkorn Gemüse wächst. Sie können selbst das Saatgut in die Erde bringen, die jungen Pflanzen pflegen und gießen – und später zur Belohnung eine Möhre davon probieren. „Kinder lernen, wo unser Gemüse herkommt und wie Lebensmittel hergestellt werden“, erklärt Michael Markowski. „Das fördert die Naturnähe.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2><strong>KURZ GESAGT!</strong></h2>
<ul>
<li>Auf wenig Platz Kräuter, Gemüse und Obst anpflanzen</li>
<li>Kinder lernen, wie Gemüse wächst</li>
<li>Natur kann auf Augenhöhe beobachtet werden</li>
</ul>
<p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Kerne wieder einpflanzen</h2>
<p>Bei Hochbeeten besteht keine Gefahr, dass Kinder beim Spielen aus Versehen auf das junge Gemüse treten. Zudem wachsen die Pflanzen auf Augenhöhe. Die Mädchen und Jungen können gut beobachten, wie Marienkäfer über Blätter krabbeln, Schmetterlinge um Blüten flattern oder sich ein Regenwurm durch die Erde gräbt. „Das ist für viele Kinder sehr spannend“, so die Erfahrung des NABU-Experten. Dabei sollten die Einrichtungen Wert auf Sortenvielfalt legen – und zum Beispiel verschiedene Tomatensorten pflanzen: gelb und klein oder rot und fleischig, rund oder birnenförmig. „So erleben Kinder: Es gibt nicht nur Hollandtomaten aus dem Supermarkt, die alle gleich aussehen.“</p>
<p>Kitas sollten darauf achten, dass das Saatgut „samenfest“ ist. Nur so sei eine gute Nachzucht gewährleistet, erklärt Michael M arkowski. Später können die Kinder vor dem Essen die Kerne aus Kürbis oder Gurke puhlen – und im nächsten Frühjahr wieder einpflanzen. „So können die Kindergärten über Jahre hinweg mit dem gleichen Saatgut arbeiten.“</p>
<h2>Lehrreich für alle</h2>
<p>Ein Hochbeet ist im Nullkommanichts gebaut. Eltern können gut dabei helfen. Der Experte empfiehlt, witterungsbeständige Hölzer wie Lärche oder Douglasie zu verwenden. Im Baumarkt kann man sich die Bretter pass genau zuschneiden lassen. Ideal ist eine Höhe von 75 Zentimetern, damit die Kinder gut an die Pflanzen drankommen. Länge und Breite können variieren, je nach Platz.</p>
<p>Als erste Schicht können die Kinder in die Hochbeete unter anderem Steine, Tannenzapfen, Holzklötze und dicke Äste füllen. Danach folgt eine Schicht aus groben Gartenabfällen, Laub und Grassoden. Zum Schluss wird Muttererde gemischt mit Kompost aufgeschüttet. Und schon kann es losgehen.</p>
<p>Wichtig ist jedoch, dass sich auch jemand um die Pflanzen kümmert, wenn die Kita geschlossen hat. Eine gute Idee ist zum Beispiel, sich dafür Paten zu suchen: Eltern oder Nachbarn, die in der Schließzeit regelmäßig gießen – und Spaß daran haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1871" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_16.jpg" alt="" width="1039" height="540" srcset="https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_16.jpg 1039w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_16-263x137.jpg 263w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_16-300x156.jpg 300w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_16-768x399.jpg 768w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_16-250x130.jpg 250w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_16-580x301.jpg 580w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_16-379x197.jpg 379w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_16-238x124.jpg 238w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_16-214x111.jpg 214w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_16-368x191.jpg 368w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /></p>
<p>Im ersten Jahr, rät der Naturpädagoge, sollten am besten Gemüsesorten angebaut werden, die viele Nährstoffe benötigen: Gurke, Tomate, Zucchini oder Kürbis. Im nächsten Jahr eignen sich Möhre, Fenchel, Salat, Paprika oder Sellerie. Einige Erwachsene seien am Anfang etwas ratlos, wie sie das Gemüse zubereiten können, berichtet Michael Markowski. „Deshalb ist so ein Hochbeet oft nicht nur lehrreich für Kinder, sondern auch für pädagogische Fachkräfte und Eltern.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="box-infos-green"></p>
