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	<title>Gute Praxis Archive - KinderKinder</title>
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	<description>Sicherheit &#38; Gesundheit in Kindertageseinrichtungen</description>
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		<title>Mit Zuversicht in die Schule </title>
		<link>https://www.dguv-kinderkinder.de/mit-zuversicht-in-die-schule/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 08:54:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2026]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Vorschuljahr ist für die Kinder der meisten Kitas mit einem besonderen Programm angefüllt – ob ein Besuch der Feuerwache oder eine Übernachtung, ein besonderer Ausflug oder Workshop. Die Kinder wissen, dass bald etwas Neues beginnen wird – bei manchen kann das Unsicherheit auslösen. Wenn dann noch „vom Ernst des Lebens“ die Rede ist, weicht &#8230; <a href="https://www.dguv-kinderkinder.de/mit-zuversicht-in-die-schule/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Mit Zuversicht in die Schule “ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2>kurz &#038; knapp</h2>
<p>+ Der Übergang von der Kita in die Schule ist ein zentraler Entwicklungsschritt<br />
+ Kooperation und Vernetzung im Dreiklang Kita, Schule, Eltern sind entscheidend<br />
+ Eltern spielen eine Schlüsselrolle im Übergang </div>



<div style="height:55px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Das Vorschuljahr ist für die Kinder der meisten Kitas mit einem besonderen Programm angefüllt – ob ein Besuch der Feuerwache oder eine Übernachtung, ein besonderer Ausflug oder Workshop. Die Kinder wissen, dass bald etwas Neues beginnen wird – bei manchen kann das Unsicherheit auslösen. Wenn dann noch „vom Ernst des Lebens“ die Rede ist, weicht die Vorfreude möglicherweise einem leisen Angstgefühl. Je besser also der Übergang gestaltet wird, desto einfacher gelingt den Kindern das Ankommen in der Schule, und das kann sich positiv auf ihre ganze weitere Bildungsbiografie auswirken.</p>



<p>In vielen Städten und Gemeinden arbeiten deshalb die Kitas und Grundschulen in einem engen Netzwerk. Auch Barbara Moser vom Jugendamt der Stadt Nürnberg rät dringend dazu, Kooperationen zwischen Kita, Schule und Elternhaus zu etablieren, damit ein enger, vertrauensvoller Austausch untereinander stattfinden kann. Nur so entstehe ein gemeinsames Verständnis, ist Moser überzeugt. „Der Übergang zur Schule ist zwar markiert durch die Verabschiedung der Kinder aus der Kita, aber davor gibt es einen langen, intensiven Prozess von mindestens einem, eineinhalb Jahren. Dieser muss gut geplant sein“, so die Fachfrau.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Toolbox als Rund-um-sorglos-Paket&nbsp;</h2>



<p>In Nürnberg steht den Kitas und Schulen zu diesem Zweck eine modulare Toolbox mit handfesten Tipps und kompakten Hinweisen, Vordrucken, Formularen und Musterplänen zur Verfügung. Sie enthält sogar ausführliche Konzepte samt Materiallisten sowie konkrete Ideen für drei thematische Eltern-­Kind­-Nachmittage. Ein „Rund­-um­-sorglos-­Paket“ also. Barbara Moser hat die Toolbox gemeinsam mit einem Steuerungskreis der Stadt mit- und weiterentwickelt. In diesem Gremium sitzen neben Vertretern der Kitaträger und des Jugendamtes auch die Schulverwaltung, Schulleitungen und das Bildungsbüro. Die Sammlung adressiert bewusst nicht nur die Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen, sondern genauso die in den Schulen. </p>



<p>„Wir sehen das Thema ganzheitlich“, verdeutlicht Moser. Für sie steht fest, dass der Schlüssel für das Gelingen des Übergangs zur Schule in beständiger Kommunikation liegt: „Alles steht und fällt damit, im ständigen Austausch zu bleiben und dies so zu institutionalisieren, dass auch bei einem Personalwechsel die Kontinuität gewahrt bleibt.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Eltern mitnehmen</h2>



<p>Sie betont, wie wichtig es zudem sei, die Eltern aktiv in den Prozess einzubinden. Schließlich seien auch diese verunsichert, was auf sie und vor allem ihr Kind zukommen werde. „Viele haben aus ihrer eigenen Schulzeit veraltete oder falsche Vorstellungen davon, wie Schule heute funktioniert.“ Es dann aus erster Hand zu erfahren und zu sehen, dass sich sowohl die Kita als auch die Schule dafür verantwortlich fühlten, den Kindern einen optimalen Start zu ermöglichen, sei für viele erleichternd. „Mit einer positiven Haltung gegenüber der Schule spiegeln Eltern den Kindern Zuversicht.“</p>



<p>Deshalb sieht das Nürnberger Konzept auch drei thematische Eltern­-Kind­-Nachmittage vor – ausgerichtet gemeinsam von Schule und Kita. Darin geht es um kognitive Voraussetzungen für die Schulfähigkeit, die kindliche Wahrnehmung sowie um mathematische und sprachliche Bildung. „Hier können wir Eltern beruhigen, die nicht gut Deutsch sprechen. Kinder, die ihre Erstsprache gut beherrschen, erlernen Deutsch einfacher, deshalb ist es wichtig, dass in der Familie viel in der Muttersprache miteinander gesprochen wird.“ An einem der Nachmittage lernen die Kinder und Eltern das Schulhaus kennen, an einem weiteren geht es um die Schultasche: Was ist ein guter, sicherer und geeigneter Schulranzen, was gehört hinein, was nicht? Barbara Moser erläutert: „Außerdem setzen die Eltern einen schwer bepackten Wanderrucksack auf, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel die Kinder im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht schleppen müssen, wenn das komplette Schulzeug jeden Tag mitgenommen wird.“ Ein Augenöffner!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Angebot, aber keine Verpflichtung&nbsp;</h2>



<p>Es gibt keine Verpflichtung für die Einrichtungen in Nürnberg, die Vorschläge umzusetzen. „Dort, wo es bereits gute, gewachsene Strukturen und Kooperationen gibt, dient die Toolbox als Orientierungshilfe zum Abgleich, ob die eigenen Konzepte einen vergleichbar roten Faden verfolgen, wie wir es empfehlen“, erklärt Moser. Wo Kooperationen noch wachsen oder neu aufgebaut werden müssen, können sich die Kitas und Schulen eng an das vorgeschlagene Vorgehen halten. Abgesehen davon, dass sich ein Teil der Empfehlungen an den gesetzlichen Grundlagen Bayerns orientiert, ist die Toolbox auch für Kitas außerhalb Nürnbergs oder Bayerns ein großartiger Fundus an Ideen und Tipps.</p>



<div style="height:53px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-orange"></p>
<p>Die Stadt Nürnberg hat eine Toolbox mit Tipps und Materiallisten u. v. m. zum Übergang Kita–Schule entwickelt. Sie steht kostenfrei zur Verfügung unter:<br />
<a href=" https://www.nuernberg.de/internet/kinderbetreuung/uebergangkindergartenschule.html"target="_blank"> https://kurzelinks.de/7xgi</a><br />
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Da staunst du Bauklötze!</title>
		<link>https://www.dguv-kinderkinder.de/da-staunst-du-baukloetze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 08:43:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[04/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Fachkräftemangel]]></category>
		<category><![CDATA[Multiprofessionalität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Patrick Lethen kennt eine Reihe von Jungs, die für das Malen wenig Begeisterung aufbringen. Um sie im gestalterisch-handwerklichen Bereich zu bilden, hat sich der Mitarbeiter der AWO-Kita Grünauer Straße in Monheim etwas Besonderes ausgedacht: Er trennte einen Bereich des Bauraums ab und richtete ihn als Werkstatt für kaputtes Holzspielzeug ein. Dafür hatte er eine Idee. &#8230; <a href="https://www.dguv-kinderkinder.de/da-staunst-du-baukloetze/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Da staunst du Bauklötze!“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Eine Kita kann von berufsfremdem Fachwissen profitieren</p>
<p>_Der Träger und die Leitung müssen auf die Qualitätssicherung achten</p>
<p>_Offene Haltung des Teams erleichtert Neuzugängen den Einstieg</p>
<p></div>



<p>Patrick Lethen kennt eine Reihe von Jungs, die für das Malen wenig Begeisterung aufbringen. Um sie im gestalterisch-handwerklichen Bereich zu bilden, hat sich der Mitarbeiter der AWO-Kita Grünauer Straße in Monheim etwas Besonderes ausgedacht: Er trennte einen Bereich des Bauraums ab und richtete ihn als Werkstatt für kaputtes Holzspielzeug ein. Dafür hatte er eine Idee. „Jungs, wir brauchen ein Schild“, sagte er zu den Kindern. „Damit alle wissen, dass das hier unsere Werkstatt ist.“ Der Erfolg gab ihm recht. „Sie glauben gar nicht, wie schnell die Kinder plötzlich die Stifte in der Hand hatten und gemalt haben.“&nbsp;</p>



<p>Es geht eben nichts über gute Motivation. Lethen selbst ist ebenso motiviert, was sein Engagement in der Kita angeht. Ursprünglich war er als Maler tätig, zuvor hatte er Elektriker gelernt und schon für das Rote Kreuz in der Küche gearbeitet und Rettungswagen gefahren – die personifizierte Multiprofessionalität sozusagen. Dann kam der Arbeitsunfall, der sein Berufsleben veränderte. In seinen alten Job konnte er nicht mehr zurückkehren.&nbsp;&nbsp;Stattdessen orientierte er sich neu, machte eine Umschulung im sozialen Bereich und sammelte erste Erfahrungen in einem Jugendhilfezentrum.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von der Aushilfs- zur Ergänzungskraft</h2>



