
Download als PDF-Dokument, 1,7 MB
SPIELGERÄTE UND MODELLIERTE FLÄCHEN
Herausfordernde Klettermöglichkeiten, Rutschen, Schaukeln, Balancier-Stämme, Hügel und Mulden bieten Kindern vielfältige Bewegungserfahrungen. Sie schulen elementare Bewegungsformen, Koordination und Gleichgewicht.
Bei einer freien Fallhöhe bis zu 1 Meter ist Naturboden zulässig, bis 1,50 Meter kann Rasen verwendet werden (er muss auch bei intensiver Nutzung vorhanden sein), ab 1,50 Meter müssen Bodenmaterialien mit stoßdämpfenden Eigenschaften verwendet werden. Die Schaukel ist so zu platzieren, dass die Kinder nur von einer Seite Zugang haben und nicht in den Schaukelbereich hineinlaufen können.
KRIPPENBEREICH
Hier ist ein separater, geschützter U3-Bereich in Gebäudenähe mit moderaten Geländemodellierungen, kleineren Podesten und Rutschen sowie Bauchschaukeln zu empfehlen.
Für Krabbelkinder sollte die freie Fallhöhe von maximal 20 Zentimetern und für Kleinkinder, die schon sicher laufen können, von maximal 40 Zentimetern nicht überschritten werden.
FREIFLÄCHEN
Flächen für Lauf-, Ball- und Kreisspiele oder freies Spiel. Mit Kreide können Hüpfkästchen aufgemalt und Bewegungsmaterialien wie Stelzen, Bälle oder Bretter bereitgestellt werden. Eine Teilüberdachung für Regenwetter ist wünschenswert. Ein zusätzlicher Platz für bewegungsintensive Ballspiele mit Toren ist sinnvoll.
Die Fläche muss frei von Hindernissen und klar von anderen Bereichen abgegrenzt sein, damit sich die Kinder nicht gegenseitig stören oder gefährden.
BEFESTIGTE FLÄCHEN
Hier können die Kinder mit Fahrzeugen wie Roller, Dreirad oder Bobbycar fahren.
Der Untergrund muss geeignet und frei von Hindernissen sein, es sollte eine deutliche Abgrenzung von anderen Zonen geben.
SINNES- UND NATURERFAHRUNGEN
Wasserläufe, Sandbereiche, Beete und Weidentunnel ermöglichen vielfältige Sinneserfahrungen. Hier gibt es auch diverse Rückzugsmöglichkeiten für Kinder, die Ruhe und Erholung suchen.
In allen Bereichen ist auf Sonnenschutz zu achten. Dabei sind schattige Plätze unter Bäumen oder Büschen optimal, wo diese fehlen, können standsichere Sonnensegel errichtet werden.
Text: Annette Krawietz, Sportwissenschaftlerin
Illustration: Anna-Lena Kühler
