<h2>MEHR INFOS</h2>
<p style="text-align: center;">Viele tolle Tipps und Spielideen rund ums Thema Hochbeete gibt es auf der Projektseite vom NABU Rheinland-Pfalz:<br />
<a href="https://kindergartenpaten.jimdofree.com" target="_blank" rel="noopener">https://kindergartenpaten.jimdo.com </a></p>
<p style="text-align: center;">Mit dem neuen Projekt „Kita-Naturbotschafter“ will der NABU in<br />
Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland u. a. die biologische Vielfalt in Kita-Gärten fördern. Geschulte Seniorinnen und Senioren sollen die Kitas dabei unterstützen, ihr Gelände naturnäher zu gestalten. Dazu gehört zum Beispiel der Bau von Hochbeeten und Nistkästen oder das Pflanzen von Bäumen und Wildblumen. Mehr Infos unter:<br />
<a href="https://www.kita-naturbotschafter.de" target="_blank" rel="noopener">www.kita-naturbotschafter.de </a></p>
<p style="text-align: center;"></div>
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		<title>Neue Branchenregel für Kitas</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/neue-branchenregel-fuer-kitas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 14:35:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2020]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gemeinsame Mahlzeiten und Pausen, gezielte Bildungs- und Bewegungsangebote, Partizipation von Kindern und Eltern: Der Alltag in Kitas und die Aufgaben der pädagogischen Fachkräfte haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die neue Branchenregel „Kindertageseinrichtung“ trägt dem Rechnung und zeigt die wichtigsten Gefährdungen und Präventionsmaßnahmen im Kita-Alltag. Anhand rechtlicher Grundlagen und mit Praxistipps wird für typische &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/neue-branchenregel-fuer-kitas/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Neue Branchenregel für Kitas“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinsame Mahlzeiten und Pausen, gezielte Bildungs- und Bewegungsangebote, Partizipation von Kindern und Eltern: Der Alltag in Kitas und die Aufgaben der pädagogischen Fachkräfte haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die neue Branchenregel „Kindertageseinrichtung“ trägt dem Rechnung und zeigt die wichtigsten Gefährdungen und Präventionsmaßnahmen im Kita-Alltag. Anhand rechtlicher Grundlagen und mit Praxistipps wird für typische Situationen beschrieben, wie Beschäftigte ein sicheres Umfeld schaffen und berufsbedingte Belastungen oder Erkrankungen vermeiden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2><strong>KURZ GESAGT!</strong></h2>
<ul>
<li>Rechtliche Grundlagen und Praxistipps für ein sicheres Kita-Umfeld</li>
<li>Gilt für die gesamte Kita</li>
<li>Erstmals spielen pädagogische Faktoren eine Rolle</li>
</ul>
<p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dabei gilt sie aber nicht nur für Kita-Träger und pädagogische Fachkräfte, sondern für die gesamte Kita: „Eine besondere Herausforderung bei der Sicherheit und Gesundheit in Kitas ist die Vielfalt der Personen, die dort zusammenkommen. Ob Erzieherinnen und Erzieher, Kinder oder Eltern – die Branchenregel berücksichtigt alle Personengruppen und deren Miteinander“, erklärt Dr. Heinz Hundeloh, Leiter des DGUV Fachbereichs Bildungseinrichtungen.</p>
<p>Neu ist auch, dass in der Branchenregel pädagogische Faktoren eine Rolle spielen. Bisherige Vorschriften und Regelwerke der Unfallversicherungsträger haben sich auf technische und organisatorische Aspekte der Prävention konzentriert. „Wir sind allerdings überzeugt, dass ein schlecht gestaltetes Bildungsangebot ebenso zu Unfällen und Erkrankungen führen kann wie eine mangelhafte räumliche Ausstattung oder schlechte Arbeitsorganisation“, verdeutlicht Heinz Hundeloh. Daher richten die Unfallversicherungsträger ihre Präventionsarbeit ganzheitlich aus.</p>