<p>Seine berufliche Heimat fand er, als er die Stellenausschreibung seines jetzigen Arbeitgebers entdeckte. Patrick Lethen bewarb sich, wurde eingeladen, hospitierte. Daraus sind nun mehr als zwei Jahre geworden.</p>



<p>Als Aushilfskraft außerhalb des Personalschlüssels fing er an und fühlte sich vom ersten Tag an als vollwertiges Mitglied des Teams. Er brachte sein Know-how ein, indem er mit den Kindern malte und zeichnete oder indem er mit ihnen mit Holz- und Legosteinen oder auf einem Leuchttisch mit Glasbausteinen baute. Inzwischen hat er sich weiterqualifiziert und ist vom zuständigen Landschaftsverband Rheinland (LVR) als pädagogische Ergänzungskraft anerkannt worden. „Ich freue mich, dass ich die Kolleginnen und Kollegen nun auch bei Aufgaben wie Elterngesprächen oder Dokumentationen unterstützen kann“, sagt er.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kreative Wege aus dem Fachkräftemangel</h2>



<p>Geholfen hat der glückliche Zufall, dass die AWO-Kita Grünauer Straße damals nach kreativen Wegen aus dem Fachkräftemangel suchte und anfing, sich mit dem Thema Multiprofessionalität zu beschäftigen. Naheliegend wären Fachkräfte aus den Bereichen Psychologie, Heil- und Sozialpädagogik, Logopädie oder Physiotherapie, wie sie auch in anderen Kitas arbeiten. Stattdessen wurde es in Patrick Lethen ein Mann aus einem handwerklichen Beruf. „Wir arbeiten mit unseren 110 Kindern in einem offenen Gruppenkonzept und haben verschiedene Bildungsbereiche, zum Beispiel einen Bauraum und ein Malatelier“, erklärt Kitaleiterin Mareike Rosenow-Büch. „Wir schauen genau hin, welche Menschen mit einer anderen Ausbildung uns bereichern können.“ Man würde sich nicht wahllos als Notlösung für Personen aus anderen Berufen öffnen. „Die Qualität unserer Arbeit soll ja erhalten bleiben.“ Im Idealfall verbessert sie sich sogar.</p>



<p>Klar, anfangs stellen Neuzugänge eine zusätzliche Belastung für die pädagogischen Fachkräfte dar. „Es ist aber nicht nur für uns, sondern auch für die Quereinsteiger herausfordernd“, sagt Mareike Rosenow-Büch. „Man braucht schon die Bereitschaft, es unbedingt machen zu wollen. Unser Träger bietet aber sehr gute Fortbildungen für den Einstieg an“, sagt die Kitaleiterin. Noch dazu sei das Team in einem bunten Stadtteil Monheims ebenfalls sehr bunt und offen – was auch auf die Eltern zutreffe. Die positive Grundhaltung sei ein wesentlicher Faktor, um Neuzugängen das Ankommen zu erleichtern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nach der Einarbeitung überwiegen die Vorteile</h2>



<p>Spätestens nach der Einarbeitung überwiegen die Vorteile. Und die möchte Mareike Rosenow-Büch nicht mehr missen. Die Kitaleiterin hat schon weitere Ideen: Ein gelernter Koch oder eine Landschaftsgärtnerin seien für sie als Aushilfskräfte gut vorstellbar – wobei die Zahl der Quereinsteiger durch die Personalverordnung begrenzt sei. Ihr Fazit fällt aufgrund der gesammelten Erfahrungen auf jeden Fall positiv aus: „Aus meiner Sicht ist Multiprofessionalität eine große Chance für Kitas“, sagt Mareike Rosenow-Büch.</p>



<p>Bei Patrick Lethen muss sie sich da keine Sorgen machen. Es scheint, als habe er seinen Traumberuf gefunden. „Wir hatten im Sommer die Verabschiedung der Vorschulkinder, die ich seit zwei Jahren kenne. So etwas geht ans Herz“, sagt er. „Die Arbeit mit den Kindern kann man mit nichts vergleichen.“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wer übernimmt die Kosten für den Erste-Hilfe-Kurs?</title>
		<link>https://www.dguv-kinderkinder.de/kosten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2025 08:20:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[04/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
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		<category><![CDATA[Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erste Hilfe Schulung Erzieher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kitas müssen sicherstellen, dass pro Gruppe mindestens eine Ersthelferin oder ein Ersthelfer zur Verfügung steht (§ 26 DGUV Vorschrift 1). Empfehlenswert ist es aber, dass sich jede pädagogische Fachkraft das Wissen aneignet und alle zwei Jahre auffrischt. Dafür gibt es den Ausbildungskurs „Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder“ (neun Unterrichtseinheiten á 45 Minuten). Die &#8230; <a href="https://www.dguv-kinderkinder.de/kosten/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wer übernimmt die Kosten für den Erste-Hilfe-Kurs?“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Kitas müssen sicherstellen, dass pro Gruppe mindestens eine Ersthelferin oder ein Ersthelfer zur Verfügung steht (§ 26 DGUV Vorschrift 1). Empfehlenswert ist es aber, dass sich jede pädagogische Fachkraft das Wissen aneignet und alle zwei Jahre auffrischt. Dafür gibt es den Ausbildungskurs „Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder“ (neun Unterrichtseinheiten á 45 Minuten).</p>



<p>Die Kostenübernahme ist bundeslandspezifisch geregelt und muss in der Regel im Vorfeld beim zuständigen Unfallversicherungsträger beantragt werden. Ansprechpersonen sind hier zu finden: <a href="https://www.dguv.de/fb-erstehilfe/mitglied/kostenuebernahme/index.jsp">DGUV &#8211; FB EH &#8211; Mitgliedsunternehmen &#8211; Kostenübernahme.</a></p>



<p>Im Normalfall übernehmen die zuständigen Unfallkassen die Kosten. Es gibt Ausnahmen: Wenn sowohl die Kinder als auch die Beschäftigten einer Kita beispielsweise bei der BGW versichert sind (in der Regel bei Betriebs-Kindertagesstätten), gilt diese Regelung nicht. Für diese Gruppe zahlt die BGW die Schulung.</p>



<p>Bedingung für die Kostenübernahme: Die Kurse müssen von zugelassenen Anbietern wie zum Beispiel DRK, Malteser, Johanniter, ASB oder geeigneten privaten Ausbildungsstellen durchgeführt werden. Eine Liste dieser sogenannten ermächtigten Ausbildungsstellen ist im Internet abrufbar: <a href="http://www.bg-qseh.de/">www.bg-qseh.de</a>.</p>



<p>So läuft ein Erste-Hilfe-Kurs ab: <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/so-er-lebt-jetzt-wieder/">Zur Reportage</a></p>



<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ethik für pädagogisches Handeln</title>
		<link>https://www.dguv-kinderkinder.de/ethik-fur-padagogisches-handeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 06:37:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[pädagogisches Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Reckahner Reflexionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beziehungen sind das Herzstück pädagogischer Arbeit. Im Alltag mit Kindern kommt es auf Feinfühligkeit, Sprache und Haltung an – oft in herausfordernden Situationen. So kann es trotz bester Absichten passieren, dass der Ton zu scharf, der Kommentar verletzend ist. Dies geschieht zumeist aus einem Affekt heraus, weniger aus der Absicht, das Kind herabzuwürdigen. Für das &#8230; <a href="https://www.dguv-kinderkinder.de/ethik-fur-padagogisches-handeln/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ethik für pädagogisches Handeln“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Gewaltfreie Erziehung ist ein Kinderrecht</p>
<p>_Die Reckahner Reflexionen laden ein, den Umgang mit Kindern selbstkritisch zu hinterfragen</p>
<p>_In Morbach ist das Konzept in der pädagogischen Fachberatung verankert</p>
<p></div>



<p>Beziehungen sind das Herzstück pädagogischer Arbeit. Im Alltag mit Kindern kommt es auf Feinfühligkeit, Sprache und Haltung an – oft in herausfordernden Situationen. So kann es trotz bester Absichten passieren, dass der Ton zu scharf, der Kommentar verletzend ist. Dies geschieht zumeist aus einem Affekt heraus, weniger aus der Absicht, das Kind herabzuwürdigen. Für das betroffene Kind macht dies jedoch keinen Unterschied. Grund genug, das eigenen Handeln und Tun zu hinterfragen. Anregungen dazu geben die sogenannten Reckahner Reflexionen, die von der Erziehungswissenschaftlerin Annedore Prengel gemeinsam mit Mitstreiterinnen und Mitstreitern anderer Professionen entwickelt wurden. </p>



<p>Diese ethischen Leitlinien für Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und verantwortliche Erwachsene in allen Bereichen des Bildungswesens formulieren in nur zehn kurzen Absätzen, was in der Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern ethisch begründet beziehungsweise ethisch unzulässig ist. „Diese Leitlinien geben eine Möglichkeit der Haltung im pädagogischen Miteinander vor“, erklärt Jasmin Kühl, KIR-FAM-Fachkraft der Gemeinde Morbach. KIRFAM steht für Kinderrechte, Resilienzorientierung, Familienunterstützung.</p>