<h2>Praktisches Werkzeug</h2>
<p>Bei der Erarbeitung der Branchenregel legte die gesetzliche Unfallversicherung großen Wert darauf, Profis aus der Praxis einzubeziehen. „Dank der Fachleute haben wir nicht nur ein sehr breites Themenspektrum, sondern auch die Bedürfnisse der Beschäftigten besser im Blick“, sagt Heinz Hundeloh. So werden Leitungs- und Dokumentationsaufgaben, die Zusammenarbeit mit den Eltern sowie Regelungen zu Dienstplänen, Pausen und Krankheitsvertretungen ebenfalls thematisiert.</p>
<p>Die Branchenregel setzt kein eigenes Recht, sondern fasst das vorhandene komplexe Arbeitsschutzrecht verständlich und klar zusammen. Damit eignet sie sich als Hilfestellung für die Erstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung.</p>
<p>Sie dient Verantwortlichen zudem als praktisches Werkzeug: Symbole vereinfachen das Auffinden von Informationen, konkrete Beispiele und Bilder veranschaulichen die Handlungsanweisungen. Auf der rechten Seite finden Sie eine Übersicht über sämtliche Themen. Sie können die Regel 102-602 „Branche Kindertageseinrichtung“ in der DGUV Publikationsdatenbank kostenfrei herunterladen:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="https://publikationen.dguv.de/" target="_blank" rel="noopener">publikationen.dguv.de</a> &gt;<br />
Webcode: p102602</p>
<p>Wichtig ist, dass die neue Branchenregel gemeinsam in Teamsitzungen besprochen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1876 size-full" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_19.jpg" alt="" width="1038" height="1549" srcset="https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_19.jpg 1038w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_19-247x368.jpg 247w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_19-201x300.jpg 201w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_19-768x1146.jpg 768w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_19-250x373.jpg 250w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_19-580x866.jpg 580w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_19-171x255.jpg 171w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_19-224x334.jpg 224w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_19-202x302.jpg 202w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/KinderKinder_1_20_Seite_19-176x263.jpg 176w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zusammen wachsen</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/zusammen-wachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 14:35:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2020]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Montagmorgen, zehn Uhr: Die letzten Kinder sind gerade eingetrudelt. Eine Mutter verabschiedet sich noch schnell von ihrem Sohn. Aus den Gängen und Gruppenräumen hört man Gebrabbel und Gelärm. Einige Kinder machen sich gerade fertig für einen Ausflug in den Wald. „Jetzt ist wieder Matschhosen-Zeit bei uns“, sagt Kita-Leiterin Veronique Braun. Mittlerweile ist der Alltag in &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/zusammen-wachsen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Zusammen wachsen“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Montagmorgen, zehn Uhr: Die letzten Kinder sind gerade eingetrudelt. Eine Mutter verabschiedet sich noch schnell von ihrem Sohn. Aus den Gängen und Gruppenräumen hört man Gebrabbel und Gelärm. Einige Kinder machen sich gerade fertig für einen Ausflug in den Wald. „Jetzt ist wieder Matschhosen-Zeit bei uns“, sagt Kita-Leiterin Veronique Braun.</p>