<p>„Gewalt wird bis heute eher auf einer körperlichen Ebene wahrgenommen. Seelische Verletzungen stehen viel weniger im Fokus. Die Leitlinien sollen pädagogische Fachkräfte anregen, darüber nachzudenken, was ihre Sprache oder ihre Haltung bei den ihnen Anvertrauten bewirken kann – im negativen wie auch im positiven Sinn“, fasst sie zusammen. Sie hat die Fortbildung „Train the Trainer“ zu den ethisch-pädagogischen Orientierungshilfen absolviert. Jasmin Kühl und ihre Kollegin Miriam Vogt arbeiten gemeinsam als Fachberaterinnen für die Gemeinde Morbach und sind für den Bereich Kinderschutz und Kinderrechte Ansprech-partnerinnen. Beide Pädagoginnen stehen den acht Einrichtungen des Trägers beratend zur Seite.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Leitbild entwickeln und leben</h2>



<p>Orientiert eine Einrichtung ihr Leitbild an den Kinderrechten, erfordert dies eine fortlaufende Auseinandersetzung damit, da das Thema den Kita-Alltag auf vielfältige Weise und auf zahlreichen Ebenen prägt. Darum ermöglichte der Kitaträger allen acht Kitateams, die Grundsätze ethisch-pädagogischer Haltung nach Reckahn im Rahmen einer Inhouse-Fortbildung kennenzulernen, was die Basis für ein gemeinsames Verständnis geschaffen hat. Trotzdem ist die Expertise von Jasmin Kühl und Miriam Vogt im Kita-Alltag gefragt, denn die Leitbilder müssen in die Praxis übertragen, also gelebt und womöglich angepasst werden. </p>



<p>„Konkret sieht das so aus, dass wir beispielsweise die Kitateams bei der Erarbeitung und Überprüfung ihrer Schutzkonzepte beraten“, erklärt Jasmin Kühl ihre Aufgabe. „Oder wir schauen uns Schlüsselsituationen wie das Mittagessen an: Was könnte hier verbessert werden? Wann fällt es den Kolleginnen und Kollegen schwer, gegenüber den Kindern eine positive Haltung zu bewahren?“ Die Teams oder die Leitungen können die Beraterinnen natürlich auch unkompliziert kontaktieren, wenn es ganz akuten Bedarf gibt. „Manchen fällt es schwer, offen anzusprechen, wenn sie das Verhalten einer Kollegin oder eines Kollegen als problematisch empfinden. In solchen Fällen unterstützen wir mit Impulsen für eine wertschätzende und konstruktive Feedbackkultur im Team“, nennen die Pädagoginnen ein Beispiel. Darüber hinaus gibt es Präsenzzeiten in den Einrichtungen, in denen sie und ihre Kollegin direkt vor Ort sind. „Es ist ein lebendiger Austausch“, fasst Miriam Vogt zusammen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Herausforderungen meistern</h2>



<p>Wollen sich Kindertageseinrichtungen mit den Reckahner Reflexionen beschäftigen und diese in ein Leitbild gießen, müssen sie dafür die nötigen personellen und zeitlichen Ressourcen einplanen. Neben diesen strukturellen Herausforderungen sieht Miriam Vogt eine weitere in der Bereitschaft der einzelnen Teammitglieder, sich mit der eigenen Biografie auseinanderzusetzen. </p>



<p>„Wie gelingt es, die Mitarbeitenden zum Nachdenken zu bringen, sodass sie an die eigenen internalisierten Überzeugungen und Werte herangehen und daran arbeiten? Wir bemerken hier oft eine große Verunsicherung“, verdeutlicht Jasmin Kühl und ergänzt: „Institutionen sind noch nicht lange gesetzlich dazu verpflichtet, sich mit gewaltfreier Erziehung zu befassen und sie umzusetzen.“ Es sei deshalb für so manche Fachkraft eine große Veränderung, viele kennen diesen Ansatz aus der eigenen Ausbildung nicht. „Dann kommen Fragen auf wie: ‚Darf ich denn jetzt gar nichts mehr? Nichts mehr sagen, bestimmen, entscheiden?‘“ Leitungen müssten gerade diese verunsicherten Teammitglieder gut mitnehmen. Denn gewaltfreie Erziehung ist nicht gleichbedeutend mit „Kuschelpädagogik“. Kühl: „Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung Sicherheit und Klarheit von Erwachsenen, die diese Verantwortung in einer wertschätzenden Weise wahrnehmen.“ Das sind neben den Kitafachkräften natürlich auch die Eltern.</p>



<p>Um auch diese für das Thema Kinderrechte zu sensibilisieren, finden in den Einrichtungen, für die Jasmin Kühl und Miriam Vogt zuständig sind, jährlich Projektwochen oder -tage statt. Die Kinder erarbeiten dazu an jedem Tag auf unterschiedlichste Weise ein Kinderrecht – und berichten davon natürlich ihren Eltern. Diese werden außerdem zu einem Präsentationsnachmittag eingeladen, der regelmäßig gut besucht ist. Eine gute Gelegenheit, ganz niederschwellig zu Kinderrechten ins Gespräch zu kommen. Klassische Elternabende haben sich als weniger erfolgreich erwiesen. „Die Kitaleitung kann das Thema auch bei den Aufnahmegesprächen anbringen, wenn den Eltern das Konzept und Leitbild der Einrichtung erklärt wird“, schlägt Kühl außerdem vor. Das fördere eine gemeinsame Verständigung auf die Grundhaltung: Keine Gewalt!&nbsp;&nbsp;</p>



<div style="height:42px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-gruen"> </p>
<h2 style="text-align: center;">Weitere Informationen</h2>
<p>Die Reckahner Reflexionen zum Nachlesen:<br />
<a href="https://paedagogische-beziehungen.eu"target="_blank">www.paedagogische-beziehungen.eu </a><br />
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dguv-kinderkinder.de/ethik-fur-padagogisches-handeln/">Ethik für pädagogisches Handeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dguv-kinderkinder.de">KinderKinder</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Niemand kann vorurteilsfrei durchs Leben gehen“</title>
		<link>https://www.dguv-kinderkinder.de/niemand-kann-vorurteilsfrei-durchs-leben-gehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2025 10:54:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[02/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
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		<category><![CDATA[Heterogenität]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderkinder.dguv.de/?p=7485</guid>

					<description><![CDATA[<p>Frau Fischer, Kitas sind soziale Lernorte und spiegeln die Heterogenität unserer Gesellschaft wider. Schon früh lernen Kinder, die verschiedenen Merkmale von Menschen wahrzunehmen und zu kategorisieren. Ist damit schon der Grundstein für Vorurteile gelegt? Wir kategorisieren automatisch, weil unser Gehirn so funktioniert. So lernen wir. Eine idealtypische Vorstellung eines Baumes etwa erleichtert es uns, eine &#8230; <a href="https://www.dguv-kinderkinder.de/niemand-kann-vorurteilsfrei-durchs-leben-gehen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„„Niemand kann vorurteilsfrei durchs Leben gehen““ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Frau Fischer, Kitas sind soziale Lernorte und spiegeln die Heterogenität unserer Gesellschaft wider. Schon früh lernen Kinder, die verschiedenen Merkmale von Menschen wahrzunehmen und zu kategorisieren. Ist damit schon der Grundstein für Vorurteile gelegt?</h3>



<p>Wir kategorisieren automatisch, weil unser Gehirn so funktioniert. So lernen wir. Eine idealtypische Vorstellung eines Baumes etwa erleichtert es uns, eine große Pflanze mit grünen Blättern als Baum zu erkennen. Auch in Bezug auf Menschen kategorisiert unser Gehirn. Ein Beispiel: Mann mit weißem Kittel und Stethoskop: Arzt. Mann in Kita mit Werkzeug: Hausmeister. Schwierig wird es dann, wenn wir den Personengruppen Eigenschaften zuschreiben und diese Eigenschaften auf Individuen übertragen. Dann bilden wir uns ein Urteil über eine Person aufgrund einer sehr schlechten Basis – also ein Vorurteil. Das passiert uns allen und ist auch nicht tragisch. Erst wenn wir diese Person aufgrund dieser Vorurteile anders behandeln, handeln wir ungerecht, diskriminierend und können sie damit sehr verletzen. Darüber hinaus bevorzugen Menschen Dinge, die sie kennen, denn das gibt Vertrauen und Sicherheit. In schwierigen Zeiten neigen wir allerdings dazu, das zu übertreiben, was dazu führen kann, dass wir andere abwerten, um uns selbst aufzuwerten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was bedeutet das für pädagogische Fachkräfte und das pädagogische Handeln?</h3>



<p>Zunächst benötigen sie konkretes Wissen über diese Zusammenhänge. Natürlich wird niemand vorurteilsfrei durchs Leben gehen, aber das ist auch nicht der Anspruch, solange man in der Lage ist, das pädagogische Handeln am Kind zu reflektieren, also etwa, ob diesem in bestimmten Situationen Vorurteile zugrunde liegen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sollte sich ein Team darauf einigen, was als Diskriminierung gilt – ganz gleich in welchem Kontext? Sei es, wie Kinder miteinander umgehen, sei es bei markigen Sprüchen von Elternseite oder auch innerhalb des Teams.</h3>