<p>Mittlerweile ist der Alltag in der katholischen Kita St. Sebastian eingekehrt. Im Mai 2019 hat die Einrichtung im hessischen Eppertshausen den deutschen Kita-Preis erhalten. Der Trubel danach war groß. „Alle waren völlig aus dem Häuschen“, erzählt die Kita-Leiterin. Träger, Gemeinde, Team, Eltern und Kinder haben sich riesig über diesen Erfolg und die Bestätigung ihrer Arbeit gefreut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2><strong>KURZ GESAGT!</strong></h2>
<ul>
<li>Enges Verhältnis zwischen Kita und Eltern</li>
<li>Eltern können sich in viele Prozesse einbringen</li>
<li>Ausschüsse, Veranstaltungen und der Elternbeirat sind gute Möglichkeiten hierfür</li>
</ul>
<p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Enge Erziehungspartnerschaft</h2>
<p>Die Jury überzeugte vor allem die enge Zusammenarbeit in der Einrichtung. Denn in Eppertshausen dürfen sich alle mit Ideen einbringen und dazu einladen, mitzumachen. Partizipation geht hier weit über die Bitte um Unterstützung hinaus. Daraus entstand über Jahre hinweg eine enge Erziehungspartnerschaft zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern.</p>
<p>„Wir als Eltern geben nicht nur unsere Kinder ab und gehen wieder. Wir gehören dazu und werden eingebunden“, erklärt eine Mutter. So zum Beispiel, als vor zwei Jahren das Außengelände neu gestaltet wurde. Da planten die Mütter und Väter mit, sammelten Spenden und rammten eigenhändig die Pfeiler des neuen Klettergerüsts in den Boden. Oder bei der jährlichen Faschingsbörse. Die gibt es schon seit etwa 20 Jahren. Und sie wurde schon immer von den Eltern organisiert. „Das hat ganz klein angefangen. Mit ein paar Kostümen, die im Turnraum verkauft wurden“, sagt Veronique Braun.</p>
<p>Inzwischen findet die Faschingsbörse in der Bürgerhalle der etwa 6.000-Seelen-Gemeinde statt und hat einen festen Platz im Kalender. Dafür muss die Halle ein ganzes Wochenende lang gemietet werden. Vom Sammeln der Kostüme über die Vorbereitung und den Aufbau bis hin zum Abbau und dem Zurücksortieren wird alles von den Eltern gestemmt. Dabei beteiligen sich auch Mütter und Väter ehemaliger Kita-Kinder. Der Erlös kommt zu großen Teilen der Einrichtung zugute.</p>
<p>„Die Eltern beteiligen sich hier einfach gerne. Vermutlich, weil sie es dürfen und wir sie ernst nehmen“, sagt die Kita-Leiterin. Die Türen der Kita stehen den Eltern immer offen. Ihnen werden viele Möglichkeiten gelassen, sich zu beteiligen. Daraus ist über Jahre hinweg ein enges Verhältnis gewachsen.</p>
<h2>Konflikte gemeinsam lösen</h2>
<p>Die Kita-Eltern in Eppertshausen sind gut organisiert. Der Elternbeirat hat 15 Mitglieder. Außerdem gibt es verschiedene Ausschüsse, die sich regelmäßig treffen. „Uns ist es wichtig, dass es unseren Kindern gut geht. Also helfen wir natürlich gerne mit“, sagt eine Mutter. Veronique Braun ist sich sicher: Die Einstellung einer Kita zu den Eltern spielt dabei eine große Rolle.</p>
<p>Konflikte gibt es aber natürlich auch. Kürzlich beispielsweise, weil nicht alle Eltern damit einverstanden waren, dass beim gemeinsamen Frühstück auch Marmelade angeboten wird. Die Kita hat dazu klar Stellung bezogen und ihren Standpunkt erläutert. Die Eltern haben dann Gespräche geführt und Beobachtungen miteinander geteilt. Am Ende konnten alle davon überzeugt werden, dass Marmelade beim Frühstück kein Problem ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="box-infos-green"></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1881 aligncenter" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2020/01/Deutscher_Kitapreis.jpg" alt="" width="349" height="322" srcset="https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Deutscher_Kitapreis.jpg 349w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Deutscher_Kitapreis-263x243.jpg 263w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Deutscher_Kitapreis-300x277.jpg 300w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Deutscher_Kitapreis-250x231.jpg 250w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Deutscher_Kitapreis-276x255.jpg 276w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Deutscher_Kitapreis-238x220.jpg 238w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Deutscher_Kitapreis-214x197.jpg 214w, https://dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2020/01/Deutscher_Kitapreis-285x263.jpg 285w" sizes="auto, (max-width: 349px) 85vw, 349px" /></p>