<p>Ja, unbedingt. Hier ist vor allem die Leitung in der Verantwortung, das in ein Leitbild zu gießen. Es muss dann aber auch wirklich gelebt werden und sich etwa auch in der Zusammensetzung der Belegschaft abbilden. Je mehr Erfahrung von Unterschiedlichkeit die Kinder machen, umso mehr wird es ihre Normalität. Kinder lernen so Werte wie Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung gegenüber anderen Menschen und Kulturen. Wenn es ein pädagogisches Konzept gibt, das dies berücksichtigt, kann man bei Grenzüberschreitungen etwa seitens der Eltern besser reagieren und mit Hinweis auf dieses Konzept das Gespräch suchen. Natürlich können Eltern denken, was sie möchten. In der Kita haben aber die Fachkräfte das Hausrecht. Und das ermöglicht es, von Eltern zu verlangen, dass bestimmte Dinge nicht passieren und nicht geäußert werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was kann eine Fachkraft konkret in einer grenzüberschreitenden Situation tun?</h3>



<p>Ich glaube, eine Patentlösung gibt es hier nicht, das hängt sehr stark von der Situation ab. Aber ich möchte den Blick auf einen anderen Aspekt richten: Was wäre denn, wenn sie nichts macht? Wenn sie nichts unternimmt, bedeutet es, dass das Verhalten normal ist, dass es unsere Realität ist, dass es eben solche Ansichten gibt. Bei Kindern neigt man oft dazu, über diskriminierendes Verhalten hinwegzusehen nach dem Motto: „Na ja, die sind noch klein, die wissen das noch nicht besser.“ Allerdings: Kinder lernen am Modell, also durch Beobachten und Nachahmen. Immer dann, wenn eine Fachkraft diskriminierendes oder unfaires Verhalten ignoriert, macht sie es zur Realität und Normalität, an der sich Kinder orientieren. Sie übernehmen unsere Bewertungen, Ansichten, unsere Art zu kategorisieren. Wir haben demnach eine große Verantwortung!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kinder sollen also schon in jungen Jahren erkennen, dass Menschenwürde nicht verhandelbar ist und nicht an Vermögen, Sprache, Geschlecht, Hautfarbe oder Nationalität festgemacht werden kann?</h3>



<p>Ja! Und sie sollen auch nicht die Erfahrung machen müssen, dass es normal ist und zur Welt dazugehört und man es aushalten muss, wenn einzelne Personengruppen – oder auch sie selbst – abgewertet werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie können Kitas dazu beitragen, kritisches, vorurteilsbewusstes Denken und Handeln zu fördern?</h3>



<p>Für mich ist das Wichtigste: vorleben. Fachkräfte sollten sich nicht aus Bequemlichkeit oder Konfliktscheu wegducken, das kindliche Verhalten nicht runterspielen oder Ähnliches. Die Reaktionen der Erwachsenen sind es, die den Kindern eine Einordnung ermöglichen. In einem Satz zusammengefasst, ist vorurteilsbewusste Erziehung und Bildung der Anspruch, alle Kinder in ihren Identitäten zu stärken und ihnen Erfahrungen mit Vielfalt zu ermöglichen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Können Sie das bitte erläutern?</h3>



<p>Kinder in ihrer Identität zu stärken, heißt etwa, dass sie in der Kita etwas wiederfinden, das sie aus ihrem Zuhause kennen. Konkret also: Gibt es Anknüpfungspunkte in der Kita zu ihrer Lebenswirklichkeit in der Familie? Gibt die Einrichtung einem Kind, das aus einem anderen kulturellen, religiösen, weltanschaulichen Zusammenhang kommt, genug Raum? Wird dies wertgeschätzt oder verlangt man „Anpassung“? Macht das Kind womöglich die Erfahrung, dass es „irgendwie anders“ und „unnormal“ ist? Das kann sehr stark die Neugier und sogar den Bildungserfolg eines Kindes hemmen. Wertschätzung von Vielfalt kann sehr niedrigschwellig erfolgen oder auch als Projekt angelegt werden. Jedes Kind könnte zum Beispiel ein Foto seiner Familie mitbringen, da gibt es ja viele unterschiedliche Konstellationen. Und dann sehen sich das alle gemeinsam an und reden darüber, man lässt die Kinder erzählen und fragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fällt Ihnen ein Beispiel ein, bei dem Sie persönlich denken: Gut gedacht, schlecht gemacht?</h3>



<p>Tatsächlich finde ich es manchmal befremdlich, mit welcher Selbstverständlichkeit in Kitas selbst ohne konfessionellen Träger christliche Feste gefeiert werden, wie etwa Sankt Martin oder Fasching. Das passiert oft sehr unreflektiert. Nicht alle Kinder können damit etwas anfangen. Auch wenn Sankt Martin in Lichterfest umbenannt wird, damit sich etwa Muslime nicht diskriminiert fühlen und an der Feier teilhaben können, bleibt es ein christliches Fest – und Muslime werden vermutlich trotzdem nicht teilnehmen. Die Forderung danach kommt übrigens nicht von Muslimen! Was spricht dagegen, auch wichtige Feste anderer Religionen zu feiern oder die betroffenen Gruppen direkt zu fragen? Überhaupt bemerke ich, dass es häufig offenbar wichtiger ist, möglichst korrekte Begriffe für alles zu finden, ohne die dahinterliegenden Vorurteile oder Annahmen zu thematisieren. Denn die sind durch eine Umbenennung ja nicht verschwunden.</p>



<p><em><strong>Katja Fischer</strong> ist Psychologin und Mitglied des Arbeitskreises „Vielfalt“ der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).</em></p>



<div style="height:55px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-blau"><br />
Auf der Webseite <a href="http://www.situationsansatz.de"target="_blank">www.situationsansatz.de</a> finden Sie viele Informationen zum Thema. Hilfreich und für die Praxis sehr geeignet sind die Materialien der Datenbank <a href="http://www.vielfalt-mediathek.de"target="_blank">www.vielfalt-mediathek.de</a> unter dem Reiter „Vielfalt gestalten“.</p>
<p></div>
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		<title>Sicher ans Ziel</title>
		<link>https://www.dguv-kinderkinder.de/lastenrad/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2025 10:51:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[02/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Lastenfahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Lastenrad]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Kitas Lastenfahrräder nutzen wollen, woran müssen die Fachkräfte denken? Damit die Fahrt mit den Kindern wirklich sicher ist, gilt es, ein paar wichtige Dinge zu beachten. Dazu gehört eine gute Planung. Die Kitas sollten genau überlegen, was für ein Modell sie anschaffen – und mit dem Team klare Regeln festlegen, welche Aspekte bei der &#8230; <a href="https://www.dguv-kinderkinder.de/lastenrad/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Sicher ans Ziel“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Wenn Kitas Lastenfahrräder nutzen wollen, woran müssen die Fachkräfte denken?</h3>



<p>Damit die Fahrt mit den Kindern wirklich sicher ist, gilt es, ein paar wichtige Dinge zu beachten. Dazu gehört eine gute Planung. Die Kitas sollten genau überlegen, was für ein Modell sie anschaffen – und mit dem Team klare Regeln festlegen, welche Aspekte bei der Nutzung berücksichtigt werden müssen. Zudem ist es unerlässlich, die Eltern vorher zu informieren und eine Einverständniserklärung von ihnen einzuholen. Prinzipiell dürfen Kinder erst mit dem Lastenfahrrad transportiert werden, wenn sie selbstständig sitzen und ihren Kopf sicher halten können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was für ein Lastenrad eignet sich für Kitas?</h3>



<p>In der Regel entscheiden sich Kitas für Lastenräder mit einer Transportbox auf zwei Vorderrädern. Allerdings zeigt eine Untersuchung der Unfallforschung<sup data-fn="f16af46b-b328-47bb-bed1-1e6bd7b2f100" class="fn"><a href="#f16af46b-b328-47bb-bed1-1e6bd7b2f100" id="f16af46b-b328-47bb-bed1-1e6bd7b2f100-link">1</a></sup> inklusive Crashtest, dass diese Räder in der Kurve leicht umkippen. Beim Aufprall sind die Kinder vor allem am Kopf und Oberkörper zu wenig geschützt. Deshalb sollte das Lastenrad über eine Neigetechnik verfügen, wie sie von einigen Herstellern bereits angeboten wird. Das sorgt für mehr Stabilität. Außerdem sollten die Sitze mit Kopfschutz und Aufprallschutz ausgestattet sein. Und selbstverständlich braucht jedes Kind einen eigenen Gurt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was sollten Kitas vorher noch klären?</h3>



<p>Werden Lastenfahrräder in Kitas eingesetzt, gelten sie grundsätzlich als Arbeitsmittel. Das heißt: Die Kitaleitung oder der Träger muss prüfen, welche Gefährdungen und Belastungen damit einhergehen, und daraus Maßnahmen ableiten. Stichwort: Gefährdungsbeurteilung. Beispielsweise muss festgelegt werden, in welchen Abständen die Lastenräder sicherheitstechnisch überprüft werden und durch wen diese Prüfung erfolgt. Außerdem müssen alle Personen genau wissen, wie sie das Lastenrad richtig benutzen – und wie sie sich bei einem Unfall oder einer Panne zu verhalten haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Worauf kommt es bei der Fahrt an, damit alle sicher ans Ziel kommen?</h3>



<p>Es gilt, den sichersten Weg zu wählen, ohne viel Verkehr, und nicht den schnellsten. Vor dem Start müssen die Fachkräfte prüfen, ob alle Gurte sicher eingerastet sind und jedes Kind einen Helm trägt. Das ist das A und O. Die Unfallforschung zeigt, dass die Hälfte der Kinder im Lastenrad keinen Helm trägt und ein Drittel nicht korrekt angeschnallt ist.</p>



<p><em>Die Fragen beantwortete Sabine Bünger, Leiterin des Sachgebiets Verkehrssicherheit in Bildungseinrichtungen bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)</em></p>



<div style="height:56px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="f16af46b-b328-47bb-bed1-1e6bd7b2f100">Siehe: Unfallforschung der Versicherer – <a href="http://kurzelinks.de/y3t3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kurzelinks.de/y3t3</a> <a href="#f16af46b-b328-47bb-bed1-1e6bd7b2f100-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren">↩︎</a></li></ol>


<div style="height:57px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-orange"><br />
Weitere Informationen zur sicheren Nutzung von Lasten rädern finden Sie in der Informationsschrift „Lastenfahrräder zur Kinderbeförderung in Kindertageseinrichtungen“, die Sie hier als PDF herunterladen können: <a href="https://publikationen.dguv.de/regelwerk/publikationen-nach-fachbereich/bildungseinrichtungen/verkehrssicherheit-in-bildungseinrichtungen/4893/fbbe-010-lastenfahrraeder-zur-kinderbefoerderung-in-kindertageseinrichtungen-was-gibt-es-zu-beachte"target="_blank">www.dguv.de</a>, Webcode: p022539</p>
<p></div>
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		<title>Zähneputzen – so normal wie Händewaschen</title>
		<link>https://www.dguv-kinderkinder.de/mund-und-zahnhygiene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 11:29:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitserziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Zähneputzen]]></category>
		<category><![CDATA[Zahngesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeden Donnerstag ist in der Kita Sankt Nikolaus in Waldmühlbach Zahnputztag. Dann gehen die Kinder in Sechsergruppen ins Bad, nehmen sich ihren Zahnputzbecher mit Zahnbürste aus dem Becherregal sowie einen Klecks Zahnpasta und putzen unter der Anleitung eines Erziehers oder einer Erzieherin gründlich die Zähne. „Leider können wir nur einmal in der Woche mit den &#8230; <a href="https://www.dguv-kinderkinder.de/mund-und-zahnhygiene/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Zähneputzen – so normal wie Händewaschen“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Jede Kita kann mit Kindern das Zähneputzen üben </p>
<p>_Wichtig: regelmäßige, niederschwellige Infos an die Eltern</p>
<p>_Weiterer Baustein: gesunde, zuckerarme Ernährung</p>
<p></div>



<p></p>



<p>Jeden Donnerstag ist in der Kita Sankt Nikolaus in Waldmühlbach Zahnputztag. Dann gehen die Kinder in Sechsergruppen ins Bad, nehmen sich ihren Zahnputzbecher mit Zahnbürste aus dem Becherregal sowie einen Klecks Zahnpasta und putzen unter der Anleitung eines Erziehers oder einer Erzieherin gründlich die Zähne. „Leider können wir nur einmal in der Woche mit den Kindern die Zähne putzen, täglich wäre optimal. Das ist aber zeitlich und organisatorisch nicht durchführbar“, erklärt Kitaleiter Michael Schüle mit Bedauern. Trotzdem ist ihm die Zahngesundheit seiner Schützlinge eine echte Herzenssache. Dieser Zahnputztermin ist nicht verhandelbar. Dr. Bernd Krämer, Zahnarzt aus Heilbronn, findet die Lösung dennoch vorbildlich. „Oft höre ich: Das geht bei uns nicht. Das Beispiel zeigt: Doch, es geht, wenn die Kitaleitung es will. Hauptsache, die Kinder üben regelmäßig das Zähneputzen. Selbst wenn es nur einmal in der Woche ist.“</p>



<p>Auch hygienische Bedenken gegen das gemeinschaftliche Zähneputzen lässt der Zahnarzt nicht gelten: „Das lässt sich etwa mit speziellen Becherständern lösen. Aber selbst wenn sich Zahnbürsten der Kinder berührt haben oder gar vertauscht wurden: Das ist nicht unhygienischer als die Bauklötze, die tage- oder wochenlang durch Dutzende von ungewaschenen Kinderhänden gehen.“ Er möchte pädagogische Fachkräfte dazu ermutigen, das gemeinsame Zähneputzen in der Kita (wieder) zu wagen. Es komme nicht darauf an, dass die Kinder ihre Zähne perfekt putzen, sondern dass sie es überhaupt tun – und dabei eine Ritualisierung einsetze, etwa wie beim Händewaschen. „Man kann nicht davon ausgehen, dass alle Kinder regelmäßig zu Hause die Zähne putzen oder gar von den Eltern nachgeputzt bekommen. Kindertagesstätten können hier einen Beitrag zur Chancengleichheit leisten“, führt Dr. Krämer aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kariesprophylaxe gelingt nur gemeinsam</h2>



<p>Das sieht auch die Prophylaxefachkraft Marion Hoffmann aus dem Neckar-Odenwald-Kreis so. Sie geht seit mehr als 13 Jahren in Kitas, um dort den Kindern spielerisch mit Handpuppen, Experimenten, kindgerechtem Anschauungsmaterial sowie – natürlich – einem übergroßen Gebiss und Zahnbürstedas richtige Putzen der Zähne beizubringen.</p>



<p>„Viele Kinder putzen nur im Kindergarten die Zähne. In ihren Familien gibt es meistens weitere und tiefergehende Probleme.“ Trotzdem sei es wichtig, Eltern regelmäßig über die Wichtigkeit guter Zahn- und Mundhygiene zu informieren. „Wir nutzen dafür zum Beispiel Kita-Apps, die inzwischen weitverbreitet sind.“ Einige ihrer Kolleginnen bieten während der Abholzeiten auf Tischen Infomaterial an und gehen so niederschwellig auf die Eltern zu.</p>



<p>In der Kita Sankt Nikolaus wird die Zahngesundheit auch immer bei einem Elternabend thematisiert. Nach Erfahrung von Kitaleiter Schüle wissen nämlich manche Eltern gar nicht, wie man die Zähne richtig putzt. „Wie sollen sie es dann den Kindern beibringen?“ Wenige Minuten reichen schon aus, meint Schüle: „Es geht vor allem darum, kurz wachzurütteln und daran zu erinnern, dass gerade auch Milchzähne regelmäßige Pflege brauchen.“ Zusätzlich gibt er allen Eltern das Formular „Empfehlung zur zahnärztlichen Untersuchung“ mit und fordert es auch ausgefüllt zurück.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neuanfang nach Corona</h2>



<p>Prophylaxefachkraft Marion Hoffmann versucht indessen mit Ideen und einfach umsetzbaren Vorschlägen, den Fachkräften „das Thema wieder schmackhaft zu machen“. Denn Corona war auch in diesem Bereich ein scharfer Einschnitt. „Heute weiß man, dass das Zähneputzen kein Infektionsrisiko dargestellt hat.“ Trotzdem wird es nach wie vor in vielen Kitas nicht gemacht. „Das ist schade“, findet Marion Hoffmann. Gleichzeitig hat sie Verständnis, wenn ihr die Kitateams zurückmelden, dass durch die personelle Situation und Arbeitsbelastung das Thema als eher nachrangig betrachtet wird. „Ich erkläre dann, dass Gesundheitserziehung – und damit auch Zahn- und Mundhygiene – zum Bildungsauftrag der Einrichtungen zählt. Zudem schult das Putzen mit der Handzahnbürste die Feinmotorik und die Hand-Auge-Koordination. Abgesehen davon erleben sich die Kinder beim Zähneputzen als selbstwirksam, sie übernehmen in immer stärkerem Maß Verantwortung für ihre Körperpflege, werden selbstständig und sind stolz: ‚Das kann ich schon‘.“ Marion Hoffmann ergänzt: „Es wird zu einem Ritual, das den Kindern Spaß macht.“</p>



<p>Kita-Fachkräfte, die dabei Unterstützung brauchen, dieses Ritual neu zu beleben, können an in der Regel kostenlosen (Web-)Seminaren der Landesarbeitsgemeinschaften für Zahngesundheit teilnehmen. Sie erhalten hier viel Input und Hintergrundinformationen – etwa, dass auch zahngesunde Ernährung eine wichtige Rolle spielt.</p>



<p>Putzen die Kinder in der Kita Sankt Nikolaus auch nur einmal wöchentlich zusammen die Zähne – gefrühstückt wird dort jeden Tag. Klar, dass Michael Schüle und sein Team einen genauen Blick darauf haben, dass nur (zahn)gesunde Lebensmittel mitgebracht werden. Das lernen die Eltern rasch. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Über Kuchen, Muffins oder Berliner freuen sich alle umso mehr, wenn Geburtstag oder ein anderes Fest gefeiert wird. Dass hinterher die Zähne besonders gründlich geputzt werden, versteht sich von selbst.</p>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-blau"><br />
Den Flyer „Gesunde Kinderzähne“ der Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit Baden-Württemberg gibt es in vielen verschiedenen Sprachen zum Verteilen an die Eltern:<br />
<a href="https://www.lagz-bw.de/2021/02/03/downloads/"target="_blank">kurzelinks.de/vfuk</a></p>
<p>Mundgesundheit der Kinder kann nur gemeinschaftlich gelingen. Fachkräfte können dazu diese kurzweiligen Lehrfilme (ca. 9 min) nutzen – und auch an die Eltern weiterempfehlen:<br />
<a href="https://www.lagz-bw.de/2023/03/17/lernvideos/"target="_blank">kurzelinks.de/x0pk</a></p>
<p>Lesen Sie auch unseren Beitrag<br />
<a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/gesunde-zaehne-sind-auch-uebungssache/"target="_blank">&#8222;Gesunde Zähne sind auch Übungssache&#8220;</a></p>
<p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>„Es ist auf vielen Ebenen bereichernd“</title>
		<link>https://www.dguv-kinderkinder.de/es-ist-auf-vielen-ebenen-bereichernd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2024 07:23:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[04/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[gehörlos]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderkinder.dguv.de/?p=6925</guid>