<h2></h2>
<p style="text-align: center;">Mehr Informationen zum Deutschen Kita-Preis und den Preisträgern gibt es unter:<br />
<a href="https://www.deutscher-kita-preis.de" target="_blank" rel="noopener">www.deutscher-kita-preis.de </a></p>
<p></div>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schnuppern, Besuchen, Hospitieren</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/schnuppern-besuchen-hospitieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 14:34:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2020]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage: Sind Schnupperkinder gesetzlich unfallversichert? Antwort: Schnupperkinder in einer Kinderbetreuungseinrichtung sind grundsätzlich gesetzlich unfallversichert. Dazu gehört natürlich, dass das Kind ganz normal am Betreuungsangebot der Einrichtung teilnimmt mit dem Ziel der Aufnahme in der dortigen Einrichtung, die es sich anschaut. Frage: Sind die Schnupperkinder auch unfallversichert, wenn sie gemeinsam mit ihren Eltern in der Kita &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/schnuppern-besuchen-hospitieren/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Schnuppern, Besuchen, Hospitieren“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Frage: Sind Schnupperkinder gesetzlich unfallversichert?</h3>
<p><strong>Antwort:</strong> Schnupperkinder in einer Kinderbetreuungseinrichtung sind grundsätzlich gesetzlich unfallversichert. Dazu gehört natürlich, dass das Kind ganz normal am Betreuungsangebot der Einrichtung teilnimmt mit dem Ziel der Aufnahme in der dortigen Einrichtung, die es sich anschaut.</p>
<h3>Frage: Sind die Schnupperkinder auch unfallversichert, wenn sie gemeinsam mit ihren Eltern in der Kita sind?</h3>
<p><strong>Antwort:</strong> Mit dem Schnuppern können Kinder vor der regelmäßigen Aufnahme zeitweise in der Kita beim Betreuungsangebot dabei sein, um zu sehen, ob sie sich wohlführen. Kinder sind dabei ab der Übergabe in das Betreuungsangebot versichert. Auch in der Eingewöhnungsphase sind Kinder in der Kita versichert, auch wenn die Eltern dabei sind, ebenso wie auf dem Hin- oder Heimweg.</p>
<h3>Frage: Müssen Eltern oder pädagogische Fachkräfte Formulare ausfüllen, damit Versicherungsschutz besteht?</h3>
<p><strong>Antwort:</strong> Der Unfallversicherungsschutz besteht wie bei allen Kindern, die eine Kita besuchen, per Gesetz und antragsfrei.</p>
<h3>Frage: Manchmal besuchen ehemalige Kita-Kinder die Einrichtung für einen Tag – zum Beispiel in ihren ersten Schulferien. Besteht für diese Kinder Versicherungsschutz?</h3>
<p><strong>Antwort:</strong> Besuchskinder wie ehemalige Kindergartenkinder, die ihre frühere Kita besuchen, stehen ebenso unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Auch Kinder wie beispielsweise Geschwisterkinder, die wegen eines<br />
Notfalles stunden- oder tageweise zusammen mit den Kindergartenkindern betreut werden, sind abgesichert.</p>
<h3>Frage: Schülerinnen und Schüler der achten oder neunten Klasse arbeiten häufig während des Schülerpraktikums in einer Kita. Wie sind diese Teenager versichert?</h3>
<p><strong>Antwort:</strong> Praktikantinnen und Praktikanten sind immer gesetzlich unfallversichert – entweder im Schülerpraktikum über die gesetzliche Unfallversicherung oder über den Unfallversicherungsträger der Einrichtung bei freiwilligen Praktika.</p>
<p><em>Die Antworten gab <strong>Franziska Lüdtke</strong>, Abteilungsleiterin Recht und Rente der Unfallkasse Baden-Württemberg</em></p>