					<description><![CDATA[<p>Uljana und Ela sind ein Herz und eine Seele. Es gibt sie nur im Doppelpack. Die beiden Mädchen tanzen quiekend und hüpfend durch den Flur, nachdem sie zuvor hingebungsvoll Bilder mit Glitzerkleber verziert haben: Einhörner und Regenbögen sind gerade hoch im Kurs. Wenn Ela ihre Freundin beschreibt, dann reibt sie sich in einer kreisenden Bewegung &#8230; <a href="https://www.dguv-kinderkinder.de/es-ist-auf-vielen-ebenen-bereichernd/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„„Es ist auf vielen Ebenen bereichernd““ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_ Keine Angst vor Neuem und Ungewohntem!</p>
<p>_ Inklusion ist (noch immer) ein stetiger Lernprozess</p>
<p>_ Das Erlernen der Gebärdensprache ist für Taube Kinder essenziell für die Teilhabe</p>
<p></div>



<p></p>



<p>Uljana und Ela sind ein Herz und eine Seele. Es gibt sie nur im Doppelpack. Die beiden Mädchen tanzen quiekend und hüpfend durch den Flur, nachdem sie zuvor hingebungsvoll Bilder mit Glitzerkleber verziert haben: Einhörner und Regenbögen sind gerade hoch im Kurs. Wenn Ela ihre Freundin beschreibt, dann reibt sie sich in einer kreisenden Bewegung über die Wange, während sie kichert: „Uljana ist so lustig!“ Die kleine Geste ist Uljanas Gebärdenname. Alle Kinder und Erwachsenen in der Fröbel-Kita „Wangener Höhe“, einer Regelkita im Stuttgarter Osten, haben einen solchen. Uljana sucht ihn bereits für die Krippenkinder aus: Was passt zu dem Kind? Was ist unverwechselbar? Die Vierjährige hat einen ganz präzisen Blick, sodass der Gebärdenname oft eine klitzekleine Charakterisierung der Person ist. Uljana ist Expertin im Gebärden, es ist ihre Muttersprache, denn sie ist Taub.</p>



<p>Im Kita-Alltag helfen ihr abwechselnd drei Assistenzkräfte. Das ist nicht selbstverständlich. Nur mit viel Durchhaltevermögen konnten die Eltern bei den entsprechenden Stellen durchsetzen, dass ihre Tochter bis zum Schuleintritt ganztägig durch eine gebärdensprachunterstützende Assistenz begleitet wird. Es war den Eltern wichtig, dass diese ebenfalls gehörlos ist, damit Uljana merkt: Ich bin nicht allein „anders“ und meine Assistentinnen sind selbstbewusste und selbstständige Frauen – das kann ich auch werden. Den hörenden pädagogischen Fachkräften zufolge ist sie diesbezüglich auf dem besten Weg. „Uljana ist ein tolles Kind mit einer fantastischen Selbstwirksamkeit“, meint etwa Melanie Ammann, die stellvertretende Leiterin der Kita. „Es freut mich zu sehen, dass sie ein so lebendiges, fröhliches und resilientes Kind ist.“</p>



<p>Erst durch Uljana, ihre Familie und die Assistentinnen hat das Team – besonders unter der seit einem knappen Jahr tätigen Leitung von Vivien Zmuk und Melanie Ammann – Inklusion als ein Kernthema für ihre Einrichtung entdeckt. „Wir sind noch auf dem Weg, aber wir meinen es ernst und wollen in Zukunft für weitere gehörlose Kinder eine gute Umgebung schaffen und bilden uns dazu fort“, erklärt Kita-leiterin Vivien Zmuk. Perspektivisch soll die Kita „Wangener Höhe“ die Kita in der Region werden, die sich der Inklusion gehörloser Kinder annimmt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1440" height="724" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-1440x724.jpg" alt="" class="wp-image-6928" srcset="https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-1440x724.jpg 1440w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-300x151.jpg 300w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-768x386.jpg 768w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-1536x773.jpg 1536w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-2048x1030.jpg 2048w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-250x126.jpg 250w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-1392x700.jpg 1392w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-263x132.jpg 263w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-716x360.jpg 716w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-580x292.jpg 580w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-379x191.jpg 379w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-238x120.jpg 238w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Erzieherin_und_zwei_Kinder-214x108.jpg 214w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">In der Kita „Wangener Höhe“ ist es auch für die Hörenden ganz normal, wenn man sich in Gebärdensprache verständigt.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Cochlea-Implantat vereinfacht für Hörende vieles</h2>



<p>Da Uljana Cochlea-Implantate (CI) hat, kann sie Lautsprache „hören“ und auch gut in Lautsprache sprechen. Das erleichtert vieles. Die Gebärdensprachdolmetscherin Petra Daalmann, die als Geschäftsführerin von TalaMano auch die Assistenzkräfte von Uljana organisiert, verdeutlicht: „Durch ein CI können gehörlose Menschen zwar hören, aber es sind zunächst nur Geräusche. Aus diesem ‚Brei‘ müssen sie die wichtigen Informationen herausfiltern und dann noch den Sinn verstehen. Auch ist es schwierig, die Richtung eines Geräuschs auszumachen. Das alles ist – gerade für Kinder – sehr anstrengend.“ Ein CI ist zwar ein gutes Hilfsmittel, trotzdem gilt es, die Barrieren für gehörlose Menschen so gering wie möglich zu halten, etwa durch das zusätzliche Verwenden visueller Signale.</p>



<p>Uljana steht mit ihrer Assistentin Sonja* in stetem Augenkontakt, etwa wenn ihr in einer Situation etwas unklar ist. Sonja gebärdet dann eine Erklärung. Zu Hause lernt Uljana die Deutsche Gebärdenspräche – eine anerkannte eigenständige Sprache mit eigener Grammatik. Sonja ist für die Vierjährige somit auch ein gebärdensprachliches Vorbild, mit dem sie außerhalb der Lautsprache kommunizieren kann, ein wichtiger Aspekt der Inklusion. Es fällt auf, dass einige der pädagogischen Fachkräfte auch im Umgang mit anderen Kindern ihre Worte mit Gebärden begleiten. Darauf angesprochen lacht Melanie Ammann: „Wir sind darin noch nicht sehr gut. Sonja und die anderen Assistentinnen bringen uns viel bei und wir werden täglich besser.“ Zur Frage, ob ein Teil des Teams die Gebärdensprache systematisch erlernen möchte, sagt sie: „Das Interesse ist auf jeden Fall vorhanden!“ Sie empfindet diese Sprache als sehr wirkmächtig. „Auch Kinder, die akustisch sprechen können, verwenden zunehmend die Gebärdensprache in ihrer Kommunikation mit anderen Kindern – so wird Inklusion intuitiv in der frühen Kindheit gelebt.“ </p>



<p>Hilfreich ist sicherlich, dass man überall im Gebäude auf Piktogramme mit Bildern und den entsprechenden Gebärden stößt: die Zahlen, die Buchstaben, die Wochentage und Monate, der Ausdruck für verschiedene Gefühle. Es gibt eine Gebärde der Woche und an jedem Eigentumsfach hängt neben dem Namen und dem Foto des Kindes auch eines mit der dazugehörigen Gebärde.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1440" height="724" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-1440x724.jpg" alt="" class="wp-image-6929" srcset="https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-1440x724.jpg 1440w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-300x151.jpg 300w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-768x386.jpg 768w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-1536x773.jpg 1536w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-2048x1030.jpg 2048w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-250x126.jpg 250w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-1392x700.jpg 1392w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-263x132.jpg 263w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-716x360.jpg 716w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-580x292.jpg 580w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-379x191.jpg 379w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-238x120.jpg 238w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Kind_mit_Alphabet_in_Gebaerdensprache-214x108.jpg 214w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">In der Kita lernen alle Kinder das Alphabet in Gebärdensprache, außerdem gibt es eine „Gebärde der Woche“.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Gebärdensprachdolmetscherin für komplexe Gespräche</h2>



<p>Die Verständigung zwischen den pädagogischen Fachkräften und den Assistenzkräften erfolgt mithilfe von bereits gelernten Gebärden, Pantomime oder auch mal schriftlich. Für angekündigte komplexere Gespräche, zum Beispiel das Entwicklungsgespräch mit Uljanas Eltern, kommt eine Gebärdensprachdolmetscherin oder ein -dolmetscher hinzu. Da Uljana beide Sprachen gut beherrscht – die Lautsprache sowie die Gebärdensprache –, käme sie notfalls auch allein gut zurecht. „Da hat sie große Vorteile“, gebärdet Sonja. Dass sie selbst gehörlos ist, stellt in der täglichen Arbeit kein Hindernis dar. „Inzwischen wissen das alle und stellen sich darauf ein.“</p>



<p>Ideal wäre es, wenn es in einer Kita nicht nur ein einzelnes gehörloses Kind gäbe, sagt Petra Daalmann. „Dann haben die Kinder untereinander die Möglichkeit des Austauschs und wissen: Ich bin mit meiner Besonderheit nicht allein“, erläutert sie. Zudem stärke dies den Aufbau der Kompetenzen eines Teams im Hinblick auf die Bedürfnisse Gehörloser.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Inklusion ist ein Prozess</h2>



<p>Sonja begleitet ihren Schützling Uljana bereits seit den ersten Tagen in der Kita „Wangener Höhe“. Zunächst war die Einrichtung nur rudimentär auf die Aufnahme eines Tauben Kindes vorbereitet und so waren die Anfänge für alle ein Lernprozess. Vivien Zmuk, die zu der Zeit noch in einer anderen Kita beschäftigt war, sieht sich und ihr Team auf einem guten Weg. Der Träger unterstützt dabei mit großzügigen Regelungen für Fortbildungen, schließlich ist Inklusion auch als zentrales Thema in den Qualitätskriterien benannt. So hat erst kürzlich das gesamte Kitateam über die Fröbel-Fachberatung an einer ganztägigen Schulung zur Sensibilisierung zum Umgang mit Menschen mit Hörbeeinträchtigungen teilgenommen. „Dadurch haben wir neue Standards für uns entwickelt“, erläutert Melanie Ammann. Vieles sei dennoch „Learning by Doing“. Vivien Zmuk betont, dass es zwingend einer objektiven Grundhaltung der Fachkräfte zu Inklusion und inklusiver Pädagogik bedürfe, um einem behinderten Kind positiv entgegenzutreten. „Wir leben das aufgrund unserer Vorbildfunktion den Kindern und Eltern vor. Aber es ist von Beginn bis heute ein Prozess.“</p>



<p>Melanie Ammann spricht allen Fachkräften Mut zu, die bei der Überlegung noch zögern, die Einrichtung für Gehörlose zu öffnen. „Es ist machbar, und es ist auf so vielen Ebenen bereichernd!“ Kitaleiterin Zmuk wünscht sich, „all das, was wir aufgebaut haben und weiter aufbauen werden, weitergeben und leben zu kön-nen. Auch dann, wenn Uljana in zwei Jahren in die Schule kommt und nicht mehr bei uns im Haus ist.“</p>



<p>Aber noch tobt Uljana mit ihren Freundinnen durch die Räume und Flure. Mittendrin, so wie es sein soll.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1440" height="724" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-1440x724.jpg" alt="" class="wp-image-6930" srcset="https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-1440x724.jpg 1440w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-300x151.jpg 300w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-768x386.jpg 768w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-1536x773.jpg 1536w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-2048x1030.jpg 2048w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-250x126.jpg 250w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-1392x700.jpg 1392w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-263x132.jpg 263w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-716x360.jpg 716w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-580x292.jpg 580w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-379x191.jpg 379w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-238x120.jpg 238w, https://www.dguv-kinderkinder.de/wp-content/uploads/2024/10/Drei_tanzende_Kinder-214x108.jpg 214w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mittendrin! Mit ihrer Freundin Ela tobt Uljana ausgelassen herum.</figcaption></figure>



<div style="height:46px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-orange"> </p>
<h2 style="text-align: center;">AHA</h2>
<p>Gehörlose sind auf andere als akustische Signale angewiesen. Warnsignale, etwa der Feueralarm, müssen deshalb für sie auch über andere Sinne (Lichteffekte, Vibrationen) wahrnehmbar sein. Bei den Gefährdungsbeurteilungen müssen die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen – egal ob Beschäftigte oder Kinder – berücksichtigt werden. Wie eine solche aussehen könnte, ist beispielhaft in diesem PDF „Inkludierte Gefährdungsbeurteilungen“ dargestellt: <a href="https://kurzlinks.de/1nec"target="_blank">https://kurzlinks.de/1nec</a></p>
<p></div>
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		<title>Gemeinsam gut ankommen</title>
		<link>https://www.dguv-kinderkinder.de/gemeinsam-gut-ankommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2024 06:03:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[02/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Welche Vorteile bietet die Peergruppen-Eingewöhnung gegenüber den beiden „klassischen“ Modellen? Für mich ist die Peergruppen-Eingewöhnung die logische Weiterentwicklung der Berliner und Münchener Eingewöhnungsmodelle: Sie berücksichtigt wie diese Erkenntnisse der Transitionsforschung und Bindungstheorie, gleichzeitig bezieht sie die Bedeutung der Gleichaltrigen auf Grundlage der Peergruppen-Forschung ein. Gerade das Berliner Modell ist sehr fachkraftbezogen. Viele Einrichtungen haben das &#8230; <a href="https://www.dguv-kinderkinder.de/gemeinsam-gut-ankommen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Gemeinsam gut ankommen“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<!-- div class="rechte-spalte"></p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4003 size-medium" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2024/04/Anja-Cantzler_frei.png" alt="" width="222" height="300">&nbsp;</strong> <span style="color: #808080;"><sup>Foto: Christof Cantzler</sup> </span></p>
<p><sup>Anja Cantzler ist Weiterbildnerin und Coachin. Sie bloggt unter <a href="https://coaching-cantzler.de/blog/">coaching-cantzler.de/blog/</a> zu vielen Aspekten der bedürfnisorientierten Erziehung im Kontext Kita und ist auch auf Social Media aktiv: <a href="https://www.instagram.com/anjacantzler/">@anjacantzler</a></sup></p>
<p><div class="box-infos-green"></p>
<h3> Mehr erfahren?</h3>
<p>
Eine Liste mit ausgesuchten Fachartikeln und einigen Podcasts, in denen Anja Cantzler sich zu weiteren Aspekten der Peergruppen­Eingewöhnung äußert, finden Sie unter: <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/peers">www.kinderkinder.dguv.de/peers</a></p>
<p>
</div></p>
<p></div -->




<h3 class="wp-block-heading">Welche Vorteile bietet die Peergruppen-Eingewöhnung gegenüber den beiden „klassischen“ Modellen?</h3>



<p><br>Für mich ist die Peergruppen-Eingewöhnung die logische Weiterentwicklung der Berliner und Münchener Eingewöhnungsmodelle: Sie berücksichtigt wie diese Erkenntnisse der Transitionsforschung und Bindungstheorie, gleichzeitig bezieht sie die Bedeutung der Gleichaltrigen auf Grundlage der Peergruppen-Forschung ein. Gerade das Berliner Modell ist sehr fachkraftbezogen. Viele Einrichtungen haben das Problem, dass sich die frisch eingewöhnten Kinder sehr stark auf ihre Bezugserzieherin fokussieren, die die Eingewöhnung begleitet hat. Ist sie nicht da, geraten die Kinder ins „Schwimmen“. Das kann bei der Peergruppen-Eingewöhnung dadurch aufgefangen werden, dass es ein Tandem von zwei Eingewöhnungsfachkräften gibt. Die Einrichtungen, die in Peergruppen eingewöhnen, stellen zudem fest, dass es den Kindern nicht mehr wichtig ist, welche Fachkraft da ist, sondern dass irgendeine erwachsene Person für sie ansprechbar ist, wenn sie Hilfe brauchen. Außerdem gibt die Kindergruppe Halt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Können Sie das kurz erläutern?</h3>



<p><br>Das Herzstück der Peergruppen-Eingewöhnung ist diese kleine, übersichtliche Kindergruppe. Gemeinsam lernen die Kinder von dort aus Schritt für Schritt den Kita-Alltag kennen, machen kleine Erkundungstouren, treffen vielleicht bereits die anderen Kitakinder auf dem Flur oder im Außengelände, aber alles in einer Art „geschützten Blase“. Sie erleben einander als Stütze und Ressource, trösten sich gegenseitig, ahmen einander nach und lernen so am Modell. Sie spielen und kooperieren miteinander – ja, bereits die Krippenkinder. All dies macht den Übergang und den Abschied von der primären Bindungsperson für sie leichter.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Eingewöhnung eines Kindes kann auch für die Eltern schmerzhaft sein. Da ist es vermutlich tröstlich, wenn man in diesem Ablöseprozess andere Mütter oder Väter trifft, die in derselben Situation sind.</h3>



<p><br>Das wird mir von Kitas genau so zurückgemeldet. Man teilt die Sorgen und Erfahrungen. Einige Eltern gewöhnen schon zum zweiten oder dritten Mal ein und können in manchen Situationen beruhigen. Im Einzelfall kann es aber vorkommen, dass sich eine Bezugsperson unter Druck gesetzt fühlt, etwa dass die erste Trennung auch bei ihrem Kind klappen muss, schließlich funktioniert es ja bei den anderen. Die Eingewöhnungsfachkräfte müssen deshalb auch die Erwachsenen feinfühlig begleiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Ist es eine häufig geäußerte Befürchtung, dass in dieser Form der Eingewöhnung nicht genug auf das einzelne Kind geschaut wird?</h3>



<p><br>Nur wenn man sich noch gar nicht damit auseinandergesetzt hat. Es ist wichtig, den Eltern klar zu kommunizieren: „Euer Kind hat sein eigenes Tempo und das darf es haben. Wir gehen individuell darauf ein und schauen zusammen, was ihm guttut.“ Die Bedürfnisse des einzelnen Kindes haben immer Vorrang vor den Interessen und Bedürfnissen der Gesamtgruppe. Auch hier zahlt es sich aus, im Tandem zu arbeiten. Eine Fachkraft kann sich verstärkt dem Kind widmen, das noch verunsichert ist, während die zweite sich um die anderen Kinder kümmert. Manchmal braucht es aber einen Plan B.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wenn es optimal läuft, sind innerhalb von etwa vier Wochen drei bis fünf Kinder eingewöhnt, es geht also um einiges schneller als die Einzeleingewöhnung.</h3>