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		<title>Kontakte knüpfen</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/kontakte-knuepfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 14:35:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2020]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps vom Profi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt viele Stellen, die Kitas bei Fragen rund um das Thema Inklusion Unterstützung anbieten. Zunächst sind das vor allem die zuständigen Fachberatungen und Inklusionsfachstellen der Ämter in Stadt- und Landkreisen. Darüber hinaus können sich die Einrichtungen aber auch an Frühförderstellen, Sozialpädiatrische Zentren oder die Lebenshilfe wenden. Je nachdem, welche Anliegen die pädagogischen Fachkräfte haben &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/kontakte-knuepfen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Kontakte knüpfen“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt viele Stellen, die Kitas bei Fragen rund um das Thema Inklusion Unterstützung anbieten. Zunächst sind das vor allem die zuständigen Fachberatungen und Inklusionsfachstellen der Ämter in Stadt- und Landkreisen. Darüber hinaus können sich die Einrichtungen aber auch an Frühförderstellen, Sozialpädiatrische Zentren oder die Lebenshilfe wenden. Je nachdem, welche Anliegen die pädagogischen Fachkräfte haben bzw. zu welcher Art der Behinderung sie eine Beratung benötigen.</p>
<p>Auch im Internet findet man viele hilfreiche Informationen. Zum Beispiel den Index für Inklusion, einen Leitfaden für Kitas, die sich inklusiv ausrichten wollen. (Anm. d. Red.: Zu finden unter <a href="https://www.gew.de" target="_blank" rel="noopener">www.gew.de</a> mit dem Suchbegriff „Index für Inklusion in Kindertageseinrichtungen“).</p>
<p>Einer der wichtigsten Punkte ist jedoch die Netzwerkarbeit. Wichtig ist, sich mit Fachstellen und Kitas untereinander auszutauschen. Viele haben schon eigene Erfahrungen gemacht und können diese teilen. Der kollegiale Austausch verschiedener Einrichtungen ist ein Gewinn für die inklusive Arbeit vor Ort. Um neue Kontakte zu knüpfen und Impulse zu bekommen, bieten sich aber natürlich auch Fortbildungen an.</p>
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		<title>Ein Garten für alle</title>
		<link>https://dguv-kinderkinder.de/ein-garten-fuer-alle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 14:34:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2020]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen aus der Praxis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Im Generationengarten treffen wir regelmäßig Kinder verschiedener Schulen, einer Jugendwerkstatt und Senioren. Gemeinsam arbeiten wir im Garten und lernen voneinander. Dabei erfahren die Kinder zum Beispiel, wie viel Arbeit es ist, bis Gemüse oder Obst im Supermarktregal liegen. Der Garten steht uns jederzeit offen, er ist Teil unserer pädagogischen Arbeit. Dazu gehört auch die Stadtteilarbeit. &#8230; <a href="https://dguv-kinderkinder.de/ein-garten-fuer-alle/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ein Garten für alle“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Im Generationengarten treffen wir regelmäßig Kinder verschiedener Schulen, einer Jugendwerkstatt und Senioren. Gemeinsam arbeiten wir im Garten und lernen voneinander. Dabei erfahren die Kinder zum Beispiel, wie viel Arbeit es ist, bis Gemüse oder Obst im Supermarktregal liegen. Der Garten steht uns jederzeit offen, er ist Teil unserer pädagogischen Arbeit. Dazu gehört auch die Stadtteilarbeit. Etwa wenn wir selbstgepressten Apfelsaft auf dem Markt verkaufen oder die Senioren besuchen, mit ihnen Naturfarben herstellen und damit malen. So wird auch unsere pädagogische Arbeit in der Stadt besser wahrgenommen und geschätzt. Im Generationengarten entdecken nicht nur die Kinder ständig Neues, auch ich lerne stets dazu.“</p>
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