<p><br>Das ist ein schöner Nebeneffekt, sollte aber niemals das Hauptargument für die Peergruppen-Eingewöhnung sein. Das ist mir sehr wichtig zu betonen! Es muss immer darum gehen, die Kinder gut ankommen zu lassen. Für viele Kinder ist die Verbindung zu anderen Kindern dabei das Tragende. Wenn ein Kind aber etwas anderes braucht, muss das Tandem mit den Eltern beratschlagen, was das sein könnte und wie man das ermöglicht. Und eventuell dauert es dann im Einzelfall doch deutlich länger. Noch mal: Ich rate dringend davon ab, die Peergruppen-Eingewöhnung hauptsächlich als beschleunigte Eingewöhnung zu begreifen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Kommt das vor?</h3>



<p><br>Ja leider, in Einzelfällen. Als ich vor 30 Jahren als junge Fachkraft angefangen habe, haben die Mütter ihre Kinder morgens gebracht und sind wieder gegangen, da wurde gar nicht eingewöhnt. Es war ganz schrecklich für mich – und erst recht für die Kinder. Da sind wir zum Glück heute viel weiter. Aber es gibt noch immer Einrichtungen, die wenig kindorientiert arbeiten, obwohl sie es besser wissen könnten. Es gibt keine Rezepte, die für jedes Kind und jede Einrichtung passen, aber für mich ist es wichtig, die Bedürfnisse des Kindes ins Zentrum zu stellen, besonders bei einer so großen Aufgabe wie der ersten Ablösung von den Bindungspersonen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was raten Sie Einrichtungen, die sich in Sachen Peergruppen- Eingewöhnung auf den Weg machen wollen?</h3>



<p><br>Man sollte das sehr gut vorbereiten und sich eng im Team abstimmen. Eine Beratung oder Coaching können dabei hilfreich sein. Unverzichtbar sind jedoch eine gute, transparente Kommunika-tion intern und zu den Eltern sowie ein ausreichender zeitlicher Vorlauf. Es lohnt sich, sich mit der Peergruppen-Eingewöhnung auseinanderzusetzen. Die Rückmeldungen, die ich von Einrichtungen erhalte, die dieses Modell anwenden, sind überwiegend begeistert.</p>



<p class="has-text-align-right"><em>Die Fragen stellte Stefanie Richter</em></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-gruen"> </p>
<h2 style="text-align: center;">Peergruppen-Eingewöhnung –<br />
so geht’s</h2>
<p>Bei der Eingewöhnung in die Peergruppe starten drei bis fünf Kinder mit möglichst ähnlichem Entwicklungsstand gemeinsam in die Kita, begleitet von zwei Eingewöhnungsfachkräften. Ähnlich wie bei einem Eltern-Kind-Spielkreis kommen die Kinder mit ihrer jeweiligen Bindungsperson in einem separaten Raum in der Kita zusammen und können in den nächsten Tagen und Wochen stabile Spiel- und Freundschaftsbeziehungen zueinander aufbauen. Die Eingewöhnungsfachkräfte nehmen sich eher zurück, beobachten und ermutigen die Kinder und geben Spielanregungen. Sie stehen außerdem immer als Ansprechpersonen für die Eltern zur Verfügung. Haben die Fachkräfte den Eindruck, die Kinder seien dazu bereit, werden nach einigen Tagen erste Trennungsversuche unternommen – bestenfalls bei der gesamten Kindergruppe. Die Bezugspersonen bleiben als „sicherer Hafen“ in der Einrichtung. Dann wird nach und nach die Zeit der Trennung erhöht, bis die Kinder andere Erwachsene als weitere Bezugspersonen akzeptieren und sie gut in der Kita angekommen sind. </p>
<p></div>
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		<title>Rituale geben Orientierung</title>
		<link>https://www.dguv-kinderkinder.de/rituale-geben-orientierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2024 18:42:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2024]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Rituale]]></category>
		<category><![CDATA[sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frau Kowarz, welche Rituale gibt es in Ihrer Kita? Unsere Kita verfügt über Hort, Kindergarten und Krippe. Jeder dieser Bereiche gestaltet seine Rituale selbstverständlich je nach Altersstufe und auch Gruppe individuell. Im Kindergarten ist etwa der Morgenkreis ritualisiert: Die Gruppen beginnen mit einem Guten-Morgen-Lied, danach verschaffen sich die Kinder und ErzieherInnen gemeinsam einen Überblick über &#8230; <a href="https://www.dguv-kinderkinder.de/rituale-geben-orientierung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Rituale geben Orientierung“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Frau Kowarz, welche Rituale gibt es in Ihrer Kita?</h3>
<p>Unsere Kita verfügt über Hort, Kindergarten und Krippe. Jeder dieser Bereiche gestaltet seine Rituale selbstverständlich je nach Altersstufe und auch Gruppe individuell. Im Kindergarten ist etwa der Morgenkreis ritualisiert: Die Gruppen beginnen mit einem Guten-Morgen-Lied, danach verschaffen sich die Kinder und ErzieherInnen gemeinsam einen Überblick über die anwesenden Gruppenmitglieder und anschließend über den heutigen Tagesablauf, dargestellt an einer Tafel. Da wir eine katholische Einrichtung sind, haben wir einen christlichen Bildungsauftrag, weshalb das Ritual des Tischgebets vor der Brotzeit und dem Mittag essen fester Bestandteil in allen Bereichen und Gruppen der Kita ist. Im Kindergarten kommt hierfür der Gebetswürfel zum Einsatz, sodass die Kinder verschiedene Gebete kennenlernen und zugleich in Form von Partizipation miteinbezogen werden.</p>
<p>Auch die Geburtstagsfeiern sind von Ritualen geprägt. So wird immer „viel Glück und viel Segen“ gesungen und das Geburtstagskind erhält einen besonderen Platz. Außerdem gibt es an jedem Tag ein „Tageskind“, das die Kinder zählt, das Gebet würfelt oder auch das Spiel im Stuhlkreis aussuchen darf. In allen Kindergartengruppen wird zudem die Klangschale bei Übergängen eingesetzt, während wir in der Krippe hierfür Lieder singen wie „1, 2, 3 – das Spielen ist vorbei“.</p>
<h3>Haben die Kinder ein Lieblingsritual?</h3>
<p>In unserer Kinderkrippe lieben die Kleinen besonders das Austeilen der Trinkflaschen vor der Brotzeit. Zwei Kinder dürfen den anderen Kindern ihre Flasche an den Platz bringen. Dabei strahlen sie über das ganze Gesicht, was uns zeigt, dass sie sich in diesem Moment als selbstwirksam erleben und zudem mächtig stolz darauf sind zu wissen, wem die Flasche gehört und wo das jeweilige Kind sitzt.</p>
<h3>Werden die Eltern einbezogen, zum Beispiel indem Rituale von zu Hause integriert werden?</h3>
<p>Der Austausch und die Offenheit gegenüber den Eltern und deren Vorschläge sind die Grundlage für eine harmonische Zusammenarbeit. Gerade in der Eingewöhnung integrieren wir Rituale wie etwa das Singen zum Einschlafen oder das Einführen einer individuellen Verabschiedung an der Tür. Diese Rituale machen es den Kindern einfacher, sich schnell bei uns wohlzufühlen.</p>
<h3>Gibt es auch manchmal Probleme bei der Umsetzung von Ritualen?</h3>
<p>Die Coronapandemie stellte uns vor neue Herausforderungen. Es wurde zum Ritual,<br />
dass die Kinder nach Ankunft in der Gruppe direkt zum Händewaschen gingen, so lauteten die Hygienevorschriften. Einige Kinder haben deutlich gezeigt, dass es ihnen schwerfällt, dies umzusetzen, da jedes Kind in der Regel seinen eigenen Start in den Tag und die Gruppe hat – so manch eines beginnt sofort zu spielen, ein anderes möchte zunächst seine Freunde begrüßen. All dies war zu der Zeit nicht möglich, da alle den Tag mit dem Händewaschen beginnen sollten. Das haben wir zu Beginn dieses Kitajahres wieder geändert. Nun waschen sich alle Kinder wieder nach dem Morgenkreis die Hände, sodass sie unmittelbar vor der Brotzeit sauber sind. Es gehört zum Qualitätsmanagement und unserer professionellen Einstellung, den Tagesablauf stetig zu reflektieren und wo nötig anzupassen, auch die Rituale.</p>
<h3>Kann es Ihrer Erfahrung nach auch ein „Zuviel“ an Ritualen geben?</h3>
<p>Man sollte die Häufigkeit der Rituale im Blick haben. Gerade in der Krippe hat sich jedoch in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass viele Rituale für eine klare Struktur im Tagesablauf sorgen und den Kindern Halt geben.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Die Fragen stellte Sabine Biskup</em></p>
<div></div>
<div>
<p>&nbsp;</p>
<p style="font-weight: 400;"><div class="box-infos-gruen"></p>
<p style="text-align: center;">Wenn Sie „Rituale“ in der Teamsitzung thematisieren möchten, finden Sie eine Übersicht hilfreicher Online-Publikationen über Rituale sowie eine Karte mit Reflexionsfragen unter<br />
<a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/rituale_fragen">www.kinderkinder.dguv.de/rituale_fragen</a></p>
<div></div>
<div></div>
<div></div></div>
</div>
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